Ein Mann zum Verflechten: Wicker zeigt seinen finalen Trailer

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🧺 Die große Liebe bekommt einen Korb

📰 Was ist los?
In der Fantasykomödie Wicker lässt sich eine verspottete Fischerin von einem Korbmacher einen Ehemann aus Weidengeflecht anfertigen. Olivia Colman, Peter Dinklage und Alexander Skarsgård übernehmen die Hauptrollen. Der neue finale Trailer ist erschienen; der US-Kinostart beginnt am 23. Oktober.

🐛 Was denken wir?
Eine wunderbar eigenwillige Märchenidee mit einer starken Besetzung. Besonders die Entscheidung, den Weidenmann durch ein echtes Kostüm zum Leben zu erwecken, macht neugierig. Hinter dem skurrilen Humor steckt zudem eine reizvolle Geschichte über Liebe, Außenseitertum und die Erwartungen einer engstirnigen Gemeinschaft.

Es gibt ja angeblich Männer, die aus gutem Holz geschnitzt sind. Und dann sind da noch solche Männer, die vollständig daraus bestehen oder Teile davon vor der Stirn tragen. Für die Bewohner eines kleinen Küstendorfs dürfte es jedoch noch eine bizarrere Möglichkeit geben, besonders wenn der örtliche Korbmacher plötzlich einen Ehemann anfertigt, der sich als ausgesprochen liebenswert, aufmerksam und in jeder Hinsicht bemerkenswert erweist. Eine Fischerin bekommt jedenfalls weit mehr, als sie ursprünglich bestellt hat. Das eigentliche Problem beginnt erst, als die Nachbarn feststellen, dass ihr neuer Gatte die menschliche Konkurrenz ziemlich alt aussehen lässt.

Filmszene aus Wicker: Eine lachende Frau mit dunklem, hochgestecktem Haar und grauem Kleid lehnt sich zurück an einen großen Mann mit geflochtenem Gesicht, braunem Haar und heller Kleidung. Der Weidenmann neigt seinen Kopf zu ihr.
Liebe aus der Korbflechterei: In Wicker lässt sich eine Fischerin, gespielt von Olivia Colman, einen ungewöhnlichen Ehemann anfertigen. © Black Bear – Wicker, offizielles Filmmaterial

Mit Wicker kommt eine ungewöhnliche Fantasykomödie über Liebe, gesellschaftliche Erwartungen und einen buchstäblich handgefertigten Traummann ins Kino. Der neue finale Trailer zeigt Olivia Colman als eigensinnige Fischerin, Peter Dinklage als geheimnisvollen Korbmacher und Alexander Skarsgård als lebendig gewordenen Mann aus Weidengeflecht. Der amerikanische Kinostart ist bereits am 23. Oktober 2026.

🐟 Eine Fischerin hat genug von ihrem Dorf

Am Rand einer kleinen Küstensiedlung lebt eine Fischerin, die bei ihren Mitmenschen wenig Ansehen genießt. Sie riecht nach ihrer täglichen Arbeit, lebt allein und muss sich ständig den Spott einer Gemeinschaft gefallen lassen, die für ungewöhnliche Lebensentwürfe keinerlei Verständnis besitzt.

Irgendwann hat die Frau genug davon, nach den Vorstellungen anderer leben zu müssen. Sie beauftragt den örtlichen Korbmacher, ihr einen Ehemann aus Weidenruten anzufertigen. Ein eigenwilliger Wunsch, den der Handwerker tatsächlich erfüllen kann.

Was zunächst wie eine groteske Trotzreaktion erscheint, wird zu einer überraschenden Liebesgeschichte. Der künstlich erschaffene Mann besitzt eine Seele, ein freundliches Wesen und Fähigkeiten, mit denen offenbar niemand gerechnet hat. Vor allem seine Frau erkennt schnell, dass sie eine bessere Entscheidung getroffen haben könnte, als die Dorfbewohner ihr jemals zutrauen würden.

🎬 Wicker – Offizieller finaler Trailer

Ein handgefertigter Ehemann, eine eigensinnige Fischerin und ein Dorf voller empörter Nachbarn: Olivia Colman und Alexander Skarsgård in einer außergewöhnlichen Märchenkomödie.

❤️ Der perfekte Mann bringt das ganze Dorf durcheinander

Der neue Ehemann stellt die vertraute Ordnung des Dorfes auf den Kopf. Seine Zuneigung, sein ungewöhnliches Auftreten und seine bemerkenswerten Talente wecken Neugier, Bewunderung und schließlich offene Eifersucht.

Die Beziehung zwischen der Fischerin und ihrem Weidenmann wird zum Ärgernis für eine Gemeinschaft, die feste Vorstellungen von Ehe, Anstand und gesellschaftlichen Rollen besitzt. Besonders unangenehm scheint den Bewohnern die Erkenntnis, dass eine vermeintliche Außenseiterin plötzlich glücklicher sein könnte als sie selbst.

Die Geschichte verbindet damit klassische Märchenmotive mit einer ziemlich respektlosen Betrachtung menschlicher Konventionen. Hinter der absurden Ausgangslage verbirgt sich die Frage, warum Liebe eigentlich den Erwartungen einer ganzen Dorfgemeinschaft entsprechen sollte.

Dabei bewegt sich Wicker zwischen romantischer Komödie, sinnlichem Märchen und gesellschaftlicher Satire. Der neue Trailer deutet an, dass die Filmemacher sowohl die zärtlichen als auch die ausgesprochen komischen Seiten dieser ungewöhnlichen Ehe auskosten.

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🌿 Alexander Skarsgård als lebender Korb

Eine der größten Besonderheiten des Films ist die Gestaltung seines titelgebenden Helden. Alexander Skarsgård verkörpert den Weidenmann in einem aufwendigen, tatsächlich angefertigten Kostüm. Für dessen Entwicklung war die neuseeländische Effektschmiede Wētā Workshop verantwortlich, die unter anderem durch ihre Arbeiten an Der Herr der Ringe bekannt wurde.

Die Konstruktion benötigte rund 18 Monate Entwicklungszeit. Das Ergebnis ist eine bewegliche Figur, deren geflochtene Oberfläche, Gesichtszüge und Körperform das märchenhafte Wesen unmittelbar sichtbar machen.

Gerade diese praktische Umsetzung dürfte wesentlich zur Atmosphäre beitragen. Der ungewöhnliche Ehemann gehört dadurch ganz selbstverständlich zur Welt des Films, obwohl seine Existenz sämtliche Regeln des vermeintlich gewöhnlichen Dorflebens verletzt.

🎭 Olivia Colman, Peter Dinklage und Elizabeth Debicki

Mit Olivia Colman besitzt Wicker eine Hauptdarstellerin, die sowohl in dramatischen als auch in komödiantischen Rollen überzeugt. Als eigensinnige Fischerin darf sie sich gegen die Erwartungen ihrer Umgebung behaupten und eine Beziehung eingehen, die ihre Mitmenschen zunehmend aus der Fassung bringt.

Peter Dinklage übernimmt die Rolle des Korbmachers, der den ungewöhnlichen Auftrag überhaupt erst ermöglicht. Elizabeth Debicki gehört ebenfalls zu den zentralen Figuren der Geschichte und spielt eine Bewohnerin, deren Haltung zur neuen Ehe alles andere als wohlwollend ausfällt. Zum Ensemble zählen außerdem Richard E. Grant, Marli Siu und Nabhaan Rizwan.

Die Regie führen Alex Huston Fischer und Eleanor Wilson, die auch das Drehbuch gemeinsam verfassten. Bereits mit ihrer Science-Fiction-Komödie Save Yourselves! bewiesen die beiden ein Gespür für ungewöhnliche Figuren und Geschichten, in denen absurde Situationen sehr menschliche Probleme offenlegen.

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📖 Ein seltsames Märchen mit literarischen Wurzeln

Der Film basiert auf der Kurzgeschichte The Wicker Husband von Ursula Wills-Jones. Schon die literarische Vorlage verbindet das Motiv einer Außenseiterin mit der Vorstellung, einen idealen Partner buchstäblich erschaffen zu können.

Damit greift Wicker eine lange Tradition fantastischer Erzählungen auf: künstlich geschaffene Wesen, die plötzlich ein Eigenleben entwickeln und ihre Schöpfer vor Fragen stellen, mit denen diese ursprünglich kaum gerechnet haben.

Die Geschichte verlegt diesen Gedanken allerdings in den Alltag eines konservativen Dorfes. Der fantastische Einfall dient als Ausgangspunkt für eine romantische Beziehung, die gesellschaftliche Regeln und festgefahrene Vorstellungen durcheinanderbringt.

Besonders reizvoll ist, dass die Fischerin keineswegs als klassische Märchenprinzessin auftritt. Sie ist unbequem, eigenwillig und wenig daran interessiert, sich für die Anerkennung ihrer Nachbarn zu verbiegen.

🎬 Wicker startet am 23. Oktober in den USA

Wicker feierte seine Weltpremiere bereits Anfang 2026 beim Sundance Film Festival. Am 23. Oktober 2026 beginnt Black Bear die reguläre Kinoauswertung in ausgewählten amerikanischen Lichtspielhäusern. Ab dem 30. Oktober folgt der breitere US-Kinostart.

Ein deutscher Veröffentlichungstermin wurde bislang nicht bestätigt.

Der jetzt erschienene finale Trailer unterstreicht vor allem den ungewöhnlichen Ton des Films. Zwischen rustikaler Märchenwelt, hintersinnigem Humor und einer überraschend zärtlichen Liebesgeschichte entfaltet sich eine Fantasykomödie, die ihren eigenen Weg geht.

Und vielleicht lernen die Dorfbewohner am Ende sogar etwas über die Kraft der Liebe. Zumindest dürfte es ihnen schwerfallen, ihrem neuen Mitbürger vorzuwerfen, er habe keinen anständigen Charakter. Schließlich ist der Mann aus bestem Flechtmaterial gemacht.

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