X-Orcists lässt Magik und Madelyne Pryor gemeinsam auf Dämonenjagd gehen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

😈 Drei Mutanten betreten Limbo. Der Dämon bereut bereits alles.

📰 Was ist los?
Marvel hat erstmals ausführliches Material zu X-Orcists gezeigt. Die fünfteilige Miniserie startet am 18. November und schickt Magik, Juggernaut und Madelyne Pryor auf die Jagd nach einem aus Limbo entkommenen Dämon. Autorin Ashley Allen verspricht übernatürlichen Horror, Figurenkonflikte und einen tieferen Blick auf die Mythologie von Limbo.

🐛 Was denken wir?
Das könnte eine der interessanteren kleinen Marvel-Serien des Winters werden. Magik funktioniert ohnehin hervorragend an der Grenze zwischen Superheldencomic und Dark Fantasy, und Madelyne Pryor macht die Sache garantiert nicht friedlicher. Entscheidend wird sein, ob X-Orcists Limbo tatsächlich weiterentwickelt oder am Ende doch nur fünf Ausgaben lang Dämonen mit Schwertern vermöbelt.

Wenn ein Dämon aus Limbo entkommt, schickt Marvel diesmal keine gewöhnlichen Exorzisten. Stattdessen treffen Magik, Juggernaut und Madelyne Pryor aufeinander – eine Kombination, bei der vermutlich selbst die Bewohner der Hölle kurz überlegen sollten, ob sie nicht lieber zu Hause bleiben.

Magik und Madelyne Pryor stehen gemeinsam mit Juggernaut in einer düsteren Szenerie aus Marvels neuer Miniserie X-Orcists.
Magik, Madelyne Pryor und Juggernaut stellen sich in X-Orcists einer neuen dämonischen Bedrohung aus Limbo. © Marvel Comics / Cover-Artwork: Ben Harvey

Marvel hat jetzt erstmals ausführliches Material zu X-Orcists gezeigt. Die fünfteilige Miniserie startet am 18. November 2026 und verbindet die übernatürliche Seite der X-Men mit Dark Fantasy, Dämonenhorror und der Mythologie von Limbo. Autorin Ashley Allen und Zeichner Germán Peralta arbeiten dafür erneut zusammen.

🔥 Aus Limbo entkommt etwas, das selbst Magik nicht kennt

Der Ausgangspunkt klingt zunächst vertraut: Ein Dämon entkommt aus Limbo und beginnt, Menschen und Mutanten zu terrorisieren. Für Magik ist das normalerweise ungefähr die Art Problem, für die andere Leute einen Kammerjäger rufen.

Diesmal reicht ihre Erfahrung allerdings offenbar nicht aus. Die Kreatur soll sich deutlich von allem unterscheiden, womit Magik bisher konfrontiert wurde, weshalb sie gemeinsam mit Juggernaut ausgerechnet jene Frau ins Boot holt, die Limbo ebenfalls sehr gut kennt: Madelyne Pryor, die Queen of Limbo.

Damit bringt X-Orcists drei Figuren zusammen, deren Verhältnis zu Gewalt, Magie und dämonischen Dimensionen eher praktisch als akademisch geprägt ist. Unterstützung soll ebenfalls dazukommen, wobei Allen noch nicht vollständig verrät, wer sich der ungewöhnlichen Gruppe anschließen wird.

👑 Magik und Madelyne tragen dieselbe Dunkelheit unterschiedlich

Besonders viel Gewicht soll die Beziehung zwischen Illyana Rasputin und Madelyne Pryor bekommen. Allen hatte beide bereits in Magik #6 zusammengebracht und beschreibt sie als zwei enorm mächtige Frauen, die durch traumatische Erfahrungen geprägt wurden, damit jedoch sehr unterschiedlich umgehen.

Genau darin steckt für die Autorin der Kern ihrer Dynamik. Beide kennen Dunkelheit aus eigener Erfahrung, beide haben sich von ihr formen lassen und beide weigern sich, ausschließlich durch ihre Vergangenheit definiert zu werden.

Bei Magik interessiert Allen dabei besonders ihre Selbstkontrolle. Illyanas Stärke liegt für sie nicht allein in Soulsword, Magie oder Kampferfahrung, sondern auch darin, dass sie nach allem, was ihr widerfahren ist, weiterhin selbst entscheidet, wer sie sein will.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🕯️ Limbo bekommt endlich mehr eigene Mythologie

Für Fantasykosmos wird X-Orcists besonders spannend, sobald es tiefer nach Limbo geht. Ashley Allen bezeichnet das Reich ausdrücklich als gewaltige Welt, deren Mythologie Marvel bislang längst nicht vollständig erschlossen hat.

Damit könnte die Serie erheblich interessanter werden als eine gewöhnliche Monsterjagd. Limbo gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten magischen Schauplätzen der X-Men-Geschichte, wurde aber häufig vor allem über Magik und einzelne Dämonen definiert.

X-Orcists soll nun weitere Teile dieser Welt und ihrer Bedrohungen sichtbar machen. Genau dort steckt das größte Fantasy-Potential der Miniserie: Limbo kann mehr sein als eine hübsch höllische Kulisse für Portale, Schwerter und Dämonen.

🩸 Marvel verspricht übernatürlichen Horror mit Figurenkern

Allen beschreibt die Geschichte ausdrücklich als Mischung aus übernatürlichem Horror und emotionaler Figurenstory. Die Bedrohung soll dabei sowohl Limbo als auch die Erde betreffen und insbesondere die magische Seite der Mutantenwelt ins Zentrum rücken.

Das passt ausgezeichnet zu Magik. Ihre Geschichten funktionieren ohnehin dann am besten, wenn Dämonen und Soulsword nur die sichtbare Oberfläche bilden und darunter Fragen nach Kontrolle, Identität und dem Umgang mit ihrer eigenen Vergangenheit liegen.

Auch Madelyne Pryor dürfte davon profitieren. Die Figur wurde über Jahrzehnte stark über Cyclops, Jean Grey, Havok und das klassische Inferno definiert. Eine Geschichte, in der sie gemeinsam mit Magik als eigenständige magische Macht agiert, bietet deutlich mehr Raum.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

⚔️ Germán Peralta kehrt an Magiks Seite zurück

Für die Zeichnungen ist erneut Germán Peralta verantwortlich. Gemeinsam mit Ashley Allen arbeitete er bereits an Magik und anschließend an Magik & Colossus.

Damit bleibt Marvel bewusst bei einem Kreativteam, das Illyanas aktuelle Entwicklung bereits geprägt hat. Gerade für eine Serie, die bekannte Figuren mit einer tieferen Erforschung von Limbo verbinden soll, ist diese Kontinuität durchaus sinnvoll.

Der heute veröffentlichte First Look zeigt entsprechend eine Welt voller dämonischer Kreaturen, düsterer Magie und klassischer X-Men-Fantasy. Die Richtung ist damit ziemlich eindeutig: X-Orcists möchte seine Horror- und Fantasyseite nicht verstecken.

👹 Die X-Men dürfen ruhig öfter zur Dark Fantasy werden

Marvel besitzt mit Magik, Limbo, Soulsword, Madelyne Pryor und der ganzen Dämonenmythologie längst genügend Material für eine eigene kleine Dark-Fantasy-Ecke. X-Orcists scheint genau das diesmal ziemlich offensiv auszuspielen.

Der neue First Look macht die Miniserie deshalb für uns deutlich interessanter als den nächsten kleinen X-Men-Ableger. Fünf Ausgaben, ein überschaubarer Handlungsbogen, eine neue Bedrohung aus Limbo und ein ungewöhnliches Trio sind eine ziemlich gute Ausgangslage.

Und falls ein Dämon tatsächlich Magik, Juggernaut und die Queen of Limbo gleichzeitig gegen sich aufbringt, dürfte seine Fluchtplanung rückblickend ohnehin einige Schwächen gehabt haben.

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