Zwei Schwestern, ein verfallenes Haus und eine tödliche Sprache: Tongue bekommt prominenten Produzenten
🧐 Im Fantasykosmos suchen

Manche Familiensprachen sollte man besser vergessen
📰 Was ist los?
Nicholas Weinstock, Executive Producer von Severance, ist als Produzent beim indischen Fantasy-Horrorfilm Tongue eingestiegen. Der Film von Krishnarjun Bhattacharya erzählt von zwei entfremdeten Schwestern, die im Haus ihrer verstorbenen Großmutter auf Monster, Fallen und ein Familiengeheimnis stoßen, das mit einer mysteriösen Sprache verbunden ist.
🐛 Was denken wir?
Die Idee mit der Sprache gefällt uns besonders. Ein Familienfluch, der offenbar über Worte, Erinnerungen und Bedeutung funktioniert, klingt deutlich eigenständiger als der nächste Dämon im Keller. Wenn der Film diese Ebene konsequent ausspielt, kann daraus sehr ungewöhnlicher Fantasy-Horror werden.
Ein verfallenes Familienhaus, zwei entfremdete Schwestern und eine Sprache, die offenbar besser ungesprochen geblieben wäre: Der indische Fantasy-Horrorfilm Tongue bekommt prominente Verstärkung hinter der Kamera.

© Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachbearbeitet
Nicholas Weinstock, Executive Producer von Severance und Gründer von Invention Studios, ist als Produzent bei dem Projekt eingestiegen. Gemeinsam mit Divya D’Souza produziert er den Film über Invention, während Hauptdarstellerin Sayani Gupta zusätzlich als indische Produzentin beteiligt ist. Variety meldet den Einstieg im Zuge der weiteren internationalen Entwicklung des Projekts.
👭 Zwei Schwestern kehren an den falschen Ort zurück
Im Zentrum von Tongue stehen zwei Schwestern, die sich längst voneinander entfernt haben. Nach dem Tod ihrer Großmutter verbringen sie gemeinsam eine Nacht in deren altem, zunehmend verfallendem Haus.Das allein wäre schon genug Stoff für ein klassisches Familiendrama mit knarrenden Dielen. Nur bleibt es dabei nicht.
In dem Haus stoßen die beiden auf monströse Kreaturen, tödliche Fallen und verdrängte Familiengeheimnisse. Alles scheint mit einer geheimnisvollen Sprache verbunden zu sein, die dem Film seinen Titel gibt: Tongue.
👅 Sprache wird hier offenbar selbst zur Bedrohung
Gerade dieser Ansatz hebt den Film von gewöhnlichem Spukhaus-Horror ab. Die namensgebende Sprache ist offenbar mehr als bloß ein erzählerisches Rätsel. Sie hängt direkt mit dem Familiengeheimnis und den übernatürlichen Gefahren zusammen.
Damit bekommt Tongue ein schönes Fantasy-Horror-Fundament: Sprache wird nicht nur benutzt, um Geheimnisse zu erzählen, sondern scheint selbst Teil des Fluchs oder der übernatürlichen Mechanik zu sein. Wie genau das funktioniert, verraten die bisherigen Projektbeschreibungen noch nicht. Das ist wahrscheinlich auch besser so.
🎬 Krishnarjun Bhattacharya führt Regie
Geschrieben und inszeniert wird Tongue von Krishnarjun Bhattacharya. Das Projekt befindet sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium und wird international weiter aufgebaut.
Der Einstieg von Weinstock ist deshalb vor allem als Produktionssignal interessant. Invention Studios arbeitet ausdrücklich international und entwickelt Projekte mit Partnern in mehreren Ländern und Märkten. Das Unternehmen beschreibt sich selbst als global ausgerichtete Produktionsfirma mit Fokus auf ungewöhnliche Stoffe und internationale Zusammenarbeit.
🌍 Der Film geht auf den internationalen Koproduktionsmarkt
Tongue wurde außerdem für ein Indo-Canadian Producers’ Lab ausgewählt und soll im Umfeld des Toronto Film Festivals im Koproduktionsmarkt präsentiert werden. Damit geht das Projekt gezielt auf Partnersuche für Finanzierung, Produktion und internationalen Vertrieb.
Das ist bei einem Stoff wie diesem besonders spannend, weil er sehr klar kulturell verortet ist, gleichzeitig aber eine universelle Horrorprämisse besitzt: Familie, ein altes Haus, verdrängte Geheimnisse und etwas Übernatürliches, das sich nicht einfach erklären lässt.
🎭 Sayani Gupta produziert gleich mit
Dass Sayani Gupta nicht nur die Hauptrolle übernimmt, sondern auch als Produzentin beteiligt ist, dürfte dem Projekt zusätzliche kreative Stabilität geben. Gerade bei international koproduzierten Horrorfilmen kann das wichtig sein. Die Gefahr besteht sonst schnell darin, dass ein kulturell spezifischer Stoff auf möglichst leicht exportierbare Genremuster reduziert wird.
Wenn Hauptdarstellerin, Regisseur und indische Produktionsseite eng eingebunden bleiben, steigen die Chancen, dass Tongue seine eigene Identität behält.
🧠 Nicholas Weinstock bringt internationale Erfahrung mit
Nicholas Weinstock ist als Produzent unter anderem mit Severance verbunden und hat über Invention Studios eine Reihe internationaler Projekte aufgebaut. Seine Firma arbeitet ausdrücklich mit Partnern außerhalb Hollywoods und positioniert sich als Produktionshaus für globale Stoffe.
Das passt erstaunlich gut zu Tongue. Der Film ist kein offensichtlicher Franchise-Stoff und kein austauschbares US-Horrorkonzept, sondern ein spezifischer indischer Fantasy-Horror mit eigener Mythologie. Genau solche Projekte profitieren davon, wenn internationale Produktionserfahrung dazukommt, ohne den lokalen Kern glattzubügeln.
🏚️ Noch kein Drehstart und kein Termin
Ein Starttermin steht bislang nicht fest. Auch ein konkreter Drehbeginn wurde noch nicht genannt. Das Projekt befindet sich also weiterhin in einer Phase, in der Finanzierung, Partner und Produktionsstruktur zusammengeführt werden. Der Einstieg von Weinstock ist deshalb weniger ein Signal für einen unmittelbar bevorstehenden Kinostart als für deutlich gestiegene internationale Aufmerksamkeit.
Die Grundlage klingt jedenfalls stark genug. Zwei Schwestern. Ein altes Haus. Und eine Sprache, die wohl besser niemand lernen sollte.

