„Witch Light“: Morven Christie dreht Hexen-Drama vor Glencoe Kulisse

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Hexenprozess, Glencoe und ein Regiedebüt

📰 Was ist los?
Morven Christie führt bei „Witch Light“ erstmals bei einem Spielfilm Regie. Das historische Drama spielt 1692 in Schottland vor dem Hintergrund des Massacre of Glencoe, basiert auf Susan Fletchers Roman und wird von Unified (Lauren Dark, Amy Jackson) produziert. Screen Scotland unterstützt das Projekt.

🐛 Was denken wir?
Das hat das Potenzial für die seltene Sorte „Hexenstoff“, die nicht mit Besen wedelt, sondern mit Geschichte schneidet. Wenn Christie den Blick aus „Stray“ auf Glencoe überträgt, könnte das sehr schön werden. Und sehr unangenehm.

🕯️ „Witch Light“: Morven Christie dreht Hexen-Drama vor Glencoe Kulisse

Manchmal fühlt sich Filmbranche an wie ein Ritual: Man nimmt eine historische Wunde, gießt sie in Nebel, Steinmauern und Kerzenlicht, nennt es irgendwas mit „Witch“ und hofft, dass das Publikum den Rest schon spürt. „Witch Light“ klingt genau so, scheint aber eher Substanz mitzubringen: Morven Christie (Actor Writer Director) gibt ihr Spielfilm Regiedebüt mit einer Adaption von Susan Fletchers Roman „Witch Light“ (2011), angesiedelt in Schottland 1692 im Schatten des Massacre of Glencoe. Produziert wird das Ganze von Lauren Dark und Amy Jackson (Unified), und Screen Scotland ist als Finanzierungspartner an Bord.

🧊 Worum geht’s: Hexenkerker, Verhör, Blutspur Geschichte

Die Hauptfigur Corrag sitzt als angebliche Hexe in einer kalten Zelle und wartet auf ihr Urteil, bis ein Mann auftaucht, der sie befragen will. Corrag weiß mehr, als sie preisgibt, denn sie war Zeugin des Massakers von Glencoe. Das ist erzählerisch ein hübscher Hebel: nicht „Hexenfilm“ als Kostümshow, sondern eine Geschichte über Macht, Angst, Propaganda und die Frage, wer eigentlich entscheidet, was „Wahrheit“ ist.

🎬 Warum das ein spannender Move ist: Christie, Unified, das schottische Paket

Christie ist nicht nur Castname, sondern kommt als Filmemacherin mit Vorlauf: Ihr Kurzfilm „Stray“ (mit Frankie Corio) lief beim Edinburgh International Film Festival und wird weiter in UK gezeigt. Unified sitzt dabei auffällig nah am Material: Auf der eigenen Seite führen sie „Stray“ als Projekt und nennen Christie als Writer Director. „Witch Light“ ist damit kein zufälliger Debütgriff, sondern die nächste Stufe eines klaren Blicks auf Landschaft, Bedrohung und innere Zustände.

Und Unified selbst ist nicht irgendein Name: Laut eigener Darstellung ist das ein London Edinburgh Setup, das sich als internationaler Koproduktionspartner positioniert. In ScreenDailys Meldung wird außerdem der kommende Unified Slate Kontext genannt (u. a. Shane Meadows’ „Chork“). Heißt: Das Projekt hängt nicht am seidenen Faden eines One off Debüts, sondern in einem echten Produktionsumfeld.


🧾 Fazit: Hexerei ohne Besenstiele

„Witch Light“ wirkt wie ein Projekt, das bewusst nicht nach Popcorn-Hexerei greift, sondern nach dem dunkleren Kern: Wie schnell eine Gesellschaft jemanden zur Hexe erklärt, wenn Gewalt politisch nützlich wird. Mit Christie als Regiedebütantin und Unified plus Screen Scotland im Rücken steht da ein Setup, das nach ernsthafter, atmosphärischer Hochland Tristesse riecht – im besten Sinne. Jetzt fehlt nur noch der entscheidende Teil: Casting, Drehstart, Vertrieb. Aber als Ankündigung ist das bereits ein ziemlich sauber gesetzter Pflock.

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