Napoleon hat den Krieg gewonnen – und Europa trotzdem verloren

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Napoleons Armee trifft auf Body Horror

📰 Was ist los?
Der aktuelle Gameplay-Überblick zu Valor Mortis zeigt ausführlich Kampfsystem, Waffen, Transmutationen, Progression und die miteinander verbundenen Schauplätze des First-Person-Soulslikes. Das Spiel erscheint am 13. Oktober für PC, PS5 und Xbox Series.

🐛 Was denken wir?
Das napoleonische Setting allein wäre schon ungewöhnlich, doch besonders die Mischung aus historischem Waffenarsenal, Body Horror und übernatürlichen Fähigkeiten gibt Valor Mortis ein eigenes Gesicht. Entscheidend wird sein, ob sich das präzise Kampftempo von One More Level auch über längere Soulslike-Gefechte trägt.

Valor Mortis führt in eine alternative Version der napoleonischen Kriege. Eine mysteriöse Seuche hat Europa erfasst, Soldaten getötet und zahlreiche Überlebende in groteske Kreaturen verwandelt.

Spieler zielt mit Pistole und Schwert auf einen grotesk mutierten napoleonischen Soldaten in einem düsteren Wald aus Valor Mortis.
Valor Mortis verbindet Musketen, Klingen und übernatürliche Kräfte mit groteskem Body Horror in einer alternativen napoleonischen Welt. © One More Level / Lyrical Games

Der Spieler erwacht selbst als ehemaliger Soldat von Napoleons Armee wieder zum Leben. Die Rückkehr aus dem Grab hat allerdings ihren Preis, denn auch im eigenen Körper steckt jene korrumpierende Kraft, die das Schlachtfeld längst in etwas verwandelt hat, das mit gewöhnlichem Krieg nur noch wenig zu tun hat.

Damit setzt Valor Mortis seine historische Kulisse nicht einfach als hübsche Uniformsammlung ein. Gewehre, Degen, Schlachtfelder und militärische Architektur treffen auf eine Welt, in der menschliche Körper und bekannte Naturgesetze zunehmend auseinanderbrechen.

⚔️ Soulslike-Kampf aus der Ego-Perspektive

Der neue Gameplay-Überblick zeigt ausführlicher, wie One More Level die typischen Soulslike-Grundlagen in die First-Person-Perspektive überträgt. Leichte und schwere Angriffe, Ausdauerverwaltung, Ausweichen, Parieren und unmittelbare Konter bilden das Fundament der Kämpfe.

Dabei spielt Timing eine zentrale Rolle. Wer Angriffe lediglich blockiert oder wild zuschlägt, dürfte gegen stärkere Gegner schnell Probleme bekommen; richtig gesetzte Paraden schaffen dagegen direkte Möglichkeiten für Gegenangriffe.

Das passt ziemlich gut zur Erfahrung des Studios. Schon Ghostrunner lebte davon, dass Bewegung, Reaktion und präzise Angriffe wesentlich wichtiger waren als bloß hohe Schadenswerte.

🎬 Valor Mortis – offizieller Gameplay Overview

Musketen, Paraden, Transmutationen und groteske Gegner: Der ausführliche Gameplay-Trailer zeigt, wie Valor Mortis Soulslike-Kämpfe in die napoleonische Dark Fantasy verlegt.

🔫 Musketen gehören genauso zum Arsenal wie schwere Klingen

Das Waffenarsenal von Valor Mortis verbindet historische Feuerwaffen mit Nahkampf. Neben Pistolen stehen unter anderem schwere Zweihandwaffen und Musketen zur Verfügung, die Reichweite, Geschwindigkeit und Durchschlagskraft jeweils anders gewichten.

Dadurch soll die Wahl der Waffe stärker vom Gegner abhängen. Ein langsamer, schwerer Schlag kann gegen bestimmte Kreaturen hervorragend funktionieren, während schnelle Gegner möglicherweise nach einer völlig anderen Antwort verlangen.

Gerade der Mix aus Schusswaffen und Soulslike-Nahkampf gibt Valor Mortis visuell eine eigene Identität. Schließlich sieht man selbst in diesem Genre eher selten jemanden mit einer napoleonischen Muskete auf ein missgebildetes Fantasymonster losgehen.

🔥 Transmutationen machen den eigenen Körper zur Waffe

Zusätzlich verfügt der Protagonist über sogenannte Transmutationen. Diese übernatürlichen Fähigkeiten werden über die linke Hand eingesetzt und können Gegner angreifen, schwächen oder die eigene Verteidigung verändern.

Eine Feuerfähigkeit setzt Feinde beispielsweise in Brand, während eine defensive Transmutation eingehenden Schaden aufnehmen und anschließend als Schockwelle zurückgeben kann. Andere Kräfte besitzen wiederum einen direkten Nutzen für die Bewegung durch die Welt.

Damit werden die paranormalen Fähigkeiten nicht einfach als zusätzliche Zaubersprüche auf das Kampfsystem gesetzt. Sie sollen Nahkampf, Fernkampf und Erkundung miteinander verbinden.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🪝 Neue Kräfte öffnen auch neue Wege

Besonders deutlich wird das bei der Grapple-Fähigkeit. Mit ihr lassen sich bestimmte Punkte in der Umgebung erreichen, wodurch bereits besuchte Bereiche später zusätzliche Wege und Geheimnisse offenbaren können.

Valor Mortis kombiniert seine Soulslike-Struktur deshalb mit Elementen, die stärker an Metroidvania-Welten erinnern. Die Schauplätze bestehen nicht nur aus einer Abfolge von Kampfarenen, sondern aus miteinander verbundenen Gebieten mit Abzweigungen, Abkürzungen und später erreichbaren Bereichen.

Der Gameplay-Trailer zeigt dabei Schlachtfelder, verfallene Ortschaften, unterirdische Anlagen und deutlich stärker vom Übernatürlichen veränderte Regionen. Die napoleonische Welt zerfällt also nicht nur erzählerisch, sondern zunehmend auch optisch.

🕯️ Wer stirbt, lässt seine Ressourcen zurück

Auch beim Fortschritt bleibt Valor Mortis dem Soulslike-Prinzip treu. Eine zentrale Ressource sind Catalysts, mit denen an bestimmten Ruhepunkten Werte wie Gesundheit, Ausdauer und Paradefähigkeiten verbessert werden.

Stirbt der Spieler, bleiben diese Ressourcen am Todesort zurück. Wer sie wiederhaben möchte, muss also dorthin zurückkehren, bevor der nächste Versuch ebenfalls endet.

Zusätzliche Ambers erlauben es, den eigenen Build weiter anzupassen. Dadurch sollen verschiedene Spielweisen entstehen, die stärker auf bestimmte Waffen, defensive Möglichkeiten oder die übernatürlichen Fähigkeiten setzen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

👹 Body Horror gehört fest zur Welt

Besonders auffällig bleibt das Gegnerdesign. Die Seuche von Valor Mortis produziert keine Armee sauber sortierter Fantasykreaturen, sondern entstellt Menschen und Soldaten zu deformierten Wesen, bei denen Uniform, Fleisch und übernatürliche Veränderung teilweise kaum noch auseinanderzuhalten sind.

Damit bekommt das Spiel eine starke Body-Horror-Komponente. Die bekannten Bilder napoleonischer Armeen bleiben sichtbar, werden aber körperlich so weit verzerrt, dass aus historischen Soldaten groteske Monster entstehen.

Gerade diese Mischung verhindert, dass die Epoche nur Kulisse bleibt. Die Geschichte Europas und der übernatürliche Horror scheinen visuell regelrecht miteinander zu verwachsen.

🌒 Noch wenige Tage bis zum Feldzug

Bis zum 13. Oktober ist es nicht mehr lange. Dann muss sich zeigen, ob Valor Mortis seine ungewöhnliche Mischung aus Ego-Perspektive, methodischem Soulslike-Kampf und napoleonischer Horrorfantasy über ein komplettes Spiel tragen kann.

Das neue Material macht zumindest wesentlich klarer, worauf One More Level hinauswill. Valor Mortis versucht nicht, Soulslike einfach nur in eine andere Epoche zu versetzen; Waffen, Bewegung, Transmutationen und Levelstruktur sollen tatsächlich zusammen eine eigene Spielweise ergeben.

Und falls Napoleon irgendwann wirklich davon geträumt haben sollte, ganz Europa zu erobern, dürfte diese Version der Geschichte ziemlich zuverlässig erklären, warum manche Wünsche besser unerfüllt bleiben.

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