Trump klebt seinen Namen doch wieder ans Kennedy Center: Diese Gebäude sind als Nächstes fällig

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🏛️ Trump klebt seinen Namen doch wieder ans Kennedy Center: Diese Gebäude sind als Nächstes fällig

Donald Trump soll zurück ans Kennedy Center. Zumindest mit seinem Namen.

Der Verwaltungsrat des berühmten Kulturzentrums in Washington hat beschlossen, an der Fassade künftig die Worte „Restored and Renovated By President Donald J. Trump“ anzubringen. Zusätzlich soll das Gelände vor dem Haus „President Donald J. Trump Plaza“ heißen. Besonders hübsch daran: Erst im Juni hatten Arbeiter Trumps Namen wieder vom Gebäude entfernt, nachdem ein Bundesrichter entschieden hatte, dass das nach John F. Kennedy benannte Zentrum nicht einfach vom Verwaltungsrat umbenannt werden darf.

Man muss diese Ausdauer schon aich irgendwie respektieren. Andere Menschen bekommen vom Gericht gesagt, dass sie etwas nicht dürfen, und lassen es.

Donald Trump bekommt gesagt, dass sein Name nicht ans Kennedy Center gehört, und denkt offenbar: Dann müssen wir eben einen längeren Satz bauen.

Das ist keine Niederlage. Das ist ein Sieg der angewandten Typografie.

Vor einem monumentalen amerikanischen Kulturgebäude befestigen Goblin-Handwerker riesige goldene Buchstaben an der Fassade, während ein selbstzufriedener Trump die Arbeiten überwacht.
In Muränien gilt: Ein öffentliches Gebäude ohne Herrschernamen ist lediglich eine sträflich ungenutzte Werbefläche.

👑 Muränien begrüßt die amerikanische Fassadenreform

Im Goblinkönigreich Muränien wurde die Nachricht mit großer Begeisterung aufgenommen. Das dortige Ministerium für Herrscherverehrung, Geschichtsbegradigung und ausreichende Schriftgröße erkennt in Washington erstmals seit Jahren „ernsthafte Fortschritte bei der Personalisierung öffentlicher Bausubstanz“.

Muränien arbeitet seit Jahrhunderten nach einem einfachen Grundsatz: Wer ein Gebäude repariert, darf hinterher so tun, als hätte er es erfunden.

König Muraz III. ließ beispielsweise nach der Erneuerung zweier Dachziegel den Palast von Murengard mit der Inschrift versehen: »Erbaut, gerettet, erneuert und im Wesentlichen persönlich getragen von Muraz III.«

Der Palast stammt aus dem Jahr 611. Muraz wurde 1984 geboren. In Muränien gilt das als Detailfrage der Erinnerungskultur.

🔨 Das Kennedy Center ist schließlich erst der Anfang

Beim Kennedy Center steht der nächste Konflikt mit den Gerichten praktisch schon vor der Tür. Im Mai hatte Bundesrichter Christopher Cooper entschieden, dass das Zentrum kraft Gesetzes Präsident Kennedy gewidmet ist und keinen zusätzlichen offiziellen Namen durch bloßen Beschluss des Verwaltungsrats erhalten kann. Der neue Fassadentext dürfte deshalb die juristische Frage aufwerfen, ob hier geehrt, beschrieben oder mit sehr großem Hammer durch dieselbe Hintertür marschiert wird.

Muränische Experten halten die Lösung für mustergültig. Und haben dem Weißen Haus bereits Vorschläge für weitere Gebäude geschickt.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🧱 Wo Trumps Name demnächst ebenfalls dringend fehlt

🇺🇸 Das Weiße Haus

Künftig: „White House – bewohnt, verschönert, erklärt und mehrfach hervorragend bewertet von Donald J. Trump.“

Die Inschrift soll über dem Haupteingang angebracht werden und vom Mond aus lesbar sein. Historiker haben eingewandt, das Weiße Haus existiere seit mehr als 200 Jahren. Muränien empfiehlt deshalb die Ergänzung: „Vorherige Nutzung ungeklärt.“

🎩 Das Lincoln Memorial

Ab 2027 könnte auf der Vorderseite stehen:

„Abraham Lincoln Memorial – besucht und dadurch erheblich aufgewertet von Donald J. Trump.“

Die Lincoln-Statue bleibt vorerst erhalten. Allerdings prüft eine Kommission, ob man ihr einen kleineren Sockel geben muss, damit die neue Beschriftung nicht optisch untergeht. Lincoln selbst konnte bislang nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Was in Washington natürlich als Zustimmung gewertet wird.

⚖️ Der Supreme Court

Hier gestaltet sich die Sache komplizierter. Gerichte entwickeln gelegentlich die irritierende Angewohnheit, Entscheidungen zu treffen.

Das muränische Modell sieht deshalb eine rotierende Fassadentafel vor:

„Supreme Court – großartiges Gericht, sofern Urteil erfreulich.“

Auf der Rückseite:

„Völlig außer Kontrolle.“

So kann das Gebäude binnen vier Minuten an die aktuelle Rechtslage angepasst werden.

📚 Die Library of Congress

Vorgeschlagene Inschrift:

„Donald J. Trump Presidential Book Storage Facility.“

Die Bibliothek besitzt mehr als 178 Millionen Objekte. Damit wäre endlich genug Platz vorhanden, um sämtliche Bücher aufzubewahren, in denen Trump erwähnt wird. Zur besseren Übersicht sollen sie künftig in zwei Abteilungen sortiert werden:

Sehr gute Bücher. Und Bücher, deren Autoren man sich noch mal genauer ansehen muss.

🛡️ Das Pentagon

Das Pentagon bietet fünf Fassaden und damit bislang sträflich ungenutztes Potenzial. Muränien schlägt deshalb vor, jede Seite separat zu widmen:

Eine für Donald J. Trump.

Eine für Präsident Trump.

Eine für Donald Trump.

Eine für den 45. Präsidenten.

Und auf die fünfte kommt:

„Auch diese Seite wurde renoviert von Donald J. Trump.“

Das Gebäude wäre damit erstmals vollständig verteidigt. Zumindest gegen freie Wandflächen.

🏛️ Das Kapitol

Hier soll die größte Inschrift entstehen:

„United States Capitol – ermöglicht durch Menschen, die Donald J. Trump irgendwann einmal getroffen haben.“

Darunter bleiben 14 Quadratmeter frei. Für Nachträge. Muränien besteht darauf.

Erfahrungsgemäß wächst Geschichte besonders schnell, sobald derselbe Mann sie schreiben lässt.

Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

🎭 Kulturzentrum mit persönlicher Besitzmarke

Der Streit ums Kennedy Center ist deshalb größer als eine Ansammlung von Buchstaben an einer Fassade. Das Haus wurde vom Kongress als nationales Kulturzentrum geschaffen und 1964 zum lebenden Denkmal für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy bestimmt. Jahrzehnte später ringt man nun darum, wie groß der Name eines amtierenden Präsidenten dort stehen darf und welche sprachliche Konstruktion vielleicht noch durch eine juristische Lücke passt.

AP beschreibt das Kennedy Center inzwischen sogar als sichtbares Symbol für die Frage, wie weit präsidentielle Macht bei der Umgestaltung Washingtons reichen kann. Neben dem Namensstreit hat der Verwaltungsrat außerdem für eine zweijährige Schließung zwecks umfangreicher Renovierung gestimmt.

Muränien findet auch dafür eine Lösung. Nach der Renovierung wird John F. Kennedy selbstverständlich weiterhin geehrt. Sein Name bleibt schließlich am Gebäude.

Direkt vor „Restauriert und renoviert von Donald J. Trump“.

Man muss Geschichte nicht löschen. Man kann einfach seinen Namen noch größer daneben schreiben.

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