Schreibt sich nicht von allein: Martin ringt weiter mit The Winds of Winter

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

The Winds of Winter: Die ewige Schreibkrise des GRRM

📰 Was ist los?
George R. R. Martin arbeitet weiter an The Winds of Winter und beschreibt das Buch als sein bisher schwierigstes Projekt. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage; er spricht sogar davon, dass der Roman der umfangreichste Band der Reihe werden könnte und verweist auf das Schreckgespenst eines unvollendeten Klassikers wie Edwin Drood.

🐛 Was denken wir?
Aus Fantasy-Sicht ist das Ganze eine Mischung aus Tragikomödie und Hochseilakt: Ein Autor, der gleichzeitig Legende und eigenes Gespenst ist, ringt mit einem Buch, das längst Mythos geworden ist. Wir drücken die Daumen für ein fertiges Manuskript und behalten uns das Recht vor, später sehr ausführlich über jede einzelne Seite zu diskutieren.

🐺 Schreibt sich nicht von allein: Martin ringt weiter mit The Winds of Winter

George R. R. Martin brütet noch immer über The Winds of Winter und deutet an, dass der sechste Westeros-Roman am Ende das dickste Monster der ganzen Reihe werden könnte.

📚 Worum geht es diesmal bei GRRMs Dauer-Schreibkrise?

In einem neuen Gespräch mit The Hollywood Reporter erklärt Martin, dass er das Buch auf keinen Fall aufgeben will, alles andere wäre für ihn ein „totaler Fehlschlag“. Gleichzeitig räumt er ein, dass ihn das Schreiben von The Winds of Winter stärker fordert als alle bisherigen Bände und dass der Roman, sollte er alles umsetzen, was noch in seinem Kopf herumspukt, wohl zum längsten Teil von A Song of Ice and Fire anwachsen könnte.

🕰️ 16 Jahre Lebenszeit für einen einzigen Winter

Seit 2010 werkelt Martin offiziell an The Winds of Winter, während Fans praktisch jede einzelne Seite der Vorgänger schon fast auswendig kennen: A Dance with Dragons bringt es in der US-Ausgabe auf über tausend Seiten und genau diesen Rahmen könnte der Nachfolger noch sprengen. 2022 sprach der Autor davon, etwa drei Viertel des Manuskripts fertig zu haben; seitdem wird gefeilt, gestrichen, ergänzt. Kurz: Westeros ist eine Dauerbaustelle wie man sie von deutschen Autobahnen in Länge und Dauer bestens kennt.

🤯 Druck, Vermächtnis und das Dickens-Gespenst

Interessant ist weniger, dass Martin kämpft, sondern womit: Erwartungsdruck, Serien-Hype und der sehr reale Gedanke, die Geschichte womöglich nie selbst zu Ende zu bringen. In dem Interview verweist er auf Charles Dickens’ unvollendeten Roman The Mystery of Edwin Drood und genau dieses Schicksal will er seiner Saga ersparen. Ein anderer Autor soll die Reihe im Fall der Fälle ausdrücklich nicht übernehmen; lieber bleibt das Werk unvollendet, als dass jemand Fremdes das Schlusskapitel schreibt.

🎬 Trostpreis Westeros: Serien statt Seitenzahlen

Während der Roman weiter vor sich hin reift, lebt Westeros auf dem Bildschirm munter weiter: House of the Dragon wird fortgesetzt, A Knight of the Seven Kingdoms steht als nächste TV-Adaption bereit. Für Leserinnen und Leser bleibt das jedoch nur ein Trostpflaster, schließlich wollen viele wissen, wie die Geschichte auf Papier eigentlich gedacht war, bevor Showrunner und Streamingpläne dazwischenfunken.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Eine gewaltige Statue über einem antiken Hafen. In der Hand ein riesiges Runenschwert. Symbol für die Meilensteine der Fantasy.