Work Work Work sperrt dich fünf Minuten ins Büro, dann beginnt alles von vorn

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

⏱️ Fünf Minuten bis zum nächsten Burnout.

📰 Was ist los?
Work Work Work Prologue erscheint heute kostenlos auf Steam und enthält das Eröffnungskapitel des kommenden Puzzle-Horrors von Mojiken Studio. Als Ahad Worker 101 erledigen Spieler im Dienst der Triquetra Company Aufgaben unter einem Fünf-Minuten-Limit. Läuft die Zeit ab, beginnt der Zyklus erneut.

🐛 Was denken wir?
Das funktioniert vor allem deshalb, weil die Idee angenehm banal beginnt. Arbeitsplatz, Deadline, Assistent, Belohnung – eigentlich vollkommen gewöhnlich. Sobald daraus ein endloses System wird, braucht es gar kein großes Monster mehr. Die Firma reicht.

Fünf Minuten arbeiten. Aufgaben erledigen. Die Belohnung essen. Keine Fragen stellen. Und unter gar keinen Umständen auf die Idee kommen, dass mit diesem Arbeitsplatz irgendetwas nicht stimmen könnte.

Ahad Worker 101 steht in einem chaotischen Büro aus Work Work Work, dargestellt auf einem alten CRT-Bildschirm mit sichtbaren Scanlines.
Fünf Minuten arbeiten, scheitern und wieder von vorn: Work Work Work verwandelt den Büroalltag in einen surrealen Kreislauf aus Aufgaben, Kontrolle und psychologischem Horror. © Mojiken Studio / Toge Productions

Work Work Work macht aus dem ganz normalen Büroalltag einen surrealen Kreislauf aus Produktivität, Gehorsam und psychologischem Horror. Heute, am 8. Oktober 2026, erscheint auf Steam mit Work Work Work Prologue das komplette Eröffnungskapitel kostenlos, allerdings erst gegen 15 Uhr deutscher Zeit.

🖥️ Willkommen bei Triquetra

Spieler übernehmen die Rolle von Ahad Worker 101, einem Angestellten der Triquetra Company. Das Unternehmen versteht sich als Hort wahrer Effizienz und erwartet von seinen Beschäftigten bedingungslose Hingabe an die drei Direktoren und deren geheimnisvolles „großes Werk“.

Dafür bekommt Ahad immerhin einen eigenen Arbeitsplatz samt Computer und freundlichem virtuellen Assistenten. Der erklärt Aufgaben, überwacht den Ablauf und vermittelt zuverlässig das Gefühl, dass hier wirklich alles vollkommen normal ist. Die Firma bittet lediglich darum, im eigenen Bereich zu bleiben, die Arbeit zu erledigen und keine unnötigen Fragen zu stellen. So beginnen ja nur selten erquickliche und langfristige Arbeitsverhältnisse.

🎬 Work Work Work Prologue – Demo-Trailer

Fünf Minuten arbeiten, Rätsel lösen und bloß keine Fragen stellen: Der Trailer zeigt den surrealen Büroalltag der Triquetra Company.

⏳ Fünf Minuten reichen völlig

Jede Aufgabe besitzt ein Zeitlimit von fünf Minuten. Innerhalb dieses kleinen Fensters müssen Gegenstände untersucht, Rätsel gelöst und die Vorgaben des Systems erfüllt werden.

Scheitert Ahad, passiert zunächst nichts besonders Dramatisches. Er bekommt einfach weitere fünf Minuten.

Dann noch einmal fünf.

Und noch einmal.

Genau dadurch wird aus einem simplen Countdown langsam ein ziemlich unangenehmer Kreislauf. Die Zeitbegrenzung ist weniger klassische Actionmechanik als Teil des eigentlichen Horrors: Arbeit wird wiederholt, bis sie funktioniert – während der Spieler zunehmend versteht, dass er vielleicht lieber etwas ganz anderes untersuchen sollte.

🍰 Leistung wird belohnt

Triquetra ist schließlich kein herzloser Arbeitgeber. Wer seine Aufgaben korrekt erledigt, erhält eine schmackhafte Belohnung. Was zunächst wie schwarzer Bürohumor wirkt, passt ziemlich gut zum Grundkonzept. Der Arbeitsplatz konditioniert seinen Angestellten mit Aufgaben, Fristen und kleinen Belohnungen, während gleichzeitig jede Form von Neugier ausdrücklich unerwünscht ist.

Work Work Work macht daraus keine Monsterjagd. Der Horror entsteht viel stärker aus der Frage, warum dieses System so großen Wert darauf legt, dass Ahad einfach funktioniert.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🕵️ Bitte nichts untersuchen

Natürlich verlangt das Spiel praktisch das Gegenteil dessen, was Triquetra empfiehlt. Spieler sollen die Umgebung beobachten, Informationen zusammentragen und herausfinden, was sich hinter dem bürokratischen Ablauf verbirgt.

Damit treffen klassische Point-and-Click-Rätsel auf Mystery und psychologischen Horror. Computer, Gegenstände und die virtuelle Assistenz sind zunächst Werkzeuge für die tägliche Arbeit – können aber zugleich Hinweise darauf liefern, dass hinter den sicheren Wänden des Unternehmens etwas ganz anderes geschieht.

Je penetranter eine Firma behauptet, man solle keine Hinweise sammeln, desto größer wird erfahrungsgemäß der Wunsch, wirklich jeden Papierkorb umzudrehen.

🔁 Arbeiten. Sterben. Wiederholen.

Das vollständige Work Work Work soll den Kreislauf noch deutlich weiter ausbauen. Mojiken beschreibt das Spiel als surreales Abenteuer über Arbeit, Leben und Tod, in dem Spieler die Triquetra Company Stück für Stück untersuchen und nach einem Ausweg suchen.

Der heute erscheinende Prolog umfasst zunächst das Eröffnungskapitel und führt in Arbeitsplatz, Assistent, Aufgabenstruktur und Fünf-Minuten-Zyklus ein. Für das komplette Spiel steht bislang noch kein Veröffentlichungstermin fest.

Damit eignet sich der kostenlose Einstieg ziemlich gut, um herauszufinden, ob man freiwillig Überstunden bei einer Firma machen möchte, deren Arbeitsplatzbeschreibung bereits wie eine unterschwellige Drohung klingt.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🌆 Horror aus dem Großraumbüro

Hinter Work Work Work steht Mojiken Studio, das bereits mit A Space for the Unbound und When the Past Was Around gezeigt hat, dass alltägliche Umgebungen, persönliche Geschichten und ungewöhnliche visuelle Ideen gut zusammenpassen.

Diesmal ist die Ausgangslage deutlich bissiger. Der Arbeitsplatz selbst wird zum System, aus dem man entkommen möchte. Keine verlassene Irrenanstalt, keine Dämonenvilla und kein Monsterkeller sind nötig – Computer, Deadline und Leistungsbewertung reichen fürs Erste vollkommen aus.

Irgendwo dürfte gerade eine Personalabteilung mitschreiben.

🕒 Feierabend ist nur eine Theorie

Der interessanteste Kniff bleibt der Fünf-Minuten-Takt. Ein Countdown erzeugt Druck, die Wiederholung nimmt ihm anschließend wieder die Endgültigkeit – und genau daraus kann etwas ziemlich Unheimliches entstehen.

Denn wenn jede gescheiterte Schicht einfach erneut beginnt, stellt sich irgendwann weniger die Frage, ob Ahad seine Arbeit schafft.

Spannender ist, wer beschlossen hat, dass er überhaupt arbeiten muss.

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