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Boris von Eisenberg: Weltenbauer zwischen Code und Chronik

Der kreative Motor im Kreis der Chronisten
Boris von Eisenberg ist Autor, Weltenbauer und die zentrale Stimme hinter dem Fantasykosmos. Während Caelum, Atanua, Elandria, Mikey Morghul, Sear Worn und Thalakor unterschiedliche redaktionelle Rollen verkörpern, ist er der Taktgeber und hat eine besondere Geschichte, auch wenn sein Name ein Pseudonym ist.
Welten entstanden zuerst aus Code
Bevor Boris von Eisenberg Romane schrieb, arbeitete er als deutscher Spieleentwickler. Schon damals ging es um Figuren, Konflikte, Regeln, Atmosphäre und die Frage, wie aus einzelnen Ideen eine Welt entsteht, die Menschen betreten und für eine Weile bewohnen können.
Computerspiele verlangten dabei eine besondere Form des Erzählens. Eine Welt musste auf Entscheidungen reagieren. Systeme und Geschichten mussten ineinandergreifen. Orte brauchten eine Funktion, Figuren ein Gedächtnis und Abenteuer wenigstens die überzeugende Illusion, dass ihr Ausgang noch offenstand.
Diese Erfahrungen wirken bis heute nach. Boris denkt beim Schreiben häufig in Räumen, Konsequenzen und verborgenen Zusammenhängen. Eine Welt besteht für ihn aus weit mehr als Karten, Namen und historischen Zeittafeln. Sie lebt durch ihre Regeln, Widersprüche und die Menschen, die innerhalb dieser Ordnung handeln müssen.
Was früher durch Code, Grafik und Spielmechanik entstand, findet heute seine Form in Romanen, Erzählungen, Satire und redaktionellen Projekten.
Fantasy als Lebensprojekt
Für Boris von Eisenberg ist Fantasy kein vorübergehendes Interessengebiet. Sie begleitet ihn seit Jahrzehnten durch Bücher, Musik, Filme, Spiele und eigene Projekte.
Dabei interessiert ihn vor allem, weshalb erfundene Welten oft erstaunlich präzise von der Wirklichkeit erzählen. Fantasy kann Machtverhältnisse sichtbar machen, gesellschaftliche Regeln überzeichnen und menschliche Schwächen in Gestalten verwandeln, denen man auf einer gewöhnlichen Straße hoffentlich nie begegnet.
Sie kann ernst, düster und philosophisch sein. Ebenso darf sie albern, verspielt und respektlos auftreten. Zwischen epischem Weltenbau und einem miserabel organisierten Koboldministerium liegt für Boris kein Widerspruch. Beide erzählen auf ihre Weise davon, wie Menschen Ordnung schaffen, sie ruinieren und anschließend einen Ausschuss einsetzen.
Der Fantasykosmos entstand aus dieser breiten Liebe zur Phantastik. Literatur, Musik, Games, Film, Comics, Satire und eigene Welten erhalten hier denselben Raum, sofern sie etwas zu erzählen haben.
Der Mann hinter den Chronisten
Boris von Eisenberg versammelt im Fantasykosmos verschiedene Stimmen und Blickwinkel. Die illustrierten Chronisten übernehmen klar umrissene Themen, Haltungen und Tonlagen:
Caelum folgt den Wegen zwischen Geschichten und Klang.
Atanua erforscht Kreaturen, Zeichnung und Comics.
Elandria urteilt mit Eleganz und geschliffener Feder.
Mikey Morghul gräbt nach dunkler Musik und finsteren Geschichten.
Sear Worn beobachtet Macht, Kultur und öffentliche Verrenkungen.
Thalakor führt die großen Debatten des Feuilletons.
Hinter diesen Stimmen steht ein gemeinsamer redaktioneller und kreativer Prozess. Die Chronisten machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar und verleihen dem Fantasykosmos eine eigene Mythologie. Boris bleibt dabei die Verbindung zur realen Welt: Autor, Herausgeber, Ideenlieferant und gelegentlich derjenige, der herausfinden muss, weshalb mitten in der Nacht plötzlich ein Drache drei Hände besitzt.
Eisenberg Fantasy
Unter Eisenberg Fantasy finden Geschichten eine neue Form, die Boris von Eisenberg zum Teil schon seit vielen Jahren begleiten. Das Spektrum reicht von neu erzählten Klassikern bis zu großen eigenen Fantasywelten, in denen Literatur und die Erfahrungen aus der Spieleentwicklung aufeinandertreffen.
Der Prozess des Grashk versammelt klassische Geschichten, die in ein neues fantastisches Gewand gekleidet werden. Bekannte Stoffe bilden den Ausgangspunkt, werden jedoch in andere Welten, neue Figuren und eigenständige fantastische Zusammenhänge übertragen. Der Roman erscheint noch 2026. Mit seiner Veröffentlichung soll auf Eisenberg-Fantasy.de auch der Mensch hinter Boris von Eisenberg deutlicher sichtbar werden.
Ebenfalls noch 2026 beginnt mit dem ersten Band von Die Legenden von Serathis das große Langzeitprojekt von Eisenberg Fantasy. An der Geschichte und ihren Grundideen arbeitet Boris seit beinahe fünfzehn Jahren. Erst mit LitRPG fand sich schließlich die erzählerische Form, in der sich zwei lange getrennte Leidenschaften überzeugend verbinden lassen: das Erschaffen von Geschichten und die Erfahrung eines ehemaligen Spieleentwicklers.
Serathis nutzt Klassen, Rollen, Regeln und spielerische Systeme als tragende Bestandteile seiner Welt und seiner Handlung. Genau darin liegt für Boris der besondere Reiz des Genres. Mechanik und Erzählung greifen ineinander, Entscheidungen besitzen Folgen innerhalb eines Systems, und Figuren müssen sich mit Regeln auseinandersetzen, die selbst Teil ihres Schicksals geworden sind.
Mit Der Prozess des Grashk und dem Auftakt der Legenden von Serathis erscheinen damit noch 2026 die beiden ersten großen Buchprojekte unter dem Namen Eisenberg Fantasy.
Schreiben nach dem ersten Leben
Boris von Eisenberg beginnt seine Arbeit als Fantasyautor mit einem Erfahrungsschatz, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Das Alter erscheint dabei weniger als Hindernis denn als Materialsammlung.
Geschichten profitieren von Irrwegen, Verlusten, Neuanfängen und der Erkenntnis, dass große Pläne selten so verlaufen, wie ihre Urheber es auf Seite eins vorgesehen haben. Wer lange genug lebt, kennt außerdem zahlreiche Schurken, die sich selbst für vernünftige Verwalter hielten.
Diese Erfahrungen fließen in Figuren und Welten ein, ohne dass Romane zu verschlüsselten Lebensberichten werden. Fantasy schafft Abstand. Durch diesen Abstand kann sie manchmal näher an eine Wahrheit herankommen, als es ein nüchterner Bericht vermag.
Seine Themen
Eigene Fantasyromane
Boris schreibt über die Entstehung seiner Bücher, Figuren und Welten sowie über die Entscheidungen hinter ihren Geschichten.
Weltenbau und Erzähltechnik
Sein Blick gilt den Regeln fantastischer Welten, glaubwürdigen Konflikten und dem Zusammenspiel von Handlung, Figur und Hintergrund.
Die Legenden von Serathis
Er begleitet die Entwicklung der Reihe, ihrer Chronik und der Menschen, die sich gegen ihre vorgesehenen Rollen wehren.
Der Prozess des Grashk
Der Roman bildet einen wichtigen Schritt für Eisenberg Fantasy und die spätere offene Vorstellung des Autors hinter dem Namen.
Fantasy und Computerspiele
Boris betrachtet die Verbindung zwischen literarischem Erzählen, interaktiven Welten und seiner Vergangenheit als deutscher Spieleentwickler.
Satire und fantastische Kommentare
In satirischen Texten verwandelt er reale Absurditäten in Behördenmagie, Zwischenreiche und institutionell geprüften Wahnsinn.
Boris’ Grundsatz
Eine Welt wird lebendig, sobald ihre Bewohner beginnen, sich den Plänen ihres Schöpfers zu widersetzen.



