Machtlos unter Hexen – bis die Tochter des Todes im Weg steht: Veiled Enchantments wird neue Hachette-Duologie

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Ein schlechter Tag, um machtlos zu sein

📰 Was ist los?
Hachettes YA-Imprint Tempest hat die Weltrechte an zwei Fantasyromanen von Debütautorin Letty Sharpe gekauft. Veiled Enchantments startet 2028 mit einer Schülerin, die an einer mächtigen Magieakademie selbst kaum Magie besitzt und deshalb nach einer verbotenen Halskette greift.

🐛 Was denken wir?
Die Magieschule allein würde heute niemanden mehr vom Stuhl reißen. Spannend wird es durch das Machtgefälle, Blakes Außenseiterposition und eine Rivalin, die ausgerechnet als Tochter des Todes daherkommt. Das gibt dem Stoff genug eigenes Gift.

An einer Magieschule ohne nennenswerte eigene Magie zu landen, ist schon ein ziemlich schlechter Ausgangspunkt. Wenn dort Macht gleichzeitig über Status, Zugehörigkeit und Zukunft entscheidet, wird daraus schnell mehr als nur ein unangenehmer Stundenplan.

Junge Schülerin in einer düsteren Magieakademie vor einer leuchtenden Glasvitrine mit einem mächtigen Amulett, während eine unheimlich elegante Rivalin hinter ihr steht und andere Schüler im Hintergrund Magie wirken.
Machtlos an einer Schule voller Magie: In Veiled Enchantments wird eine verbotene Halskette für Blake zum möglichen Ausweg – und ihre Rivalin zum nächsten Problem.
© Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachbearbeitet

Tempest, das YA-Imprint der Hachette Children’s Group, hat sich die Weltrechte an zwei Fantasyromanen der britischen Debütautorin Letty Sharpe gesichert. Den Auftakt macht Veiled Enchantments am 24. Februar 2028. Im Zentrum steht Blake Delacroix, die an der Holtsworth Academy zwischen mächtigen Hexen lebt, selbst aber kaum über Magie verfügt und damit von Anfang an in einer Welt landet, die sie ständig an ihre eigene Begrenzung erinnert.

🕯️ Wer keine Macht besitzt, beginnt irgendwann nach ihr zu suchen

Blake gehört innerhalb der Akademie klar zu den Außenseitern. Während andere Schülerinnen selbstverständlich mit mächtigen magischen Begabungen leben, bleibt sie weitgehend außen vor und muss zusehen, wie Status und Einfluss an etwas gebunden sind, das ihr fehlt. Frühere Pitch-Unterlagen beschreiben Holtsworth als Ausbildungsort für sogenannte Divine Witches, während Blake lediglich als Hedge Witch gilt.

Der eigentliche Konflikt beginnt mit dem jährlichen Besuch des Grandwitch. Blake erfährt von einer geheim gehaltenen Halskette, in der gewaltige Magie verborgen liegt, und sieht darin plötzlich einen Ausweg aus ihrer bisherigen Machtlosigkeit. Das Artefakt ist für sie deshalb viel mehr als ein hübsches magisches Schmuckstück: Es verspricht Anerkennung, Aufstieg und endlich die Möglichkeit, jene Grenzen zu überschreiten, an denen sie bislang immer wieder hängen geblieben ist.

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💀 Maeve macht aus der Suche ein persönliches Problem

Natürlich verschwindet die Halskette, bevor Blake sie einfach an sich bringen kann. Der Verdacht fällt auf Maeve Moram, ihre frühere beste Freundin und inzwischen erbitterte Rivalin. Zwischen beiden steckt damit bereits genug persönlicher Sprengstoff, bevor die eigentliche magische Suche überhaupt begonnen hat.

Besonders interessant ist Maeves Hintergrund. In älterem Agenturmaterial wird sie ausdrücklich als Tochter des Todes beschrieben. Das gibt der bekannten Akademie-Konstellation sofort mehr Eigenprofil und macht aus einer üblichen Rivalin eine Figur, deren familiärer Hintergrund bereits wie ein eigenes mythologisches Problem klingt. Dass zwischen Blake und Maeve zusätzlich eine sapphische Enemies-to-Lovers-Dynamik angelegt ist, dürfte den Konflikt eher verschärfen als beruhigen.

🔮 Hinter der Halskette wartet offenbar eine ältere Ordnung

Die Suche nach dem Artefakt bleibt nicht auf Diebstahl und Rivalität beschränkt. Blake stößt dabei auf verborgene Wahrheiten über Hedge Witches und auf eine Form älterer Magie, die offenbar deutlich tiefer reicht als das, was an Holtsworth offiziell gelehrt wird.

Genau dort wird Veiled Enchantments interessanter als die nächste gewöhnliche Schulgeschichte mit Zauberkulisse. Sharpe baut den Stoff um eine klare Machtordnung herum: Wer darf Magie besitzen, wer entscheidet über ihren Wert und was passiert mit jemandem, der jahrelang gelernt hat, dass er weniger zählt, sobald sich plötzlich ein Zugang zu verbotener Macht öffnet? Die Akademie ist damit nicht nur Schauplatz, sondern Teil des eigentlichen Problems.

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🏫 Magieschule mit sozialer Sollbruchstelle

Natürlich ist die magische Akademie inzwischen eines der meistbenutzten Modelle moderner Fantasy. Entscheidend ist deshalb weniger die Kulisse als die Frage, was ein neuer Roman daraus macht. Bei Veiled Enchantments liegt der interessanteste Ansatz im Machtgefälle zwischen verschiedenen Formen von Magie und in Blakes Wunsch, dieses Gefälle notfalls mit einem gestohlenen Artefakt zu durchbrechen.

Dazu kommt die persönliche Ebene mit Maeve, in der alte Freundschaft, Rivalität, Begehren und mythologische Abstammung miteinander kollidieren. Wenn die vermeintliche Diebin gleichzeitig die Tochter des Todes ist, hat zumindest niemand behauptet, diese Schulzeit würde pädagogisch unkompliziert verlaufen.

📚 Hachette kauft direkt zwei Bücher

Der Deal umfasst nicht nur Veiled Enchantments, sondern gleich zwei Romane. Commissioning Editor Katie Levy sicherte sich die Weltrechte über Agentin Kirsten Lang von der Zeno Agency; zum zweiten Band gibt es bislang weder Titel noch Erscheinungstermin.

Für Letty Sharpe ist es das Romandebüt, ganz aus dem Nichts kommt das Projekt allerdings nicht. Das Manuskript gewann bereits 2024 den Northern Debut Award for Young Adult Fiction und wurde zuvor als Dark-Academia-Fantasy mit sapphischer Rivals-to-Lovers-Dynamik angeboten. Aus diesem Pitch ist nun ein echter Zwei-Bücher-Deal geworden – und damit genau die Art Literaturmeldung, die bei einem Fantasy-Magazin nicht unter dem Radar verschwinden sollte.

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