Voidwood: Im Fantasywald kann jedes Wort tödlich sein

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Wald hat das Mikro offen

📰 Was ist los?
Voidwood ist ein neuer Koop-Fantasy-Horror für ein bis vier Spieler. Tagsüber wird gesammelt und vorbereitet, nachts jagt The Beast – und lautes Sprechen im Proximity-Chat kann Gegner direkt zur Gruppe führen. Der PC-Release ist für 2027 geplant.

🐛 Was denken wir?
Oh ja … der Wald, die Kinder und das Nachtmonster sind solide Horrorbausteine. Spannend wird das Ding durch die Stimme: Wenn Kommunikation gleichzeitig Rettungsleine und Risiko ist, kann aus einem normalen Koop-Abend sehr schnell eine überraschend persönliche Schuldfrage werden.

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🤫 Voidwood: Im Fantasywald kann jedes Wort tödlich sein

In Koop-Spielen ist Reden normalerweise eine ziemlich vernünftige Idee. Man warnt vor Gegnern, ruft nach Hilfe oder informiert die Gruppe darüber, dass man endlich den verdammten Schlüssel gefunden hat. In Voidwood kann genau dieser Satz dafür sorgen, dass kurz darauf etwas sehr Großes durch den Wald auf euch zukommt.

Ein gezeichneter Junge rennt mit geschlossenen Augen durch einen dunklen Wald, während violett leuchtende Pflanzen und Partikel den Weg hinter ihm erhellen.
In Voidwood ist Flucht nur die halbe Aufgabe: Wer dabei zu laut mit seinen Mitspielern redet, verrät dem Wald gleich noch, wo er suchen muss. © Santa Barbara Games

Das neu gegründete Santa Barbara Games hat sein erstes Spiel angekündigt: einen Fantasy-Survival-Horror für ein bis vier Spieler, in dem der Voice-Chat selbst zur Überlebensmechanik wird. Voidwood soll 2027 für PC erscheinen.

🌲 Tagsüber sieht der Wald fast noch freundlich aus

Die Spieler übernehmen Kinder, die tief in einem verfluchten Wald festsitzen. Solange Tageslicht vorhanden ist, dürfen sie dessen beinahe einladende Seite kennenlernen: Vorräte suchen, Werkzeuge herstellen, tiefer ins Gelände vordringen und entscheiden, wie viel Risiko sich für zusätzliche Beute lohnt.

Denn jeder Umweg kostet Zeit. Irgendwann verschwindet das Licht. Und mit ihm verschwindet weitgehend auch die Behauptung, man befinde sich hier auf einem entspannten Waldspaziergang.

Das Studio spielt bewusst mit diesem Gegensatz. Warme Farben, offene Wege und eine stilisierte Umgebung sollen tagsüber Sicherheit vermitteln. Nachts verändert sich dieselbe Umgebung zum Jagdgebiet. Auch Schritte, Stimmen und entfernte Geräusche werden räumlich übertragen.

Der Wald wirkt also zunächst mal freundlich. Dabei sammelt er lediglich erste Informationen.

🎬 Sprich leise – der Wald hört zu

Der erste Trailer zu Voidwood zeigt, wie aus einem farbenfrohen Wald bei Nacht ein Jagdgebiet wird – und warum der Voice-Chat plötzlich Teil des Problems ist.

👂 Das Mikrofon gehört plötzlich zur Gegner-KI

Die interessanteste Idee von Voidwood steckt im Proximity-Voice-Chat. Wer neben einem Mitspieler steht, kann flüstern, Warnungen weitergeben oder einen Plan besprechen. Wer dagegen laut ruft, erzeugt ein Problem: Der Wald hört ebenfalls zu. Geräusche können Kreaturen anziehen und im schlimmsten Moment die Jagd direkt zur Gruppe führen.

Damit wird Kommunikation zu einer echten Risikoabwägung. Hat ein Freund etwas Wichtiges gefunden, muss er es den anderen irgendwie mitteilen. Wird jemand verfolgt, wäre ein Warnruf hilfreich. Verlieren sich zwei Spieler zwischen den Bäumen, möchte man vermutlich wissen, wo die anderen geblieben sind.

All das funktioniert hervorragend. Bis etwas mithört.

Santa Barbara Games beschreibt genau diesen Widerspruch als Herzstück des Spiels: Die eigene Stimme hält die Gruppe zusammen und kann sie gleichzeitig verraten. Für Multiplayer-Spieler, die jeden Fund traditionell in maximaler Lautstärke kommentieren, könnte das eine gewisse Umgewöhnung bedeuten.

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🐾 Nachts kommt The Beast – kämpfen hilft erst einmal nicht

Mit Einbruch der Dunkelheit ruft der Wald The Beast. Das Wesen ist als Apex Predator angelegt und folgt Geräuschen direkt zu ihren Verursachern. Nach aktuellem Stand lässt es sich nicht einfach im klassischen Survival-Stil niederkämpfen. Spieler sollen sich verstecken, fliehen und gemeinsam einen Weg aus der Situation finden. Zusätzlich streifen weitere verdrehte Kreaturen durch die Dunkelheit.

Damit vermeidet Voidwood zumindest auf dem Papier eine der üblichen Horrorfallen: Aus dem furchteinflößenden Monster wird nicht nach drei Stunden ein Gegner, dessen Lebensbalken man routiniert mit einer optimierten Axt herunterarbeitet.

The Beast soll etwas bleiben, vor dem man Respekt hat. Oder Abstand.

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🔥 Jeder überlebte Ausflug macht das Lager stärker

Ganz von vorn beginnt die Gruppe nach einer erfolgreichen Flucht allerdings nicht. Was aus dem Wald gerettet wird, fließt in das gemeinsame Lager zurück. Dort lassen sich neue Werkzeuge und Strategien freischalten, bevor der nächste Ausflug beginnt. Der Wald selbst soll sich dabei verändern, sodass nicht jede Nacht identisch abläuft.

Dazu kommt ein größerer Mystery-Faden. Die aktuellen Spieler sind offenbar längst nicht die ersten Kinder, die der Wald verschluckt hat. Während der Erkundung sollen Hinweise darauf auftauchen, was mit früheren Gruppen passiert ist – und warum niemand vor ihnen einen endgültigen Weg hinaus gefunden hat.

Der Fortschritt besteht damit aus zwei Dingen: bessere Überlebenschancen und langsam mehr Wissen darüber, warum man überhaupt dringend Überlebenschancen benötigt.

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🎮 PAX West lässt die ersten Gruppen in den Wald

Bis zur Veröffentlichung dauert es noch. Voidwood soll 2027 auf Steam erscheinen; einen konkreteren Termin nennt Santa Barbara Games bislang nicht. Schon deutlich früher darf ausprobiert werden, ob die Mikrofonidee tatsächlich funktioniert. Auf der PAX West in Seattle vom 4. bis 7. September 2026 zeigt das Studio eine frühe spielbare Fassung. Laut offizieller Ankündigung ist das die erste Gelegenheit für die Öffentlichkeit, selbst in den Wald zu gehen.

Interessant ist dabei auch, wer dahintersteckt. Santa Barbara Games bezeichnet sich selbst als kleines Indie-Team mit Erfahrung bei EA, Riot, Bethesda, Unity und Amazon. Voidwood ist das erste eigene Spiel und wird ohne externen Publisher selbst auf Steam veröffentlicht.

Ein großer Name steht also noch nicht auf der Verpackung. Die Spielidee braucht ihn bislang auch nicht.

Denn wenn Voidwood sein Versprechen einlöst, reicht irgendwann ein einziger Freund im Voice-Chat, der in Panik zu laut fragt, wo eigentlich alle geblieben sind.

In anderen Koop-Spielen ist der lauteste Mitspieler anstrengend. Hier könnte er zur funktionierenden Bossmechanik werden.

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