Witchblade Classics kehrt zurück: Zauberstern belebt den Comic-Kult
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🩸 Die Klinge ist zurück
📰 Was ist los?
Zauberstern Comics veröffentlicht im Dezember 2026 die erste Ausgabe von Witchblade Classics. Die klassischen Abenteuer von Sara Pezzini sind mit vier Covervarianten für jeweils 9,99 Euro angekündigt.
🐛 Was denken wir?
Eine schöne Rückkehr für einen prägenden Dark-Fantasy-Comic der Neunzigerjahre. Besonders gespannt sind wir darauf, wie Zauberstern die Originalgeschichten zusammenstellt. Pedro wollte ebenfalls eine magische Rüstung tragen. Die Witchblade hat nach dem Vorstellungsgespräch mit ihm gleich um ihre Versetzung gebeten.
Eine Polizistin, eine geheimnisvolle Waffe und eine Rüstung, die bisweilen mehr Haut zeigt, als sie schützt: Witchblade gehörte zu den auffälligsten Fantasycomics der Neunzigerjahre. Jetzt bringt Zauberstern Comics die klassischen Geschichten um Sara Pezzini zurück in die deutschen Comicregale. Für Dezember 2026 ist die erste Ausgabe von Witchblade Classics angekündigt, und das gleich mit vier unterschiedlichen Covervarianten.

Der Preis liegt bei 9,99 Euro pro Heft. Damit erhält eine der bekanntesten Dark-Fantasy-Comicfiguren der vergangenen Jahrzehnte einen neuen Auftritt im deutschen Zeitschriftenhandel.
🩸 Sara Pezzini und die lebendige Waffe
Als Witchblade Mitte der Neunzigerjahre erschien, traf die Reihe einen Nerv. Statt einer klassischen Fantasyheldin stand eine New Yorker Polizistin im Mittelpunkt, deren Leben durch ein uraltes Artefakt vollkommen aus den Fugen geriet.
Sara Pezzini gerät bei ihren Ermittlungen in Kontakt mit der Witchblade, einer übernatürlichen Waffe, die sich mit ihrer Trägerin verbindet. Sie kann sich in Klingen und eine lebendige Rüstung verwandeln, verfügt aber offenbar auch über einen eigenen Willen.
Plötzlich muss Sara nicht nur gegen gewöhnliche Verbrecher kämpfen, sondern auch gegen finstere Mächte, skrupellose Geheimnisträger und Gegner, die wesentlich mehr über das Artefakt wissen als sie selbst. Die Verbindung aus Polizeithriller, übernatürlichem Horror und düsterer Fantasy machte den besonderen Reiz der Serie aus.
⚔️ Michael Turner prägte eine Comic-Ära
Untrennbar mit dem Erfolg der klassischen Witchblade-Comics verbunden ist der Zeichner Michael Turner. Sein dynamischer, detailreicher Stil verlieh Sara Pezzini eine unverwechselbare Erscheinung. Gemeinsam mit den Geschichten von David Wohl und Christina Z. entstand eine Serie, die für den amerikanischen Comicboom der Neunzigerjahre beinahe beispielhaft war.
Zur Entstehung der Marke trugen außerdem Marc Silvestri und Brian Haberlin bei. Ursprünglich erschien Witchblade bei Top Cow, einem Imprint von Image Comics.
Natürlich war die Reihe auch ein Kind ihrer Zeit. Die oft ausgesprochen freizügige Rüstung ihrer Hauptfigur wurde ebenso zum Markenzeichen wie zum Gegenstand berechtigter Kritik.
Aber hinter der aufreizenden Bildgestaltung steckte eine interessante Grundidee: Was geschieht, wenn eine Frau zur Trägerin einer mächtigen Waffe wird, deren Absichten sie selbst kaum versteht?
Gerade diese Mischung aus Macht, Abhängigkeit und übernatürlicher Bedrohung machte Witchblade zu mehr als bloßer Neunzigerjahre-Comicnostalgie.
📚 Vier Covervarianten für Dezember angekündigt
Der deutsche Verlag Zauberstern Comics setzt nun auf eine Neuveröffentlichung der klassischen Geschichten.
Beim Vertrieb sind bereits vier Ausgaben von Witchblade Classics 1 gelistet:
- Cover A: 9,99 Euro
- Cover B: 9,99 Euro
- Cover C: 9,99 Euro
- Cover D: 9,99 Euro
Als Erscheinungszeitraum ist jeweils Dezember 2026 angegeben. Noch offen sind der genaue Veröffentlichungstag, der Umfang der einzelnen Ausgabe und die Frage, welche ursprünglichen US-Hefte im ersten deutschen Magazin enthalten sein werden.
Die vier Covervarianten sind jedenfalls ein attraktiver Einstieg für Sammler, die Sara Pezzini aus den frühen deutschen Veröffentlichungen kennen.
🐉 Dark Fantasy mit ordentlich Neunzigerjahre-Charme
Dass gerade Zauberstern Comics die Reihe wieder aufgreift, passt ins Verlagsprogramm. Dort haben bereits andere klassische amerikanische Comicmarken wie The Savage Dragon und Flash Gordon eine neue deutsche Heimat gefunden.
Witchblade dürfte allerdings eine etwas andere Leserschaft ansprechen: Fans von düsterer Urban Fantasy, übernatürlichen Verschwörungen und der bildgewaltigen amerikanischen Comicästhetik der Neunzigerjahre.
Wir finden die Rückkehr erfreulich. Nicht zuletzt, weil gerade ältere Comicreihen oft nur noch antiquarisch oder in schwer zugänglichen Sammelausgaben erhältlich sind.
Entscheidend wird sein, welche Geschichten Zauberstern auswählt und wie sorgfältig sie für die neue Ausgabe aufbereitet werden.
Denn eine schöne Covergalerie allein macht noch keine gelungene Wiederveröffentlichung. Die Chancen stehen jedenfalls gut, dass sich einige alte Witchblade-Fans im Dezember wieder an ihre ersten Begegnungen mit Sara Pezzini erinnern.
Und vielleicht entdeckt auch eine neue Lesergeneration, dass mysteriöse Artefakte gelegentlich gefährlicher sind als sämtliche Schurken von New York zusammen.





