Wartales lässt die Söldner tiefer ins Verbrechen rutschen: Großes Community Update 7 ist da
🧐 Im Fantasykosmos suchen

Die Unterwelt eröffnet eine Zweigstelle
📰 Was ist los?
Shiro Games hat Community Update 7 für Wartales veröffentlicht. Das kostenlose PC-Update bringt den neuen Unterschlupf für kriminelle Trupps, ein stark erweitertes Gefangenensystem, persönliche Quests, sechs Kampfkarten und zahlreiche Kampf- sowie Komfortverbesserungen.
🐛 Was denken wir?
Das ist überraschend viel Inhalt für ein Community Update. Gerade der eigene Unterschlupf und die neuen Folgen von Gefangenenfluchten passen hervorragend zu einem Spiel, dessen Söldner ohnehin selten wegen ihrer vorbildlichen Lebensführung berühmt werden.
Wer in Wartales bislang der Ansicht war, sein Söldnertrupp bewege sich moralisch noch etwas zu sicher innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, bekommt heute zusätzliche Möglichkeiten zur Kurskorrektur. Shiro Games hat das große Community Update 7 veröffentlicht und erweitert damit vor allem die kriminelle Seite des mittelalterlichen Taktik-RPGs.

Das kostenlose Update ist ab sofort für die PC-Version verfügbar und bringt einen neuen Treffpunkt für Gesetzlose, eine umfangreiche Überarbeitung der Gefangenen, persönliche Aufträge für Mitglieder des eigenen Trupps sowie neue Kampfgebiete und weitere Komfortverbesserungen.
Die offene Beta, die seit Anfang August lief, ist damit beendet. Jetzt dürfen alle Söldner ausprobieren, wie viel Organisation eigentlich nötig ist, wenn man gleichzeitig Kopfgeldjäger, Gefängniswärter und gelegentlich selbst das Problem ist.
🗝️ Ein Unterschlupf für Leute mit flexibler Moral
Den auffälligsten Neuzugang bildet Der Unterschlupf, ein neuer Ort für kriminelle Aktivitäten. Zugang bekommt ein Trupp, sobald genügend Verdacht angesammelt wurde und die Unterwelt offenbar zu dem Schluss kommt, dass man vertrauenswürdig genug für ausgesprochen zweifelhafte Geschäfte ist.
Im Inneren lassen sich gestohlene Gegenstände verkaufen, spezielle Waffen und Rüstungen erwerben und Aufträge annehmen, die ehrbarere Söldner wahrscheinlich höflich ablehnen würden. Außerdem kann der Verdachtswert des eigenen Trupps reduziert werden.
Dazu gibt es einen eigenen Auftragsvermittler, einen Schwarzmarkthändler, einen Spezialisten für Verdachtsabbau, einen Tavernenwirt und einen Türhüter. Auch Rast ist möglich.
Damit bekommt kriminelles Spiel erstmals einen eigenen festen Anlaufpunkt. Früher war Gesetzlosigkeit eher etwas, das unterwegs passierte. Jetzt besitzt sie offenbar Geschäftszeiten.
🎬 Das Community Update 7 in Bewegung
Der Trailer zeigt die neuen Inhalte von Wartales direkt im Spiel: den Unterschlupf für kriminelle Trupps, überarbeitete Gefangenenmechaniken, neue Kampfsituationen und weitere Änderungen rund um den Söldneralltag. Gerade dadurch wird deutlich, dass das Update weit über ein paar Komfortkorrekturen hinausgeht und mehrere Systeme gleichzeitig erweitert.
⛓️ Gefangene bekommen plötzlich Persönlichkeit
Noch umfangreicher fällt die Überarbeitung des Gefangenensystems aus. Gefangene verfügen künftig über eigene Bedürfnisse, die übersichtlicher dargestellt werden und direkten Einfluss auf ihr Vertrauen haben.
Wer einen Gefangenen dauerhaft in den eigenen Trupp integriert, erhält außerdem Zugriff auf einen eigenen Fertigkeitsbaum. Dadurch behalten ehemalige Gefangene besondere Fähigkeiten und Eigenschaften, die sich aus ihrer Vergangenheit ergeben.
Spannender werden auch Fluchtversuche. Entkommene Gefangene können später mit Verstärkung zurückkehren und den Trupp überfallen, während einer Rast angreifen oder erneut hinter Gittern landen. Unter bestimmten Umständen können sie sogar wieder auftauchen und um eine zweite Chance bitten.
Damit entwickelt sich aus einer bislang eher funktionalen Mechanik plötzlich ein kleines Geschichten-System. Ein Gefangener ist jetzt potenziell Beute, Problem, zukünftiger Söldner oder sehr nachtragender Bekannter.
⚔️ Sechs neue Kampfkarten und mehr Tempo im Gefecht
Auch abseits von Diebstahl und Kerkerarbeit legt Shiro Games nach. Das Update bringt sechs neue Kampfkarten, verteilt über verschiedene Regionen, und einen neuen Kopfgeldtyp, bei dem Ziele gefangen und anschließend ins Gefängnis gebracht werden müssen.
Hinzu kommen Verbesserungen am Kampfablauf. Runden können schneller beendet beziehungsweise übersprungen werden, die KI-Berechnung wurde angepasst, Bewegungsabläufe beschleunigt und Kamerafahrten geglättet.
Neue Benutzeroberflächen sollen außerdem Informationen zu Charakterwerten, Ausrüstung, Beziehungen und besonderen Einheiten übersichtlicher darstellen. Nach Kämpfen gibt es einen neuen Bericht, während Gruppenboni und passive Effekte nun in einem eigenen Bereich zusammengefasst werden.
Auch die Nahrungsverteilung zwischen Söldnern, Gefangenen und Vorräten wird klarer aufgeschlüsselt. Offenbar ist selbst in einer brutalen Söldnertruppe irgendwann jemand auf die Idee gekommen, dass Tabellen durchaus Leben retten können.
📜 Kleine Geschichten für einzelne Söldner
Eine weitere Neuerung sind persönliche Quests. Unter bestimmten Umständen können Mitglieder des eigenen Trupps eigene Wünsche oder Aufgaben äußern.
Wer sie erfüllt, erhält Belohnungen. Scheitern diese kleinen persönlichen Anliegen, folgen begrenzte Konsequenzen.
Gerade für Wartales passt das hervorragend. Das Spiel lebt ohnehin davon, dass aus einer zunächst austauschbaren Gruppe von Söldnern allmählich Figuren mit Geschichte werden. Persönliche Aufgaben können diese Bindung vertiefen, ohne gleich einen großen Storybogen daraus machen zu müssen.
Zusammen mit den überarbeiteten Gefangenen entsteht damit ein Update, das stärker auf individuelle Geschichten innerhalb der Truppe zielt.
🛡️ Kostenloses Update mit erstaunlich viel Substanz
Community Update 7 ist vollständig kostenlos und erweitert Wartales gleichzeitig an mehreren Stellen. Der kriminelle Spielstil erhält einen eigenen Treffpunkt, Gefangene entwickeln sich zu komplexeren Figuren, Kämpfe werden technisch geglättet und persönliche Quests bringen zusätzliche kleine Geschichten in den Söldneralltag.
Dazu kommt eine lange Liste an Fehlerkorrekturen, darunter Abstürze, Questblockaden, Probleme mit Werwölfen, Belagerungen und verschiedenen Regionen.
Der entscheidende Punkt bleibt jedoch die größere Freiheit im Umgang mit dem eigenen Trupp. Wer bisher schon Schwierigkeiten hatte, zwischen Söldnerbetrieb und organisierter Kriminalität eine klare Grenze zu ziehen, bekommt heute offenbar bessere Werkzeuge, um diese Grenze vollständig verschwinden zu lassen.





