The Third Parent: Tommy Taffy klopft an – erster Teaser entfesselt den Creepypasta-Albtraum

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

👪 Familie komplett. Leider.

📰 Was ist los?
Der erste Teaser zu The Third Parent ist erschienen. Crispin Glover spielt Tommy Taffy, eine menschenähnliche Gestalt aus Elias Witherows Creepypasta-Geschichten, die während der Feierlichkeiten zum 4. Juli in eine Familie eindringt und sich dort als neue Autorität etabliert. Rob Lowe und Roselyn Sánchez gehören ebenfalls zur Besetzung.

🐛 Was denken wir?
Tommy Taffy funktioniert gerade deshalb so gut, weil er äußerlich fast menschlich wirkt und sein Horror direkt im Familienalltag beginnt. Der Teaser zeigt erfreulich wenig und lässt seine Kinderzeichnungen, sein Auftreten und dieses seltsame Gefühl arbeiten, dass an dem Mann vor der Tür etwas grundlegend falsch ist.

Es klingelt an der Haustür. Draußen steht ein höflich wirkender Mann, der aussieht, als hätte jemand einen Menschen nur ungefähr nachgebaut. Kurz darauf gehört er zur Familie – zumindest hat Tommy Taffy das so entschieden.

Ein dunkelhaariger Mann im schwarzen Anzug sitzt in einer Küche, während eine weiße Ratte auf seiner Schulter sitzt und weitere Ratten vor ihm zu sehen sind.
The Third Parent bringt Elias Witherows verstörende Internet-Horrormythologie ins Kino – mit einem Besucher, der sich viel zu schnell wie ein festes Familienmitglied benimmt. © Bleecker Street / The Third Parent

Mit The Third Parent schafft eine der verstörenderen Figuren aus der Creepypasta-Welt den Sprung ins Kino. Der erste Teaser zeigt Crispin Glover als Tommy Taffy, während Rob Lowe und Roselyn Sánchez eine Familie spielen, deren Leben durch den unangekündigten „dritten Elternteil“ vollständig unter seine Kontrolle gerät.

🚪 Ein Fremder erklärt sich zum Familienmitglied

Die Geschichte spielt während der Feierlichkeiten zum 4. Juli in einer amerikanischen Vorstadtsiedlung. Dort taucht Tommy Taffy scheinbar aus dem Nichts auf und dringt in das Leben einer Familie ein.

Sein Ziel ist keine gewöhnliche Entführung. Tommy möchte bleiben, Regeln aufstellen und sich selbst als zusätzliche Autorität im Haushalt etablieren. Wer ihm widerspricht, entdeckt ziemlich schnell, dass hinter der beinahe menschlichen Erscheinung etwas steckt, das sich weder durch Vernunft noch durch gewöhnliche Gegenwehr beeindrucken lässt.

🎬 The Third Parent – offizieller Teaser

Es klingelt an der Tür – und plötzlich hat die Familie ein neues Oberhaupt. Der erste Teaser zeigt Crispin Glover als Tommy Taffy.

😬 Crispin Glover ist eine ziemlich perfekte Fehlbesetzung für einen Menschen

Crispin Glover übernimmt Tommy Taffy – und schon die wenigen Bilder des Teasers zeigen, warum diese Besetzung reizvoll ist. Tommy muss nicht wie ein klassisches Monster aussehen. Viel wichtiger ist, dass an ihm etwas minimal und dauerhaft falsch wirkt.

Der Teaser hält ihn entsprechend lange zurück. Statt den neuen Horrorstar sofort komplett auszuleuchten, arbeitet er mit Kinderzeichnungen, verstörenden Bildern und einem kurzen Zusammentreffen an der Haustür. Gerade dadurch bekommt Tommy etwas Alltägliches, das wesentlich unangenehmer wirkt als ein großes CGI-Monster.

🌐 Der Horror entstand im Internet

Die Vorlage stammt von Elias Witherow und begann als Creepypasta aus der Internet-Horrorszene. Im Mittelpunkt der Geschichten steht Tommy Taffy, eine menschenähnliche Gestalt, die Familien heimsucht und ihnen seine groteske Vorstellung von Erziehung aufzwingt.

Aus dem Stoff entwickelte sich später ein eigener Roman, der die Mythologie um Tommy weiter ausbaute. Damit kommt die Figur aus derselben Erzählkultur, die bereits Slender Man und andere moderne Internetmonster hervorgebracht hat – allerdings mit einem deutlich intimeren Ansatz.

Tommy wartet nicht irgendwo im Wald. Er zieht bei dir ein.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏠 Familienhorror statt gewöhnlichem Slasher

Genau darin liegt die stärkste Idee von The Third Parent. Der Horror entsteht innerhalb eines Ortes, der eigentlich Sicherheit bieten sollte, und nimmt die Form einer Autoritätsperson an.

Tommy kontrolliert nicht nur Türen oder Fluchtwege. Er beansprucht eine Rolle innerhalb der Familie und verlangt Gehorsam. Dadurch wird aus der übernatürlichen Bedrohung gleichzeitig psychologischer Terror, weil das Monster den Alltag seiner Opfer nach eigenen Regeln neu ordnet.

Das ist erheblich unangenehmer als ein maskierter Killer, der irgendwann durchs Küchenfenster steigt.

🎆 Und das ausgerechnet am 4. Juli

Der Schauplatz ist ebenfalls bewusst gewählt. Während draußen amerikanische Unabhängigkeit gefeiert wird, verliert eine Familie innerhalb ihres eigenen Hauses jede Form von Selbstbestimmung.

Diese Gegenüberstellung steckt bereits in der offiziellen Prämisse und gibt dem Film mehr als eine bloße Monstermechanik. Feuerwerk, Nachbarschaft und Vorstadtidylle stehen einer Kreatur gegenüber, die genau dort eine kleine private Diktatur errichtet.

Der erste Teaser deutet diese Normalität stärker an als große Gewalteskalationen. Das dürfte dem Film guttun, solange Tommy möglichst lange wie jemand wirkt, der theoretisch tatsächlich vor einer Haustür stehen könnte.

Fantasy Events Banner: Ein dunkler Krieger erhebt seine Fahne vor einem riesigen lodernden Feuer, während Funken in den Nachthimmel steigen

👥 Rob Lowe und Roselyn Sánchez geraten unter seine Regeln

Rob Lowe spielt Mason „Cap“ Hollow, Roselyn Sánchez seine Frau Megan. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Rafael de Belligny, Bethany Milner und Gary Michael Walters.

Geschrieben und inszeniert wird der Film von David Michaels, der mit The Third Parent sein Spielfilm-Regiedebüt gibt. Bleecker Street übernimmt den US-Verleih. Der amerikanische Kinostart ist für den 22. Januar 2027 angesetzt. Ein deutscher Termin wurde bislang nicht bekanntgegeben.

🖍️ Der Teaser zeigt lieber Kinderzeichnungen als Erklärungen

Bemerkenswert ist, wie wenig der erste Trailer tatsächlich verrät. Statt die komplette Mythologie von Tommy Taffy auszubreiten, zeigt er verstörende Zeichnungen, kurze Fragmente und die wachsende Ahnung, dass dieser merkwürdige Besucher keineswegs wieder gehen möchte.

Das ist die richtige Entscheidung. Eine Figur wie Tommy lebt davon, dass ihre Regeln erst allmählich sichtbar werden und man lange nicht weiß, welche Grenzen sie überhaupt besitzt. Je weniger ein erster Teaser erklärt, desto länger darf dieses merkwürdige Lächeln arbeiten.

👹 Creepypasta bekommt wieder Kinoambitionen

Internet-Horror wird inzwischen zunehmend als Stoffquelle für größere Produktionen entdeckt. The Third Parent gehört dabei zu den interessanteren Kandidaten, weil hinter Tommy Taffy bereits eine ausgearbeitete Mythologie steckt und die Grundidee auch außerhalb ihrer ursprünglichen Onlineform sofort verständlich ist.

Ein Fremder steht vor der Tür. Er möchte Teil deiner Familie werden.

Und ein Nein gehört offenbar nicht zu den vorgesehenen Antworten. Das reicht eigentlich schon, oder?

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,
Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.