Ausgerechnet zum 30. Geburtstag: Ein Taifun streicht der Tokyo Game Show ihren historischen fünften Tag
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Der fünfte Tag ist vom Spielplan geflogen
📰 Was ist los?
Die Tokyo Game Show 2026 endet einen Tag früher. CESA hat den kompletten 21. September wegen eines herannahenden Taifuns, erwarteter Unwetter und möglicher Verkehrsausfälle abgesagt.
🐛 Was denken wir?
Die Tokyo Game Show 2026 endet früher. Wegen eines Taifuns wird der komplette fünfte Messetag am 21. September abgesagt.
Zum 30. Geburtstag wollte die Tokyo Game Show erstmals länger feiern als je zuvor. Jetzt übernimmt das Wetter die Programmplanung.
Die Veranstalter haben den kompletten Messetag am 21. September 2026 abgesagt. Grund ist ein herannahender Taifun, der ab dem Nachmittag starke Winde und heftigen Regen über die Region bringen soll. Zusätzlich warnt die Computer Entertainment Supplier’s Association davor, dass öffentliche Verkehrsmittel beeinträchtigt werden könnten und Besucher, Aussteller sowie Mitarbeiter anschließend Schwierigkeiten hätten, sicher nach Hause zu gelangen.
Damit endet die Jubiläumsausgabe bereits am 20. September. Aus der ersten fünftägigen Tokyo Game Show werden am Ende wieder vier Tage – allerdings aus Gründen, die diesmal wirklich niemand im Ablaufplan bestellt hat.

© Computer Entertainment Supplier’s Association / Tokyo Game Show
🎂 Der fünfte Tag war eigentlich Teil des Jubiläums
Die Verlängerung war eines der sichtbaren Merkmale der diesjährigen Ausgabe. Seit ihrer Gründung hatte die Tokyo Game Show nie fünf Tage gedauert.
Für 2026 änderte CESA das erstmals. Die Messe begann am 17. September mit zwei Business-Tagen, gefolgt von drei Publikumstagen vom 19. bis 21. September. Der Montag war in Japan ein Feiertag und sollte den Abschluss der 30.-Jubiläumsausgabe bilden.
Genau dieser zusätzliche Tag fällt nun weg. Das macht die Absage symbolisch größer als einen gewöhnlichen Messeabbruch. Der fünfte Tag war ausdrücklich als Besonderheit der Jubiläumsausgabe geplant. Jetzt wird aus dem historischen Rekordversuch eine ziemlich unfreiwillige Rückkehr zum alten Vier-Tage-Format.
🚆 Nicht der Regen allein ist das Problem
CESA begründet die Entscheidung vor allem mit Sicherheit. Erwartet werden starke Winde und heftige Regenfälle, doch entscheidend ist ebenso die Verkehrslage rund um die Makuhari Messe.
Bei einem Taifun können Bahn- und andere Nahverkehrsverbindungen kurzfristig eingestellt oder eingeschränkt werden. Für eine Messe mit Zehntausenden Besuchern wäre das am Ende eines Veranstaltungstages ein erhebliches Problem.
Die Veranstalter wollen deshalb gar nicht erst ausprobieren, wie viele Menschen gleichzeitig feststellen können, dass ihr Zug nach Tokio gerade beschlossen hat, ebenfalls Feierabend zu machen.
Die Absage gilt für den gesamten Montag und nicht nur für einzelne Stunden oder Bühnenveranstaltungen.
🎮 Einige geplante Programme verschwinden damit ebenfalls
Der 21. September war keineswegs nur als gemütlicher Ausklang gedacht. Publisher hatten auch für den Montag noch Bühnenprogramme und Messeaktivitäten geplant.
Bei Konami standen beispielsweise noch eine Super Bomberman Collection-Challenge und ein eFootball-Bühnenprogramm im Zeitplan. Andere Hersteller hatten ebenfalls spielbare Titel, Präsentationen und Besucheraktionen für den letzten Tag vorgesehen.
Mit der vollständigen Absage entfallen diese Vor-Ort-Aktivitäten nun beziehungsweise müssen von den jeweiligen Firmen separat neu geregelt werden.
Gerade deshalb betrifft die Entscheidung nicht nur Besucher, die für Montag Eintrittskarten eingeplant hatten. Sie verändert auch den Abschluss zahlreicher Publisher-Auftritte und Demo-Zeitfenster.
🏟️ Vier Tage TGS bleiben bestehen
Die übrigen Messetage sind von der Entscheidung bislang nicht betroffen. Die Tokyo Game Show läuft am 20. September regulär weiter und endet anschließend.
Für uns bleibt das relevant, weil in den vergangenen Tagen zahlreiche Fantasy-, Horror- und Science-Fiction-Projekte von der Messe kamen oder dort erstmals spielbar waren – von Lollipop Chainsaw über Suikoden bis zu KAELIS und zahlreichen weiteren Titeln.
Der Taifun beendet also nicht die komplette Messe, schneidet ihr aber den ursprünglich geplanten Abschluss ab.
🌧️ Ein ungewöhnliches Ende für eine ungewöhnliche Ausgabe
Für CESA ist die Entscheidung verständlich. Eine große Messe lässt sich verschieben, ein Taifun nur sehr begrenzt beeindrucken.
Trotzdem bleibt die Ironie ziemlich perfekt: Drei Jahrzehnte lang brauchte die Tokyo Game Show vier Tage. Zum 30. Geburtstag gönnt sie sich erstmals einen fünften – und verliert ausgerechnet den an das Wetter.
Manchmal bekommt selbst ein Eventkalender einen Endgegner.




