Thrawn-Schöpfer Timothy Zahn schreibt erstmals Star Trek
🧐 Im Fantasykosmos suchen

🖖 Thrawn-Erfinder betritt DS9.
📰 Was ist los?
Timothy Zahn schreibt erstmals Star Trek. Seine Graphic Novel Star Trek: Roc’s Egg erscheint im Oktober 2027 bei IDW und spielt auf Deep Space Nine. Ein scheinbar zerstörtes Artefakt zieht eine Föderationsuntersuchung nach sich, die zu einer geheimen Auktion, reichen Sammlern, Kriminellen und schließlich einem Mord führt.
🐛 Was denken wir?
Oh yes, die Personalie allein ist schon stark, aber das Setting macht sie noch besser. Zahn bekommt keinen beliebigen Weltraumauftrag, sondern einen verschachtelten Mysteryfall auf jener Station, die seit jeher hervorragend für Intrigen und Menschen mit mehreren Absichten funktioniert. Das könnte ausgesprochen gut zusammenpassen.
Timothy Zahn wechselt erstmals offiziell die Galaxie. Der Schöpfer von Grand Admiral Thrawn und einer der prägendsten Autoren der Star-Wars-Literatur schreibt für IDW Publishing seine erste Geschichte im Star-Trek-Universum.

Star Trek: Roc’s Egg erscheint im Oktober 2027 als eigenständige Graphic Novel und führt ausgerechnet nach Deep Space Nine. Dort wartet allerdings keine gewöhnliche Weltraummission, sondern ein Kriminalfall aus kostbaren Artefakten, geheimen Geschäften, reichen Sammlern und Menschen, die lieber nicht erklären möchten, was sie eigentlich auf der Station treiben.
🥚 Ein Ei verschwindet
Alles beginnt mit einem extrem wertvollen Artefakt namens Roc’s Egg. Das geheimnisvolle Objekt soll Deep Space Nine erreichen – wird während des Transports allerdings scheinbar zerstört.
Daraufhin übernimmt ein Ermittlungsteam des Judge Advocate General der Föderation den Fall. Was zunächst nach der Untersuchung eines beschädigten Transportguts klingt, wächst schnell zu einem erheblich größeren Rätsel heran.
Denn möglicherweise stimmt bereits die erste Annahme nicht: Das Roc’s Egg könnte etwas ganz anderes sein, als alle Beteiligten glauben.
💰 Eine Auktion mit Nebenwirkungen
Je tiefer die Ermittler graben, desto unangenehmer wird die Gesellschaft auf Deep Space Nine. Eine geheime Auktion, wohlhabende Sammler und gefährliche Kriminelle spielen in die Angelegenheit hinein, während der tatsächliche Wert des Artefakts zunehmend schwer einzuschätzen ist. Und irgendwo zwischen all diesen Interessen wartet auch noch ein Mord.
Damit klingt Roc’s Egg weniger nach großer Flottenschlacht als nach einem verschachtelten Science-Fiction-Krimi. Jeder besitzt Informationen, jeder verfolgt eigene Interessen und bereits die Frage, was überhaupt gestohlen oder zerstört wurde, scheint keineswegs so einfach zu sein.
🕵️ Deep Space Nine passt verdächtig gut
Für genau diese Art Geschichte ist Deep Space Nine beinahe ideal. Die Raumstation war schon immer einer jener Orte im Star-Trek-Universum, an denen Diplomaten, Händler, Geheimdienste, Kriminelle und Reisende zwangsläufig dieselben Korridore teilen.
Ein wertvolles Artefakt samt geheimer Auktion wirkt dort deshalb erheblich natürlicher als auf einer klinisch sauberen Sternenflottenbrücke. DS9 ist ein Ort für Leute mit Geschäften, Absichten und gelegentlich mehreren Versionen derselben Wahrheit. Timothy Zahn bekommt damit eine Bühne, auf der sein Faible für taktische Rätsel und Figuren mit verborgenen Zielen ziemlich gut funktionieren könnte.
🔵 Thrawn reist nicht mit
Zahns Name wird natürlich unweigerlich mit Grand Admiral Thrawn verbunden. Der blauhäutige Stratege erschien erstmals 1991 in Heir to the Empire und entwickelte sich zu einer der einflussreichsten Figuren, die außerhalb der ursprünglichen Star-Wars-Filme entstanden.
Zahn schrieb anschließend zahlreiche weitere Geschichten aus dieser Galaxis und begleitete Thrawns Rückkehr auch nach der Neuordnung des Kanons. Mit Roc’s Egg betritt er nun erstmals erzählerisch das andere große Science-Fiction-Universum der Popkultur.
Dabei muss er weder Thrawn kopieren noch aus der Sternenflotte plötzlich das Imperium machen. Ein komplexer Ermittlungsfall mit mehreren Parteien und versteckten Absichten klingt bereits ziemlich genau nach einem Stoff, bei dem Zahns Stärken auch ohne Großadmiral funktionieren können.
🖖 Fan seit der ersten Stunde
Für Zahn ist das Ganze allerdings kein spontaner Seitenwechsel. Seine Verbindung zu Star Trek reicht bis 1966 und damit zur Originalserie zurück.
Er verfolgt das Franchise somit praktisch seit dessen Beginn. Erst rund sechs Jahrzehnte später bekommt er nun selbst die Gelegenheit, eine Geschichte dazu beizutragen.
Das verleiht der Personalie einen hübschen zusätzlichen Dreh: Einer der bekanntesten Star-Wars-Autoren kommt nicht als fremder Gast zu Star Trek, sondern als jemand, der die andere große Weltraumreihe schon kannte, bevor Thrawn überhaupt erfunden war.
🎨 Ángel Hernández kennt die Station
Für die Zeichnungen ist Ángel Hernández verantwortlich. Der Künstler besitzt bereits reichlich Star-Trek-Erfahrung und arbeitete unter anderem an Star Trek: Deep Space Nine – The Dog of War sowie Star Trek: Voyager – Homecoming.
Damit trifft Zahns erstes Trek-Skript auf jemanden, der in dieser Welt visuell längst zu Hause ist. Gerade bei Deep Space Nine ist das ein Vorteil, weil die Station selbst einen starken Wiedererkennungswert besitzt und gleichzeitig genug unterschiedliche Räume für einen Mysteryplot bietet. Ob wir Quarks Bar, das Promenadendeck oder andere vertraute Orte tatsächlich wiedersehen, wurde bislang allerdings noch nicht verraten.
🔍 Wahrheit gegen Wert
Besonders reizvoll ist die zentrale Frage nach dem Artefakt. Wenn ein Gegenstand von unschätzbarem Wert scheinbar zerstört wird, beginnt die Geschichte automatisch mit mehreren Möglichkeiten: War das Objekt echt? Wurde es ausgetauscht? Wer wusste von seinem Transport? Und wem nützt sein Verschwinden?
Dazu kommen Käufer, Verkäufer und Menschen, die lieber niemals offiziell mit einer Auktion in Verbindung gebracht würden. Das klingt nach einer Geschichte, bei der der eigentliche Schatz am Ende weniger interessant sein könnte als das Netz aus Interessen, das um ihn herum entstanden ist.
🚀 Zwei Universen, ein Autor
Science-Fiction-Autoren wechseln selbstverständlich immer wieder zwischen unterschiedlichen Welten. Bei Timothy Zahn besitzt der Schritt trotzdem eine besondere Symbolik.
Star Wars und Star Trek bilden seit Jahrzehnten zwei der größten Science-Fiction-Franchises überhaupt, während Zahn mit Heir to the Empire einen entscheidenden Anteil daran hatte, das literarische Star-Wars-Universum Anfang der Neunziger neu zu beleben.
2027 schreibt er nun erstmals selbst an Star Trek weiter.
Und statt ihm gleich ein Raumschiff voller Photonentorpedos hinzustellen, schickt IDW ihn nach Deep Space Nine, gibt ihm ein verschwundenes Artefakt, einen Haufen Verdächtige und eine Leiche. Für Star Trek Verhältnisse doch schon fast logisch, oder?






