Trump feiert mit Käfigkämpfen: Anwälte wollen Amerika den Spaß verderben

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🥊 Trump feiert mit Käfigkämpfen: Anwälte wollen Amerika den Spaß verderben

Donald Trump wird 80 Jahre alt, und natürlich reicht dafür kein Kuchen. Kein schlecht gesungenes Geburtstagslied, keine Kerzen, kein milder Putin-Händedruck vor patriotischer Tapete. Nein, der Mann möchte seinen Ehrentag mit professionellen Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus begehen. Einigen neunmalklugen Rechtsverdrehern scheint das jedoch ein Dorn im Auge zu sein.

Auf dem Südrasen soll für Freedom 250 eine Arena entstehen, in der Amerika sich selbst noch einmal sehr grundsätzlich erklärt: Freiheit ist, wenn zwei körperlich durchtrainierte Männer einander vor dem Machtzentrum der westlichen Welt auf die Stirn hauen, während irgendwo ein Jurist maximal miesepetrig nach der Umweltprüfung sucht.

Eine Anwaltsorganisation will das Ganze nun stoppen. Angeblich geht es um Bundesgelände, Genehmigungen, Nationalparkvorschriften und die Frage, ob man den Vorgarten der Republik einfach in eine staatstragende Prügelmulde verwandeln darf. Der Moosverhetzer nennt das: kleinliche Verwaltungnörgelei im Endstadium.

Satirische Szene in Hessen mit einer riesigen Armee von Japankäfern, die mit Stirnbändern und kleinen Schwertern wie eine absurde Samurai-Invasion auftreten, während Behörden vor vertrockneten Grünflächen und einem Bewässerungsverbot fassungslos reagieren.
Amerika feiert Geburtstag, Trump präsentiert den Käfig, und irgendwo versucht ein Anwalt noch herauszufinden, ob der Rasen dafür eine Genehmigung hat.

🦅 Der Südrasen ruft nach Zahnschutz

Natürlich empören sich jetzt wieder Menschen, die offenbar glauben, das Weiße Haus sei ein Ort politischer Würde und nicht längst eine schlecht beleuchtete Reality-Show mit Sicherheitszaun. Dabei ist die Idee fast rührend schlicht: Der Präsident hat Geburtstag, Amerika wird 250, also stellt man einen Käfig auf den Rasen und lässt Ellbogen sprechen.

In den Zwischenreichen versteht man diese Aufregung nicht. Dort gilt ein Geburtstag erst dann als offiziell eröffnet, wenn mindestens ein Minister, zwei Berater und ein zeremonieller Ziegenbock rückwärts durch ein Banner gefallen sind. Dagegen wirkt ein UFC-Abend vor dem Weißen Haus geradezu staatsmännisch zurückhaltend.

Zumal Trump hier endlich eine klare kulturelle Linie setzt. Keine Oper. Kein Gedicht. Kein Empfang mit kleinen Häppchen, bei denen niemand weiß, ob sie Fisch oder diplomatische Strafen enthalten. Stattdessen: Faust, Knie, Käfig, Jubel. Demokratie in ihrer amerikanischsten Darreichungsform.

⚖️ Die Spaßbremse trägt mal wieder Aktenmappe

Die Kläger sehen in der Veranstaltung einen Missbrauch nationaler Symbole. Das ist natürlich eine gewagte These in einem Land, das seine Flagge auf Unterhosen, Pick-ups, Grillsaucen und Badepantoffeln druckt. Aber ausgerechnet beim Käfigkampf vor dem Regierungssitz soll nun plötzlich die sakrale Raumordnung gelten.

Der Moosverhetzer fragt: Wo war diese juristische Feinfühligkeit, als Wahlkampfreden bereits klangen wie schlecht synchronisierte Bosskämpfe? Wo war der Denkmalschutz, als politische Debatten endgültig zum Stuhlkreis für angeschossene Megafone wurden? Und warum darf ein Land Drohnen, Flugzeugträger und Super-Bowl-Halbzeitshows haben, aber keinen kleinen präsidialen Geburtstagskäfig?

Die Zwischenreiche haben bereits angeboten, als neutrale Beobachter zu fungieren. Ein Team aus drei Verfahrensgnomen, einem blinden Adler und einem pensionierten Folterknecht für Eventrecht steht bereit. Ergebnis der Vorprüfung: Der Rasen ist ohnehin verloren, die Symbolik aber hervorragend belüftet.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎂 Frühere Präsidentengeburtstage waren schlimmer

Man sollte außerdem nicht so tun, als sei Trump der erste Präsident, der seinen Geburtstag etwas eigenwillig begeht. Die offizielle Geschichtsschreibung verschweigt gern, was in den Zwischenreichen längst ordentlich abgeheftet wurde.

George Waschingtons Kirschbaum-Tribunal
Zum 63. Geburtstag mussten zwölf Kirschbäume gegeneinander aussagen. Der letzte Baum wurde begnadigt, Delaware erhielt dafür einen feierlichen Schuldkomplex, der bis heute gilt.

Abraham Linkolns Zylinderduell der Union
Sieben Senatoren kämpften in einem Holzkreis um das Recht, den Begriff „Zusammenhalt“ möglichst lang auszusprechen, ohne dabei einen Bundesstaat zu verlieren. Der Sieger bekam einen Hut, der Hut bekam später Denkmalstatus.

Theodore Roosevelts Bärenfrühstück
Ein Frühstückstisch, zwei Grizzlys und ein Präsident, der das Wort Deeskalation vermutlich für eine französische Nachspeise hielt. Die Bären kapitulierten nicht. Sie wurden lediglich historisch umgedeutet.

Richard Nixons Watergate-Wrestling
Alle Teilnehmer trugen Aufnahmegeräte. Wer am Ende noch auf Band existierte, hatte verloren. Der Hauptkampf wurde gelöscht, aber von drei sehr nervösen Männern trotzdem bestritten.

George W. Bushs Ölfass-Tjost
Zwei Ritter ritten auf rollenden Rohstoffbehältern gegeneinander an. Offiziell war das Spektakel nach wenigen Minuten beendet. In Wahrheit dauerte es deutlich länger und hinterließ mehrere außenpolitische Dellen.

Joe Bidens Teppichkanten-Parcours
Ein staatlicher Hindernislauf über Mikrofonkabel, Podeststufen und Sätze, die irgendwo zwischen Anfang und Ende ihre Richtung verloren. Gewonnen hat am Ende die Rampe.

Dagegen ist Trumps Geburtstagskäfig fast konservativ. Ein Mann, ein Rasen, ein Käfig, ein paar Athleten mit medizinisch betreuter Gewaltbereitschaft. Mehr braucht eine alternde Weltmacht manchmal nicht, um sich selbst in Erinnerung zu rufen.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.

🧯 Die Republik zieht Handschuhe an

Natürlich kann man sagen, dass ein Käfigkampf vor dem Weißen Haus ein weiterer Schritt in Richtung politischer Jahrmarkt ist. Man kann aber auch anerkennen, dass hier endlich Form und Inhalt zueinanderfinden. Eine Republik, die seit Jahren in Dauerschleife brüllt, bekommt zum Geburtstag ein Format, in dem Brüllen wenigstens Teil des Regelwerks ist.

Die Anwälte mögen also Akten schwenken, Paragraphen sortieren und mit ernster Miene erklären, warum der Rasen der Macht kein Ort für Ellbogen gegen Nasenbein sein sollte. Die Zwischenreiche bleiben gelassen. Sie haben bereits Popcorn aus Verfassungsbruchmais angesetzt und einen Geburtstagskuchen gebacken, aus dem bei Mitternacht ein nackter Lobbyist springt.

Denn wenn Amerika 250 wird und Trump 80, dann wäre ein stiller Empfang fast respektlos. Man schenkt diesem Moment keinen Blumenstrauß. Man schenkt ihm einen großartigen Käfig voller vierschrötiger Schlägertypen.

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