Jahrelang an der Wand entlang, jetzt wartet ein Leviathan: Wall World 3 bringt die Trilogie zu Ende
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Die Wand schuldet uns endlich Antworten
📰 Was ist los?
Alawar hat Wall World 3 für PC angekündigt. Der dritte Teil beendet die Roguelite-Trilogie, bringt die nahtlose offene Welt zurück und ergänzt unter anderem neue Waffen, Höhlenscanner und Tag-Nacht-Wechsel. Am Ende wartet ein Leviathan.
🐛 Was denken wir?
Das Entscheidende ist diesmal weniger irgendein neues Gadget als das Versprechen, die großen Rätsel tatsächlich aufzulösen. Nach zwei Spielen voller mysteriöser Wandarchäologie wäre ein Finale ohne Antworten inzwischen auch schwer zu erklären.
Es gibt Spielwelten mit Grenzen. Wall World hat stattdessen eine Wand, die scheinbar überhaupt nicht aufhört. Zwei Spiele lang durfte man daran herumklettern, Löcher hineinbohren, Monster erschießen und sich irgendwann fragen, welcher Architekt für dieses Bauprojekt eigentlich die Genehmigung bekommen hat.

Mit Wall World 3 will Alawar nun Antworten liefern. Der heute angekündigte dritte Teil erscheint für PC und bildet ausdrücklich das Finale der Trilogie. Die zentrale Reise führt erneut über die endlose Wand, aber diesmal soll tatsächlich geklärt werden, wer sie erschaffen hat, was sie eigentlich ist und was hinter diesem monumentalen Stück kosmischer Architektur wartet.
Natürlich wird vorher weiterhin gebohrt, gesammelt und geschossen. Der Robospider kehrt zurück, Ressourcen müssen aus Höhlen geholt und Verteidigungsanlagen aufgebaut werden. Nur hängt diesmal über allem das Gefühl, dass die Reihe endlich vorhat, ihre eigenen Geheimnisse nicht noch drei Spiele lang mit bedeutungsschwangeren Höhlenzeichnungen zu füttern.
🧱 Eine offene Welt ohne Missionsschubladen
Einer der wichtigsten Punkte betrifft die Struktur. Wall World 3 kehrt zu einer nahtlosen offenen Welt zurück und verzichtet laut Alawar auf Missionsabschnitte, gesperrte Stages und Ladebildschirme. Spieler können ihre Route selbst wählen, bereits erkundete Gebiete erneut besuchen und die Wand ohne künstliche Unterbrechungen bereisen.
Das klingt zunächst nach einer technischen Randnotiz, ist für die Reihe aber ziemlich zentral. Der erste Teil lebte stark von dem Gefühl, an einem gewaltigen zusammenhängenden Gebilde unterwegs zu sein. Die Wand war weniger Levelauswahl als eigener Ort. Wall World 3 will genau dieses Gefühl wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Dazu passt der neue dynamische Tag-Nacht-Wechsel. Während der Reise verändert sich die Beleuchtung kontinuierlich, ohne dass das Spiel dafür seine Welt in kleine Abschnitte zerlegt. Die Wand bleibt also endlos. Sie sieht nachts nur noch etwas stärker danach aus, als hätte man hier besser überhaupt nicht angehalten.
🎬 Wall World 3 zeigt den Anfang vom Ende
Der offizielle Announce Teaser zu Wall World 3 stimmt auf die letzte Reise entlang der endlosen Wand ein und zeigt den Robospider, neue Gefahren und erste Hinweise auf das Finale der Trilogie.
⛏️ Erst scannen, dann tief genug bohren
Neu ist außerdem der Cave Scanner. Bevor eine Höhle ausgegraben wird, lässt sich prüfen, was ungefähr darin wartet. Manche Lagerstätten eignen sich vor allem für relativ friedlichen Ressourcenabbau, andere enthalten Gegner und wertvollere Relikte. Spieler können damit stärker entscheiden, ob sie sicher sammeln oder bewusst ein größeres Risiko eingehen wollen.
Das klingt nach einer kleinen Ergänzung, verändert aber potenziell den Roguelite-Kreislauf. Bislang gehörte die Unsicherheit darüber, was hinter der nächsten Gesteinsschicht wartet, zum Kern der Erkundung. Der Scanner macht daraus nun stärker eine Risikoabwägung: Ressourcen oder Relikt, Sicherheit oder möglicher Totalschaden am Robospider.
Neue Waffen kommen ebenfalls hinzu, während bekannte Systeme und Ausrüstung aus den Vorgängern zurückkehren. Unterschiedliche Kombinationen sollen erneut verschiedene Spielstile ermöglichen. Das Grundprinzip bleibt damit vertraut: Der Spieler verbessert Ausrüstung und mobile Basis so lange, bis die nächste Kreatur beweist, dass sämtliche Investitionen lediglich eine Zwischenlösung waren.
🕷️ Der Robospider bekommt seinen letzten großen Ausflug
Der Robospider bleibt das Herzstück der Reise. Er dient weiterhin als mobile Basis, Verteidigungsplattform und jener erstaunlich sympathische mechanische Begleiter, auf dem man sich durch eine Welt bewegt, die eindeutig nicht für zweibeinige Besucher geplant wurde.
Erkundung und Ressourcenabbau wechseln erneut mit Angriffswellen, gegen die der Spider verteidigt werden muss. Tower-Defense-Elemente und direkte Action greifen damit wieder ineinander. Neu scheint vor allem die stärkere Freiheit innerhalb der zusammenhängenden Welt zu sein.
Gerade für das Finale ist das sinnvoll. Wenn Wall World 3 tatsächlich die großen Geheimnisse der Reihe auflösen will, sollte sich die Reise dorthin möglichst wie eine tatsächliche Expedition anfühlen und weniger wie eine Liste von Mission 17 bis Mission 31. Am Ende einer endlosen Wand wäre ein Questmarker schließlich auch ein wenig enttäuschend.
🐋 Und dann wartet der Leviathan
Der größte Unterschied steckt allerdings im Ziel der Reise. Alawar kündigt ausdrücklich einen Leviathan als finale Herausforderung an. Der Spieler soll sich der größten Bedrohung der Reihe stellen und dabei alles einsetzen, was während der Trilogie gelernt, gebaut und verbessert wurde.
Was genau dieses Wesen ist und wie eng es mit dem Ursprung der Wand zusammenhängt, bleibt offen. Genau hier setzt die Geschichte an: Wall World 3 soll beantworten, wer die Wand erschaffen hat, was ihre wahre Natur ist und was hinter der scheinbar endlosen Reise steckt.
Ein Termin fehlt bislang, angekündigt ist zunächst nur die PC-Version über Steam. Weitere Plattformen wurden heute nicht bestätigt. Nach zwei Spielen voller Bohren, Kämpfen und kosmischer Fragezeichen kommt die Reihe damit tatsächlich an ihrem Endpunkt an. Was natürlich bei einer endlosen Wand eine ziemlich optimistische Behauptung ist.

