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Wildwood wächst über übliche Animationsmaße hinaus
📰 Was ist los?
Wildwood, Laikas Verfilmung des Fantasy-Romans von Colin Meloy, soll 139 Minuten lang werden. Der Film startet in den USA voraussichtlich Ende Oktober 2026; ein deutscher Kinotermin ist bislang nicht bekannt.
🐛 Was denken wir?
Laika baut hier offenbar keinen kleinen Waldspaziergang, sondern ein Stop-Motion-Fantasy-Monument. 139 Minuten sind mutig, vielleicht sogar frech. Aber wenn ein Studio aus Krähen, Waldmagie und Handarbeit ein echtes Epos machen kann, dann Laika.
🌲 Wildwood: Laika baut ein Stop-Motion-Fantasy-Monument
Wildwood wird offenbar kein kleiner Waldspaziergang mit Krähen am Wegesrand. Laikas Verfilmung des Fantasy-Romans von Colin Meloy soll auf 139 Minuten kommen und damit in Laufzeitregionen vorstoßen, in denen Animationsfilme normalerweise nervös auf die Pausentaste schauen. Für Stop-Motion ist das nicht einfach lang. Das ist ein Statement aus Holz, Draht, Geduld und sehr viel Wahnsinn.

🐦 Der Wald frisst keine Minuten, er sammelt sie
Der Film erzählt von Prue, die in einen geheimnisvollen Wald aufbricht, um ihren entführten kleinen Bruder zu retten. Dort warten Krähen, magische Wesen und eine Welt, die nicht nach nettem Kinderabenteuer klingt, sondern nach großem Fantasy-Epos im Laika-Gewand.
Genau das macht die Laufzeit spannend. 139 Minuten bedeuten: Laika will diesen Wald nicht nur kurz betreten, ein paar schöne Bilder abliefern und wieder hinauswinken. Wildwood scheint Raum für eine echte Reise zu beanspruchen. Figuren, Waldreiche, Bedrohung, Magie, Stimmung, vielleicht sogar ein bisschen erzählerisches Dickicht. So ein Film muss dann aber auch tragen. Zwei Stunden und neunzehn Minuten verzeihen keine hübsche Leere.
🎬 Offizieller Teaser Trailer
Der Teaser zu Wildwood zeigt Laikas magischen Wald, Krähen, große Stop-Motion-Bilder und jene Sorte Fantasy, bei der jeder Ast so wirkt, als hätte er ein Geheimnis verschluckt.
🦉 Stop-Motion mit schwerem Gepäck
Laika steht ohnehin für diese besondere Sorte Animationskino, bei der alles gleichzeitig verspielt, unheimlich und handgemacht wirkt. Coraline, ParaNorman und Kubo and the Two Strings hatten immer diesen Reiz: Man sieht nicht nur eine Welt, man spürt, dass jemand sie gebaut hat. Millimeterweise. Mit Nerven aus Stahl.
Wildwood treibt diesen Anspruch offenbar noch weiter. Ein magischer Wald, Krähen, ein verschwundener Bruder, fantastische Kreaturen und ein epischer Roman als Grundlage: Das ist kein Stoff für eine dünne Effektfahrt. Wenn Laika hier wirklich groß denkt, könnte der Film genau jene Lücke treffen, die im Animationskino oft offen bleibt. Fantasy, die nicht nur bunt ist, sondern verwunschen. Nicht nur familientauglich, sondern seltsam. Nicht nur niedlich, sondern gefährlich.
🕯️ Ein Wald, der länger nachhallt
Der Haken sitzt, weil Wildwood nach einem Animationsfilm klingt, der sich nicht kleinmachen will. Gerade in einer Zeit, in der viele Familienfilme auf Tempo, Gagfrequenz und möglichst kurze Aufmerksamkeitsschleifen getrimmt werden, wirkt ein 139-Minuten-Stop-Motion-Fantasyfilm fast trotzig.
Das kann scheitern, klar. Aber es ist die richtige Art von Risiko. Laika baut offenbar keinen Themenpark-Wald, sondern ein richtiges Reich aus Schatten, Federn und Magie. Wenn Wildwood diese Länge mit echter Atmosphäre füllt, könnte das nicht nur einer der längsten Animationsfilme seiner Art werden, sondern einer der seltenen Fälle, in denen ein Studio dem Wald wirklich Zeit gibt, seine Geheimnisse auszubreiten.




