Kein 40K 2, kein 40K 3: Creative Assembly baut lieber eine einzige gigantische Kriegsgalaxie

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Eine Galaxie reicht völlig

📰 Was ist los?
Creative Assembly plant Total War: Warhammer 40,000 ausdrücklich als ein einziges langfristig wachsendes Strategiespiel. Nummerierte Nachfolger sind nicht vorgesehen; neue Fraktionen und Inhalte sollen direkt in dasselbe Grundspiel integriert werden.

🐛 Was denken wir?
Das ergibt nach Immortal Empires erstaunlich viel Sinn. Die eigentliche Frage ist weniger, ob genug Stoff für zehn Jahre vorhanden ist. Bei 40K besteht eher die Gefahr, dass die Galaxie irgendwann mehr DLC besitzt als Sterne.

Bei Total War: Warhammer brauchte Creative Assembly drei Spiele, bevor aus der Fantasyreihe endgültig jene riesige gemeinsame Sandbox wurde, die heute einen Großteil ihres Reizes ausmacht. Beim Sprung ins 41. Jahrtausend möchte das Studio diesen Umweg offenbar vermeiden.

Mehrere Space Marines in blauer Rüstung stürmen durch eine rauchverhangene Schlacht, während der vorderste Krieger mit Energiewaffe und Kriegshammer angreift.
Eine Galaxie, ein Grundspiel: Total War: Warhammer 40,000 soll über Jahre wachsen, statt in eine neue Trilogie aufgeteilt zu werden. © Creative Assembly / Sega / Games Workshop

Total War: Warhammer 40,000 soll ein einziges dauerhaft wachsendes Strategiespiel bleiben. Game Director Attila Mohacsi stellt ausdrücklich klar, dass weder ein Warhammer 40,000 2 noch ein Warhammer 40,000 3 vorgesehen ist. Neue Fraktionen, Systeme und weitere Inhalte sollen stattdessen direkt in dasselbe Grundspiel eingebaut werden.

🌌 Die große Sandbox ist diesmal schon der Plan

Creative Assembly hat aus der Fantasyreihe offenbar eine ziemlich konkrete Lehre gezogen. Dort entstanden über mehrere Jahre drei eigenständige Spiele, deren Inhalte später über Mortal Empires und schließlich Immortal Empires zu einer gewaltigen gemeinsamen Kampagne verbunden wurden. Für viele Spieler ist genau diese Sandbox inzwischen der eigentliche Kern der Reihe.

Mohacsi beschreibt deshalb das neue Modell sehr klar: Warhammer 40,000 soll von Anfang an als gemeinsames Ökosystem gedacht werden. Neue Inhalte landen direkt im selben Spiel und stehen damit allen Spielern innerhalb derselben technischen Basis zur Verfügung. Das erspart Creative Assembly später auch die etwas absurde Aufgabe, drei galaktische Kriege nachträglich miteinander verheiraten zu müssen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

⚔️ Neue Fraktionen sollen direkt ins Grundspiel wachsen

Beim Start sind zunächst Space Marines, Astra Militarum, Aeldari und Orks bestätigt. Creative Assembly hat allerdings schon mehrfach deutlich gemacht, dass dies lediglich die Ausgangsbasis ist. Chaos Space Marines gehören ausdrücklich zu den später geplanten Fraktionen, weitere ikonische Armeen des Settings sollen folgen.

Genau dafür eignet sich das neue Modell natürlich ideal. Statt jedes Mal einen neuen Serienteil zu benötigen, kann die Galaxie Stück für Stück wachsen. Im Idealfall entsteht dadurch irgendwann jene absurde Ansammlung aus Orden, Xenos, Kulten, Kriegsmaschinen und völlig überdimensionierten Schlachtfeldern, die man von einem großen 40K-Strategiespiel erwartet.

Die unangenehme Nebenwirkung liegt ebenfalls auf der Hand: Wenn Creative Assembly dieses Konzept wirklich viele Jahre durchzieht, könnte die DLC-Liste irgendwann aussehen wie ein administrativer Albtraum des Administratums.

💰 Über DLC-Preise schweigt Creative Assembly noch

Ein dauerhaft wachsendes Spiel klingt natürlich sofort nach einer langen DLC-Laufzeit. Genau an diesem Punkt bleibt das Studio bisher vorsichtig.

Mohacsi bestätigt zwar, dass sämtliche Post-Launch-Inhalte in dasselbe Spiel integriert werden, möchte aber noch nicht festlegen, welche davon kostenlos und welche kostenpflichtig erscheinen. Das Geschäftsmodell selbst ist also noch nicht vollständig ausbuchstabiert. Sicher ist lediglich, dass künftiger Content nicht an nummerierte Fortsetzungen gebunden werden soll.

Das ist eine wichtige Trennung. Creative Assembly verspricht derzeit eine gemeinsame technische Plattform, keine kostenlose Vollversorgung bis zum Ende des Imperiums.

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🛠️ Modding gehört von Anfang an dazu

Auch beim Modding denkt Creative Assembly langfristig. Steam-Workshop-Unterstützung ist bereits zum Launch vorgesehen, obwohl die neuen offiziellen Werkzeuge für die Warcore-Engine erst später folgen sollen.

Gerade bei einem Total-War-Spiel ist das erheblich. Die Modding-Community hält ältere Serienteile oft jahrelang lebendig und baut teilweise selbst ganze Systeme, Fraktionen oder Kampagnen um. Ein dauerhaft erweitertes 40K-Grundspiel mit langfristiger Mod-Unterstützung könnte deshalb irgendwann eine ziemlich absurde Lebensdauer erreichen.

Und falls Creative Assembly zehn Jahre nach Release versehentlich vergisst, irgendeinen obskuren Space-Marine-Nachfolgeorden einzubauen, wird wahrscheinlich spätestens am nächsten Vormittag jemand im Workshop damit fertig sein.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🪐 Die Technik muss diesmal länger durchhalten

Hinter dem Modell steckt noch eine zweite wichtige Lehre. Creative Assembly hat selbst offen eingeräumt, dass die alte Engine von Warhammer III unter der enormen Größe von Immortal Empires inzwischen stark belastet wird. Die neue Warcore-Engine wurde auch deshalb entwickelt, um künftige Spiele zuverlässiger mit immer größer werdenden Inhaltsmengen versorgen zu können.

Das ist für den 40K-Plan entscheidend. Wenn ein einzelnes Spiel jahrelang erweitert werden soll, muss seine technische Basis diesen Umfang überhaupt verkraften können. Die Fantasy-Trilogie ist inzwischen so groß geworden, dass jede neue Mechanik durch ein Geflecht aus zahllosen Fraktionen, alten Systemen und historischen Sonderfällen getestet werden muss. 40K soll offenbar genau diesen Zustand erreichen, nur diesmal mit einer Engine, die hoffentlich darauf vorbereitet ist.

🎮 2027 beginnt der lange Krieg

Total War: Warhammer 40,000 erscheint 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Das Spiel kombiniert eine galaktische rundenbasierte Kampagne mit großen Echtzeitschlachten und umfangreicher Einheitenanpassung.

Dass Creative Assembly schon vor Release so deutlich über eine langfristige Plattform spricht, zeigt allerdings, wie groß das Projekt gedacht ist. Der Launch soll offenbar lediglich das Fundament sein.

Im 41. Jahrtausend gibt es bekanntlich nur Krieg. Creative Assembly ergänzt jetzt offenbar: und nur eine Installation davon.

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