Banditen, Riesen und drei verlorene Schätze: The Neverfear setzt heute Segel

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Neverfear legt heute ab

📰 Was ist los?
Katherine Rundells The Neverfear erscheint heute als dritter Band von Impossible Creatures. Christopher und Anya werden nach einer Entführung auf die Suche nach drei kostbaren Schätzen geschickt und müssen dafür erneut tief in den Archipel hinein.

🐛 Was denken wir?
Das ist kein Release, den man zwischen zwanzig anderen Jugendbüchern verstecken sollte. Impossible Creatures hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer der größeren neuen Fantasyreihen für jüngere Leser entwickelt und Band drei besitzt mit seiner Schatzsuche bereits einen klaren eigenen Abenteuerhaken.

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⛵ Banditen, Riesen und drei verlorene Schätze: The Neverfear setzt heute Segel

Im Archipel sollte eigentlich gefeiert werden. Auf der kleinen Insel Glimt steht das Mittsommerfest bevor, Mondlicht liegt über der magischen Welt und für einen Moment könnte man glauben, Katherine Rundell gönne ihren Figuren tatsächlich eine ruhige Nacht. Dann beginnen die Berichte über maskierte Männer, die Dörfer niederbrennen.

Das Cover von The Neverfear zeigt einen großen rot-orangefarbenen magischen Vogel mit ausgebreiteten Flügeln über einer blau-gelben Fantasylandschaft.
Mit The Neverfear setzt Katherine Rundell heute ihre Reise durch den Archipel voller unmöglicher Kreaturen fort. © Bloomsbury Children’s Books – offizielles Cover

Mit The Neverfear erscheint heute bei Bloomsbury Children’s Books der dritte Band von Katherine Rundells Impossible Creatures-Reihe. Die britische Hardcover-Ausgabe umfasst 368 Seiten und führt Christopher und Anya erneut in den Archipel – diesmal auf eine Reise, die mit einer Entführung beginnt und sie auf die Suche nach drei kostbaren Schätzen schickt.

🔥 Aus dem Mittsommerfest wird eine Entführung

Die neue Geschichte beginnt auf Glimt, wo sich Gerüchte über Banditen im Archipel ausbreiten. Maskierte Männer ziehen durch die Inselwelt und setzen Dörfer in Brand. Noch bevor Christopher und Anya herausfinden können, was hinter den Angriffen steckt, geraten sie selbst in einen Hinterhalt.

Eine Person, die ihnen besonders nahesteht, wird entführt. Die Forderung dahinter ist ebenso einfach wie unangenehm: Christopher und Anya sollen drei außergewöhnlich wertvolle Schätze beschaffen. Damit bekommt The Neverfear eine ziemlich klassische Abenteuerstruktur, die Rundell durch ihre eigene Welt schicken kann – Reise, Suche, Gefahren und eine zunehmend dringliche persönliche Motivation.

Zur Gruppe gehören wieder einige der ungewöhnlicheren Bewohner des Archipels. Ratwin, ein Ratatoska, und Jacques, ein Jaculus-Drache, begleiten die beiden auf ihrer Fahrt. Das titelgebende Schiff Neverfear wird damit zum Ausgangspunkt für eine Reise durch weitere Teile einer Welt, deren vielleicht größte Stärke ohnehin darin besteht, dass hinter beinahe jeder Insel noch eine neue mythologische Kreatur warten kann.

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🗺️ Drei Schätze, Riesen und ein ziemlich dringlicher Wettlauf

Bloomsbury verrät bewusst nicht, was genau die drei gesuchten Schätze sind. Fest steht lediglich, dass die Reise Christopher und Anya zu gefährlichen Gegnern führt und sie sich unter anderem mit Riesen auseinandersetzen müssen.

Hinzu kommt ein waghalsiger Wettlauf, während die Entführer ihnen offensichtlich wenig Raum für gemütliches Inselhopping lassen. Die Struktur wirkt dadurch stärker auf ein klassisches Quest-Abenteuer zugeschnitten als die bloße Fortführung einer bereits bekannten Bedrohung.

Gerade für Impossible Creatures passt das. Der Archipel funktioniert als Welt, in der Rundell Kreaturen aus unterschiedlichsten Mythen nebeneinander existieren lassen kann, ohne jede Begegnung erst umständlich erklären zu müssen. Der fantastische Kosmos steht inzwischen; der dritte Band kann sich deshalb stärker darauf konzentrieren, Christopher und Anya hindurchzujagen.

🐉 Der Archipel ist längst größer als ein einzelnes Jugendbuch

Als Impossible Creatures erschien, hätte man die Geschichte noch als außergewöhnlich ambitioniertes Fantasy-Abenteuer für jüngere Leser einordnen können. Inzwischen ist daraus eine der sichtbarsten neuen Kinder- und Jugendfantasy-Reihen Großbritanniens geworden.

Der erste Band wurde unter anderem zum Waterstones Book of the Year gewählt und gewann bei den British Book Awards als Children’s Fiction Book of the Year. Rundells Archipel hat damit sehr schnell jene Schwelle überschritten, an der ein weiterer Band nicht bloß eine routinemäßige Fortsetzung für bestehende Leser ist.

Das erklärt auch, warum The Neverfear für unseren Literaturbereich einen eigenen Releasebeitrag verdient. Fantasy wird medial häufig erst dann groß behandelt, wenn eine Adaption, ein Videospiel oder irgendeine Serienankündigung daraus entsteht. Rundells Reihe braucht diesen Umweg inzwischen nicht mehr. Hier ist das Buch selbst das Ereignis.

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🪽 Fantastische Kreaturen bleiben das eigentliche Versprechen

Schon der Serientitel macht ziemlich unverhohlen klar, worum es Rundell geht. Der Archipel ist ein Rückzugsort für Wesen, die in unserer Welt nur noch als Mythos, Legende oder Märchen existieren. Greife, Zentauren, Drachen und wesentlich exotischere Kreaturen bilden deshalb keine gelegentliche Dekoration, sondern das Fundament der Welt.

The Neverfear setzt diese Idee fort, erweitert sie aber offenbar stärker in Richtung Abenteuerfahrt. Christopher und Anya brechen nicht lediglich auf, um eine einzelne Bedrohung abzuwehren. Sie müssen mehrere Orte erreichen, verschiedene Aufgaben lösen und jene drei Schätze finden, von denen das Leben der entführten Person abhängt.

Das eröffnet Rundell gleichzeitig die Möglichkeit, wieder neue Ecken des Archipels und neue Kreaturen einzuführen. Gerade nach zwei Büchern ist das entscheidend: Eine fantastische Welt bleibt nur dann wirklich groß, wenn man weiterhin das Gefühl hat, dass hinter dem Horizont Dinge existieren, von denen selbst die Hauptfiguren noch nichts wissen.

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📚 Heute beginnt das dritte Abenteuer

The Neverfear erscheint heute als dritter Band nach Impossible Creatures und The Poisoned King. Die britische Hardcover-Ausgabe bringt es auf 368 Seiten; E-Book und Hörbuch gehören ebenfalls zur Veröffentlichung.

Für Neueinsteiger ist das entsprechend nicht der sinnvollste Punkt, um Christopher einfach irgendwo auf hoher See kennenzulernen. Für bestehende Leser beginnt dagegen genau heute die nächste große Reise durch den Archipel – mit Banditen, entführten Freunden, Riesen und drei Schätzen, die offenbar besser verborgen geblieben wären.

Das Schiff heißt Neverfear. Angesichts der Reiseroute dürfte sich ziemlich schnell zeigen, ob der Name als Versprechen oder als ausgesprochen schlechte Vorahnung gemeint ist.

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