Der Hunger zieht mit ins Camp: The Troop nimmt bei Paramount Primal neuen Anlauf

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Das Camp bekommt einen neuen Besitzer

📰 Was ist los?
Paramount Primal hat die Filmrechte an Nick Cutters Horrorroman The Troop erworben. Chris Basler schreibt die neue Spielfilmadaption, Lyrical Media produziert; Regisseur, Besetzung und Starttermin sind noch offen.

🐛 Was denken wir?
Der Stoff ist beinahe ideal für einen kompromisslosen Survival-Horrorfilm, aber seine lange Entwicklungsgeschichte mahnt zur Vorsicht. Entscheidend wird sein, ob Paramount Primal den drastischen Körperhorror tatsächlich als Herzstück begreift oder nur die eingängige Campingplatz-Prämisse übernimmt.

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🪱 Der Hunger zieht mit ins Camp: The Troop nimmt bei Paramount Primal neuen Anlauf

Ein abgelegener Campingplatz, eine Gruppe junger Scouts und ein Fremder, der viel zu dünn aussieht und trotzdem einen geradezu monströsen Hunger mitbringt. Nick Cutter braucht in The Troop keine verfluchte Villa und keinen Dämon aus einer anderen Dimension. Was er ins Lager schickt, ist erheblich biologischer und dadurch vielleicht noch unangenehmer.

Eine einzelne menschliche Silhouette steht zwischen dunklen bewaldeten Hügeln unter einem intensiv rot gefärbten Himmel.
Abgeschiedenheit, Bedrohung und kein schneller Ausweg: Nick Cutters The Troop bringt seinen Parasitenhorror nun zu Paramount Primal. © Gallery Books / Simon & Schuster

Nach Jahren wechselnder Entwicklungsversuche bekommt der 2014 veröffentlichte Horrorroman jetzt einen neuen Anlauf fürs Kino. Paramount Primal, das junge Genrelabel von Paramount, hat die Filmrechte erworben und Chris Basler mit dem Drehbuch beauftragt. Lyrical Media bleibt als Produktionsfirma an Bord.

Das ist deutlich mehr als die nächste Meldung darüber, dass irgendwo noch ein Skript herumliegt. The Troop hat nun wieder ein Studio hinter sich, einen fest benannten Drehbuchautor und eine Produktionsfirma, die das Projekt bereits seit einiger Zeit entwickelt.

🏕️ Dieser Campingtrip steckt seit Jahren in der Entwicklung

Die Idee einer Verfilmung ist keineswegs neu. Bereits 2019 sicherte sich Atomic Monster, die Produktionsfirma von James Wan, die Rechte an Cutters Roman. E.L. Katz sollte Regie führen, Noah Gardner und Aidan Fitzgerald waren für das Drehbuch vorgesehen.

Ein fertiger Film entstand daraus nicht. Das Projekt durchlief anschließend mehrere Entwicklungsphasen, bis Cutter im Mai dieses Jahres bestätigte, dass The Troop mittlerweile bei Lyrical Media liege. Dort existiere ein Drehbuch, mit dem man zufrieden sei. Was noch fehlte, war ein neuer Partner.

Cutter erklärte damals zugleich, warum eine frühere Produktionskonstellation auseinandergebrochen war: Ein beteiligtes Unternehmen sei einen großen Studiovertrag eingegangen und habe deshalb bestehende gemeinsame Projekte auflösen müssen. Mit der Fusion von Atomic Monster und Blumhouse war auch die frühere Verbindung zu The Troop beendet.

Jetzt sitzt Paramount Primal am Tisch. Ob Basler den bereits vorhandenen Entwurf überarbeitet oder einen neuen Ansatz entwickelt, wurde bislang nicht öffentlich erläutert. Sicher ist lediglich, dass er als aktueller Drehbuchautor der Spielfilmadaption geführt wird.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🪱 Das eigentliche Monster ist ziemlich klein

Der Roman liefert einen Stoff, der fürs Kino ebenso naheliegend wie schwierig ist. Scoutmaster Tim Riggs fährt mit einer Gruppe Jungen zu einem jährlichen Campingwochenende in die kanadische Wildnis. Dann taucht ein Fremder auf: erschreckend abgemagert, unnatürlich hungrig und Träger einer biologischen Bedrohung, die sich schnell innerhalb der Gruppe ausbreitet. Der Verlag beschreibt das Buch als Mischung aus parasitärem Horror und Survival-Thriller.

Hinter dem Ganzen steckt kein gewöhnliches Virus. The Troop arbeitet mit einem bioengineerten Parasiten und treibt dessen Auswirkungen auf den menschlichen Körper sehr weit. Gerade deshalb hat sich der Roman über die Jahre einen Ruf als einer von Cutters besonders drastischen Horrorstoffen aufgebaut.

Die Infektion ist allerdings nur die Hälfte der Geschichte. Isolation, Misstrauen und die Beziehungen innerhalb der Gruppe werden immer wichtiger, je weniger klar ist, wem noch geholfen werden kann und wer selbst zur Gefahr geworden ist.

Damit steckt im Roman deutlich mehr als bloße Body-Horror-Schauwerte. Die Gruppe zerfällt gleichzeitig körperlich und sozial. Genau diese Verbindung könnte für einen Film entscheidend werden.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.

🩸 Wie viel von Cutters Körperhorror schafft es auf die Leinwand?

Die zentrale Frage dürfte deshalb nicht sein, ob The Troop genug Material für einen Horrorfilm besitzt. Eher stellt sich die Frage, wie kompromisslos Paramount Primal das Material umsetzen möchte.

Cutters Roman ist an zahlreichen Stellen extrem körperlich. Infektion, Hunger, Selbstzerstörung und der zunehmend miserable Zustand der Figuren gehören nicht zum dekorativen Hintergrund, sondern bilden einen wesentlichen Teil seiner Wirkung. Dazu kommt, dass im Zentrum junge Figuren stehen.

Eine weichgespülte Verfilmung hätte damit ein offensichtliches Problem. Gerade das Gefühl, dass etwas im menschlichen Körper komplett außer Kontrolle geraten ist, unterscheidet The Troop von zahlreichen gewöhnlichen Survival-Stoffen.

Auf der anderen Seite ist die filmische Ausgangslage beinahe maßgeschneidert: begrenzter Schauplatz, kleiner Figurenkreis, sich ausbreitende Bedrohung und eine Gruppe, die immer weniger Möglichkeiten zur Flucht besitzt. Viel Horror lässt sich hier erzeugen, bevor überhaupt das erste besonders unangenehme Detail sichtbar werden muss.

🎬 Paramount hat jetzt das Camp – aber noch keinen Regisseur

Trotz der neuen Rechteübernahme befindet sich die Verfilmung weiterhin in einer frühen Phase. Bislang sind weder Regisseur noch Darsteller benannt. Auch einen Produktionsbeginn oder Veröffentlichungstermin gibt es nicht.

Das sollte man bei einem Stoff mit dieser Vorgeschichte ernst nehmen. The Troop war schon einmal mit Regisseur, Produzenten und Drehbuchautoren auf dem Weg ins Kino und kam trotzdem nie vor eine Kamera.

Der Unterschied ist diesmal Paramount Primal. Das erst kürzlich aufgebaute Label richtet sich ausdrücklich auf Genreproduktionen aus und hat mit The Troop nun einen weiteren klaren Horrorstoff in seine Entwicklung aufgenommen. Lyrical Media bringt gleichzeitig die Vorarbeit der vergangenen Monate mit.

Nach jahrelangem Wechsel zwischen Entwicklern, Drehbüchern und Produktionspartnern steht das Camp damit wieder.

Und der Parasit hat endlich einen neuen Wirt gefunden.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.