Firestar erwacht: Warrior Cats zeigt erste Serienbilder und bestätigt Disney für 2028

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Firestar verlässt das Papier

📰 Was ist los?
Von der kommenden Warrior Cats-Animationsserie wurden erstmals bewegte Arbeitsaufnahmen sowie ein 3D-Modell von Rusty gezeigt. Neue offizielle Konzeptbilder geben zusätzlich einen Eindruck von Wäldern und Figuren. Die fertige Serie soll 2028 bei Disney+ und Disney Channel erscheinen.

🐛 Was denken wir?
Hier wird es langsam ernst. Bei einer Marke dieser Größe reichen Produktionsnamen und Vertragsmeldungen irgendwann nicht mehr – man möchte sehen, ob der Wald nach Warrior Cats aussieht. Die neuen Bilder sind noch ausdrücklich unfertig, treffen aber bereits eine erstaunlich atmosphärische Mischung aus Natur, Mythos und Abenteuer. Jetzt kommt der gefährliche Teil: Eine Fangemeinde zufriedenstellen, die Firestar seit zwanzig Jahren längst selbst im Kopf animiert hat.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🔥 Firestar erwacht: Warrior Cats zeigt erste Serienbilder und bestätigt Disney für 2028

Mehr als zwanzig Jahre lang haben Fans Warrior Cats selbst zum Leben erweckt. Sie zeichneten, animierten, vertonten und diskutierten ihre Katzenclans mit einer Ausdauer, bei der so manches große Medienfranchise längst erschöpft unter einem Kratzbaum gelegen hätte. Jetzt lässt sich erstmals erahnen, wie die offizielle Animationsserie tatsächlich aussehen könnte.

Ein orangefarbener Kater steht allein auf moosigem Waldboden in einer riesigen hohlen Baumstruktur, durch deren Öffnungen helle Sonnenstrahlen fallen.
Der Wald nimmt Gestalt an: Neue Entwicklungsbilder geben erstmals einen konkreteren Eindruck davon, wie die Welt von Warrior Cats in der kommenden Animationsserie aussehen könnte.
© Tencent Video / Original Force / El Guiri Studios / Coolabi

Bei einer Präsentation von Tencent Video wurden erste bewegte Arbeitsaufnahmen der Produktion gezeigt. Dazu präsentierte Regisseur Rodrigo Blaas ein dreidimensionales Modell von Rusty, jenem orangefarbenen Hauskater, dessen Ausflug in den Wald bekanntlich etwas eskaliert und schließlich aus ihm Firestar macht.

🐾 Aus Rusty wird langsam Firestar

Die bisher veröffentlichten Bilder zeigen keine fertigen Szenen der 2028 geplanten Serie. Die offizielle Warrior Cats-Seite bezeichnet das Material ausdrücklich als explorativ. Zu sehen sind unterschiedliche Annäherungen an Wälder, Lichtstimmungen, Katzen und Bewegungen – von leuchtenden Waldhöhlen bis zu offenen Landschaften und dynamischen Begegnungen zwischen mehreren Tieren.

Schon das zuvor veröffentlichte offizielle Concept Art hatte erstmals einen Blick auf Firestar ermöglicht. Produziert wird die Animation bei Original Force im Auftrag von Tencent Video, gemeinsam mit dem spanischen El Guiri Studios.

Die größte Herausforderung dürfte dabei ausgerechnet etwas sein, das Fans seit Jahrzehnten scheinbar mühelos erledigen: Katzen so zu inszenieren, dass aus einem Wald voller Vierbeiner eine epische Fantasygeschichte mit Religion, Krieg, Prophezeiungen, Verrat und erstaunlich komplizierten Familienverhältnissen wird.

Immerhin kennt sich das Internet mit Katzenbildern aus. Der Erwartungsdruck ist also erfreulich gering.

Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

🌲 Die erste Buchreihe wird zur ersten Staffel

Inhaltlich soll sich die Serie zunächst an Warrior Cats: The Prophecies Begin orientieren, dem ersten großen Handlungsbogen der Buchreihe. Damit beginnt auch die TV-Geschichte bei Rusty, einem Hauskater, der sein vertrautes Zuhause verlässt und sich den wilden Katzen des ThunderClan anschließt.

Für alte Leser ist damit zugleich klar, welcher Stoff auf die Serie wartet. Aus Rusty wird Firepaw, aus Firepaw irgendwann Fireheart – und wer die Bücher kennt, weiß, dass dieser Wald recht schnell beweist, wie irreführend die Vorstellung von einer niedlichen Katzenserie sein kann.

Clanpolitik, territoriale Kämpfe, StarClan, Prophezeiungen und einige ziemlich unangenehme Katzenpersönlichkeiten gehörten schließlich schon 2003 zum Grundinventar.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎬 A.C. Bradley und Rodrigo Blaas übernehmen den Wald

Die kreative Führung ist bemerkenswert prominent besetzt. A.C. Bradley arbeitet als Showrunner an der Adaption. Sie war unter anderem Head Writer von Marvels What If…? und arbeitete an Ms. Marvel sowie Trollhunters: Tales of Arcadia.

Rodrigo Blaas führt Regie. Der Emmy-Preisträger arbeitete zuvor unter anderem an Finding Nemo, The Incredibles, Ratatouille und WALL-E und inszenierte später Star Wars: Visions – Sith. Sein El Guiri Studios ist ebenfalls an Warrior Cats beteiligt.

Dass Blaas das erste gezeigte 3D-Modell von Rusty selbst gebaut hat, ist dabei ein hübsches Detail. Der Regisseur scheint die Hauptfigur also zumindest nicht erst in der finalen Abnahme kennenlernen zu wollen.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.

🏰 Disney übernimmt den internationalen Katzenverkehr

Die zweite große Bestätigung betrifft den Vertrieb. Warrior Cats soll 2028 auf Disney+ und Disney Channel erscheinen. Disney Kids & Family hat die internationale Auswertung übernommen; Tencent Video ist als ursprünglicher Produktionspartner weiterhin beteiligt.

Für die Marke ist das eine Hausnummer. Disney beziffert die bisherigen Verkäufe der Bücher auf mehr als 90 Millionen Exemplare, verteilt auf 38 Sprachen. Die offizielle Webseite verzeichnete zuletzt mehr als zwei Millionen Nutzer im Jahr, und allein Faninhalte auf YouTube kommen laut Disney auf rund 50 Millionen Aufrufe pro Monat.

Gerade deshalb sind die jetzigen Bilder interessanter als gewöhnliches Vorproduktionsmaterial. Warrior Cats besitzt bereits eine gigantische visuelle Fantradition. Rodrigo Blaas hat bei der Präsentation selbst darauf hingewiesen, dass Fans die Bücher seit Jahrzehnten eigenständig animieren und die offizielle Produktion sehr genau weiß, auf welchem kulturellen Fundament sie arbeitet.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🔥 2028 ist noch weit – Firestar immerhin schon sichtbar

Bis zur fertigen Serie bleiben rund zwei Jahre. Figurenmodelle, Farben, Landschaften und Animation können sich bis dahin noch erheblich verändern. Die jetzt gezeigten Bilder liefern deshalb keinen endgültigen Stiltest.

Sie liefern allerdings erstmals etwas, worauf Fans seit der Ankündigung 2024 gewartet haben: Die Adaption existiert inzwischen sichtbar als Produktion und nicht mehr nur als Vertrag zwischen mehreren Firmen. Original Force arbeitet daran, Bradley und Blaas führen das Projekt, Disney hat die internationalen Ausspielwege übernommen und Firestar nimmt langsam Gestalt an.

Nach mehr als 90 Millionen verkauften Büchern darf der orange Kater damit endlich das machen, was Katzen ohnehin für ihr naturgegebenes Recht halten:

Er übernimmt den Fernseher.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.