We Don’t Exist: Bigfoot, Mothman und der Jersey Devil leben gleich nebenan

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

👣 Bigfoot war nur der Eingang

📰 Was ist los?
Soloentwicklerin Versiris hat We Don’t Exist angekündigt. Das Story-Adventure führt in eine Parallelwelt voller Bigfoot, Mothman, Jersey Devil, UFO-Legenden und weiterer paranormaler Wesen. Spieler erstellen eine eigene Figur, übernehmen zeitweise selbst bekannte Kryptiden und decken eine interdimensionale Verschwörung auf.

🐛 Was denken wir?
Die Idee hat erheblich mehr Charme als die hundertste Bigfoot-Jagd im dunklen Wald. Besonders spannend ist, dass die Kryptiden eigene Figuren und Geschichten bekommen und man manche von ihnen sogar selbst spielt. Wenn die Parallelwelt genug Persönlichkeit entwickelt, könnte hier etwas ziemlich Eigenständiges entstehen.

Kennst du das auch? Du suchst Bigfoot und findest stattdessen eine komplette Parallelwelt. So beginnt We Don’t Exist, ein neu angekündigtes Mystery-Abenteuer, das amerikanische Kryptiden, UFO-Legenden und interdimensionalen Horror in eine gemeinsame Geschichte wirft. Hinter dem Projekt steht die Soloentwicklerin Tanya Kozak alias Versiris, die den ungewöhnlichen Mix derzeit allein für PC entwickelt.

Mehrere stilisierte Kryptiden und fantastische Wesen stehen vor einer beleuchteten Bar in einer surrealen nächtlichen Parallelwelt.
We Don’t Exist dreht die klassische Kryptidensuche um: Bigfoot, Mothman und andere Legenden besitzen hier eine eigene Welt, eigene Geschichten und ganz eigene Probleme. © Versiris / Tanya Kozak / We Don’t Exist

Einen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Dafür zeigt der erste Trailer bereits ziemlich deutlich, wohin die Reise geht: Bigfoot existiert, Mothman existiert, der Jersey Devil existiert – und offenbar haben sie größere Probleme, als sich vor Menschen fotografieren zu lassen.

🌲 Eine Bigfoot-Suche öffnet die falsche Tür

Die Geschichte beginnt mit einer Suche nach Bigfoot. Dabei entdeckt die Spielfigur eine Parallelwelt, die unmittelbar neben unserer eigenen existiert und von Wesen bevölkert wird, die wir bislang für Legenden, Fehlbeobachtungen oder ausgesprochen kreative Lagerfeuergeschichten gehalten haben.

🎬 We Don’t Exist – Announcement Trailer

Bigfoot existiert. Mothman auch. Der erste Trailer öffnet die Tür zu einer Parallelwelt voller Kryptiden, UFOs und ziemlich großer Geheimnisse.

Diese Welt ist allerdings keineswegs ein friedliches Kryptidenreservat. Zwischen beiden Dimensionen bahnt sich eine Verschwörung an, deren Folgen offenbar Menschen und Kreaturen gleichermaßen bedrohen.

Damit dreht We Don’t Exist die übliche Perspektive angenehm um. Die Kryptiden sind hier nicht ausschließlich Monster, die im Wald auftauchen und anschließend von irgendeiner Taschenlampe angeleuchtet werden. Sie besitzen eigene Leben, Beziehungen und Geschichten.

🦋 Mothman bekommt seine eigene Handlung

Besonders interessant ist, dass Spieler nicht dauerhaft an ihre selbst erstellte Hauptfigur gebunden bleiben. Im Verlauf der Geschichte übernimmt man zeitweise bekannte Kryptiden wie Mothman oder den Jersey Devil und erlebt eigene Handlungsstränge aus deren Perspektive.

Diese Geschichten sollen miteinander verbunden sein und nach und nach erklären, wie die größere Verschwörung funktioniert. Dadurch sind die berühmten Wesen weit mehr als Cameos, die kurz durchs Bild laufen, damit jeder sagen kann: „Guck mal, Mothman.“ Sie sind Figuren dieser Welt. Und mit etwas Glück vielleicht sogar Freunde.

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💬 Der Jersey Devil merkt sich, was du gesagt hast

Gespräche spielen dabei eine größere Rolle. Figuren reagieren auf unterschiedliche Antworten und sollen sich sogar Vorlieben, Abneigungen und frühere Aussagen des Spielers merken.

Das eröffnet interessante Möglichkeiten, weil We Don’t Exist ausdrücklich als stark erzählerisches Abenteuer angelegt ist. Beziehungen zu den Bewohnern der Parallelwelt können sich entwickeln, während Entscheidungen bestimmen, wie einzelne Gespräche verlaufen.

Die Charaktere sind zudem vollständig vertont und handgezeichnet. Gerade bei einer Welt voller seltsamer Wesen könnte daraus deutlich mehr Persönlichkeit entstehen als bei der üblichen Kryptidenrolle als verschwommenes Etwas am Bildrand.

🎨 Handgezeichnete Monster treffen auf Unreal Engine 5

Optisch fährt das Spiel einen auffälligen Mischstil. Die Figuren entstehen als handgezeichnete 2D-Charaktere, bewegen sich aber innerhalb dreidimensionaler Umgebungen, die mit Unreal Engine 5 gebaut werden.

Dadurch entsteht ein 2,5D-Look, der hervorragend zum Thema passt. Die Kryptiden wirken wie Gestalten aus Illustrationen und alten Legenden, während ihre Umgebung räumlich und erkundbar bleibt.

Der erste Trailer zeigt bereits Wälder, Siedlungen und Innenräume, die deutlich mehr nach einer tatsächlich bewohnten Welt aussehen als nach einer Aneinanderreihung paranormaler Fundorte.

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🛸 Natürlich fehlen die UFOs nicht

Versiris beschränkt sich außerdem nicht auf Bigfoot und seine prominenten Kollegen. Die Welt basiert generell auf Kryptiden, UFO-Geschichten und paranormalen Legenden, wodurch das Spiel weit über eine einzelne Monsterkategorie hinausgehen kann.

Während der Erkundung lassen sich Informationen über unbekannte Kreaturen sammeln. Bewohner bieten Nebenaufgaben an, Gegenstände und Kuriositäten können entdeckt werden, und Handel funktioniert teilweise sogar über Gefallen, Informationen und Geheimnisse. Das klingt angenehm nach einer Welt, in der Neugier tatsächlich belohnt werden soll.

🗺️ Auch abseits der Hauptgeschichte gibt es etwas zu finden

Die verschiedenen Regionen können frei erkundet werden, sobald sie im Verlauf der Geschichte zugänglich sind. Dort warten Nebenhandlungen und Bewohner, die mit der großen Verschwörung zunächst vielleicht gar nichts zu tun haben.

Gerade das könnte für ein Kryptidenspiel wichtig sein. Wenn jede Begegnung nur darauf hinausläuft, das nächste berühmte Monster abzuhaken, wäre der Reiz schnell verschwunden. We Don’t Exist möchte stattdessen vermitteln, dass diese Wesen eine eigene Gesellschaft besitzen. Man sucht also irgendwann nicht mehr nach Kryptiden. Man besucht sie.

👩‍💻 Eine Entwicklerin baut die ganze Parallelwelt

Bemerkenswert ist auch die Entstehungsgeschichte. Tanya Kozak entwickelt We Don’t Exist allein unter ihrem Künstlernamen Versiris und übernimmt Grafik, Animation, Programmierung und Design.

Ganz neu in der Spieleentwicklung ist sie allerdings nicht. Zuvor arbeitete sie im Art-Team von Guacamelee! und Guacamelee! 2. Die ersten Ideen für We Don’t Exist entstanden bereits 2022 aus ihrer eigenen Faszination für seltsame Kreaturen und Folklore. Seit 2026 arbeitet sie in Vollzeit an dem Projekt.

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💻 Bislang ausschließlich für PC

We Don’t Exist ist derzeit für PC über Steam angekündigt. Einen Veröffentlichungstermin nennt Versiris noch nicht, auch weitere Plattformen sind bislang nicht bestätigt.

Der erste Trailer dient deshalb tatsächlich als richtige Vorstellung des Projekts und nicht bereits als Startschuss für eine unmittelbar bevorstehende Veröffentlichung. Das ist in diesem Fall vollkommen in Ordnung. Eine Parallelwelt voller Kryptiden darf sich ruhig etwas Zeit nehmen.

👣 Vielleicht verstecken sich die Monster aus gutem Grund

We Don’t Exist hat vor allem deshalb Charme, weil es eine bekannte Idee anders herum erzählt. Normalerweise suchen Menschen nach Bigfoot, Mothman und anderen Wesen, um endlich zu beweisen, dass sie existieren.

Hier erfahren wir ziemlich schnell, dass sie existieren. Die interessantere Frage lautet anschließend, warum sie sich überhaupt vor unserer Welt verstecken – und was passieren muss, damit sie unsere Hilfe brauchen.

Plötzlich wirkt der Titel We Don’t Exist fast weniger wie eine Behauptung. Mehr wie eine Abmachung.

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