Trauma Or, Monsters All: Werwolf, Vampir und Frankensteins Kreatur treffen aufeinander
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🐺 Drei Monster ziehen ein. Die Nachbarschaft rastet aus.
📰 Was ist los?
Larry Fessenden vereint in Trauma Or, Monsters All die Monster aus seinen früheren Filmen Habit, Depraved und Blackout. Eine Schriftstellerin deckt die dunkle Vergangenheit einer Kleinstadt auf und löst damit eine Welle aus Angst und Misstrauen aus. Der neue Trailer ist erschienen, der US-Kinostart erfolgt am 4. November.
🐛 Was denken wir?
Ha, dreißig Jahre Monsterfilmgeschichte in einem gemeinsamen Finale – das ist eine reizvolle Idee. Besonders gefällt uns, dass Fessenden die klassischen Kreaturen nutzt, um über gesellschaftliche Ängste und menschliche Vorurteile zu erzählen. Ein Vampir, ein Werwolf und Frankensteins Kreatur besitzen schließlich bereits genügend Probleme. Da braucht es eigentlich keine hysterische Nachbarschaft mehr.
Ein Vampir, ein Werwolf und ein aus Leichenteilen zusammengesetzter Mensch leben in derselben amerikanischen Kleinstadt. Eigentlich sollte das genügend Stoff für eine ausgewachsene Horrorkatastrophe liefern. Doch die Bewohner von Talbot Falls haben ein ganz anderes Problem: Eine junge Schriftstellerin beginnt Fragen über die Vergangenheit des Ortes zu stellen und bringt damit Geheimnisse ans Licht, die besser verborgen geblieben wären. Bald wächst das Misstrauen, Nachbarn wenden sich gegeneinander und eine ganze Stadt sucht nach Schuldigen.

Mit dem neuen Trailer zu Trauma Or, Monsters All führt Independent-Horror-Regisseur Larry Fessenden drei seiner bekanntesten Monsterfiguren zusammen. Der Film verbindet klassischen Gothic-Horror mit einer Geschichte über Angst, gesellschaftliche Spaltung und verdrängte Schuld. Am 4. November 2026 beginnt die begrenzte US-Kinoauswertung, am 24. November folgt die digitale Veröffentlichung.
🕯️ Eine Schriftstellerin öffnet die Wunden einer Kleinstadt
Cassandra reist nach Talbot Falls, einer beschaulichen Stadt im amerikanischen Bundesstaat New York. Eigentlich möchte sie dort an einem Buch über den Wissenschaftler George Washington Carver arbeiten. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Agnes verbringt sie Zeit in der örtlichen Bibliothek und beschäftigt sich mit der Geschichte des Ortes. Doch dann entdeckt sie Hinweise auf mehrere rätselhafte Todesfälle aus der jüngeren Vergangenheit.
Cassandra veröffentlicht einen Zeitungsartikel über die dunklen Geheimnisse von Talbot Falls. Ihre Nachforschungen erregen zunächst Neugier, lösen anschließend jedoch eine Welle aus Angst und Verdächtigungen aus. Die Bewohner beginnen einander zu misstrauen, während Gerüchte über monströse Wesen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft die Runde machen.
Als der Artikel auch im Internet Aufmerksamkeit erhält, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle. Alte Konflikte brechen wieder auf, und ausgerechnet jene Menschen, die ohnehin am Rand der Gesellschaft stehen, geraten ins Visier.
🎬 Trauma Or, Monsters All – Offizieller Trailer
Ein Vampir, ein Werwolf und Frankensteins Kreatur: Larry Fessenden vereint drei Jahrzehnte seiner Monsterfilmgeschichte in einem düsteren Horrordrama über Angst, Schuld und menschliche Abgründe.
Trailer zu Trauma Or, Monsters All (2026)
🐺 Drei legendäre Monster – dreißig Jahre Horrorfilmgeschichte
Das Besondere an Trauma Or, Monsters All liegt in seiner Entstehungsgeschichte. Larry Fessenden lässt drei Monsterfiguren aus seinen früheren Filmen erneut auftreten und führt ihre Geschichten zusammen.
Den Anfang machte Habit im Jahr 1995. Darin spielte Fessenden selbst Sam, einen Mann, dessen Begegnung mit einer geheimnisvollen Frau in eine verstörende Vampirgeschichte mündet.
Mit Depraved folgte 2019 seine Neuinterpretation des Frankenstein-Mythos. Der Film erzählt von Adam, einem künstlich erschaffenen Menschen, dessen Existenz grundlegende Fragen nach Identität, Verantwortung und Menschlichkeit aufwirft.
2023 wandte sich Fessenden mit Blackout dem Werwolf zu. Im Mittelpunkt steht Charley, ein Künstler, der mit einer schrecklichen Verwandlung und den Folgen seiner zunehmend unkontrollierbaren Natur kämpft.
Jetzt begegnen Sam, Adam und Charley einander im selben filmischen Universum. Die früheren Geschichten erhalten dadurch einen gemeinsamen Abschluss, der zugleich als eigenständiger Horrorfilm funktionieren soll.
👁️ Vielleicht sind die Menschen die eigentlichen Monster
Fessenden interessiert sich seit Jahrzehnten dafür, was die klassischen Filmmonster über menschliche Ängste verraten. Seine Kreaturen besitzen Wünsche, Erinnerungen und Verletzungen, die sie trotz ihrer unheimlichen Eigenschaften erstaunlich menschlich wirken lassen.
In Trauma Or, Monsters All wird dieser Gedanke konsequent weitergeführt. Die Veröffentlichung von Cassandras Nachforschungen lässt die Bewohner von Talbot Falls zunehmend nach Feinden suchen.
Aus Furcht vor dem Unbekannten entsteht eine gefährliche kollektive Feindseligkeit. Menschen, die einander jahrelang gekannt haben, betrachten ihre Nachbarn plötzlich als mögliche Bedrohung. Persönliche Vorurteile und alte Schuldzuweisungen bestimmen zunehmend das Zusammenleben.
Der Film stellt damit eine Frage, die für die gesamte Geschichte zentral wird: Wer verhält sich monströser – jene Wesen, die aufgrund ihrer Natur gefürchtet werden, oder die Menschen, die sich im Namen ihrer eigenen Sicherheit gegen sie wenden?
Das ist ein interessanter Ansatz für einen Film, der mit drei der berühmtesten Kreaturen des Horrorgenres aufwartet. Vor allem eröffnet er eine Perspektive auf die menschlichen Abgründe hinter den vertrauten Monstermythen.
🎬 Barbara Crampton und zahlreiche vertraute Gesichter
Die Hauptrolle der Schriftstellerin Cassandra übernimmt Laëtitia Hollard, die unter anderem in der Krankenhausserie The Pitt zu sehen ist. Ihre Freundin Agnes wird von Aitana Doyle gespielt.
Für die Monsterfiguren kehren mehrere Schauspieler aus Fessendens früheren Produktionen zurück. Alex Hurt verkörpert erneut den Werwolf Charley, Alex Breaux spielt die künstlich erschaffene Kreatur Adam, und Larry Fessenden selbst übernimmt wieder die Rolle des Vampirs Sam.
Zur weiteren Besetzung gehören Barbara Crampton, James Le Gros, Joshua Leonard, Addison Timlin, John Speredakos, Marc Senter und Micheál Neeson.
Fessenden schrieb auch das Drehbuch und inszenierte den Film. Produziert wurde das Projekt über seine Produktionsfirma Glass Eye Pix, die 2026 ihr vierzigjähriges Bestehen feiert.
🦇 Ein ungewöhnlicher Abschluss für Fessendens Monsterzyklus
Während Hollywood über Jahrzehnte immer wieder versuchte, seine berühmtesten Filmmonster in gemeinsamen Universen unterzubringen, entwickelte Fessenden seine eigenen Interpretationen über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Seine Filme verbinden klassische Gruselmotive mit Fragen nach Einsamkeit, menschlicher Identität, Schuld und gesellschaftlicher Verantwortung. Die übernatürlichen Kreaturen spiegeln dabei häufig Ängste wider, die auch ohne Vampire und Werwölfe existieren.
Trauma Or, Monsters All führt diese Themen zusammen. Besonders reizvoll ist, dass der Film zunächst aus der Perspektive einer Außenstehenden erzählt wird, die versucht, die Geschichte ihrer neuen Heimat zu verstehen.
Damit rücken die Monster selbst in eine ungewöhnliche Rolle. Ihre Existenz ist zweifellos gefährlich, doch die eigentliche Eskalation beginnt erst, als die Bewohner der Stadt anfangen, sie öffentlich zu verdächtigen.
📅 Kinostart am 4. November – digitale Veröffentlichung am 24. November
Dark Sky Films bringt Trauma Or, Monsters All am 4. November 2026 zunächst in ausgewählte US-Kinos. Den Auftakt bildet das IFC Center in New York, wo nach der Abendvorstellung ein Gespräch mit Larry Fessenden geplant ist. Weitere Vorführungen folgen unter anderem in Los Angeles. Am 24. November erscheint der Film in den USA als Video-on-Demand. Ein deutscher Kino- oder Streamingtermin wurde bislang nicht angekündigt.
Mit einer Laufzeit von rund 119 Minuten nimmt sich Fessenden ausreichend Raum für seine miteinander verwobenen Monstergeschichten. Und vielleicht liegt gerade darin der besondere Reiz des Films. Drei der berühmtesten Horrorwesen der Filmgeschichte treffen aufeinander, doch am Ende könnte die erschreckendste Erkenntnis aus einer ganz gewöhnlichen amerikanischen Kleinstadt stammen.
Ja, ja. Man sollte sich eben gut überlegen, welche Geschichten man über seine Nachbarn verbreitet. Vor allem, wenn einer davon bei Vollmond auffallend selten zu Hause ist.





