The Lie of Sherwood Forest: Robin Hood gerät in ein gefährliches Netz aus Lügen
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🏹 Sherwood voller falscher Fährten
📰 Was ist los?
The Lie of Sherwood Forest erzählt die Robin-Hood-Legende neu. Thomasin McKenzie, Finn Cole und Antony Starr stehen für die düstere Produktion mit Regisseur Patrick Vollrath auf der Besetzungsliste. Eine junge Frau täuscht Robin Hood, um ihren Bruder zu retten.
🐛 Was denken wir?
Die Perspektive ist reizvoll: Statt eines weiteren Heldenepos könnte eine Geschichte über die Schattenseiten vermeintlich gerechter Gewalt entstehen. Entscheidend wird sein, ob Robin Hood dabei eine echte Figur bleibt. Pedro misstraut ihm ohnehin. Wer ständig Reiche ausraubt und nie eine Steuererklärung abgibt, hat etwas zu verbergen.
Robin Hood raubt die Reichen aus, beschenkt die Armen und sorgt mit seinem treuen Gefolge dafür, dass der Sheriff von Nottingham regelmäßig schlechte Laune bekommt. So weit die Legende. Doch was passiert, wenn ausgerechnet der berühmte Räuberhauptmann selbst zum Opfer einer Täuschung wird? The Lie of Sherwood Forest stellt die Geschichte des englischen Volkshelden auf den Kopf und verspricht eine ungewöhnlich düstere Neuinterpretation.

Die deutsche Produktionsfirma augenschein entwickelt den Film mit Regisseur Patrick Vollrath. Mit Thomasin McKenzie, Finn Cole und Antony Starr nimmt inzwischen auch die prominente Besetzung Gestalt an. Der Film war zuvor unter dem Titel The Tale of Robin Hood angekündigt worden.
🏹 Eine Lüge mitten im Sherwood Forest
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die ihren Bruder um jeden Preis retten will. Dafür schreckt sie nicht einmal davor zurück, Robin Hood und seine berühmten Gefährten gezielt zu täuschen.
Was zunächst nach einer klassischen Rettungsgeschichte klingt, entwickelt sich zu einer Auseinandersetzung mit Loyalität, Gerechtigkeit und den Folgen von Gewalt. Die vertraute Welt der edlen Gesetzlosen bekommt damit eine neue Perspektive.
Denn wenn Menschen aus Verzweiflung handeln, verschwimmen die Grenzen zwischen Täuschung und Notwendigkeit. Und selbst die sogenannten Guten müssen sich fragen lassen, ob ihre eigenen Entscheidungen tatsächlich gerecht sind.
Der Film will die Robin-Hood-Legende ausdrücklich als Antikriegsgeschichte neu interpretieren. Gewalt erscheint hier nicht als heldenhafte Lösung, sondern als Anfang eines Kreislaufs, der immer neue Opfer fordert.
Das ist für einen Stoff, dessen berühmtester Held normalerweise mit Pfeil und Bogen für Gerechtigkeit sorgt, eine bemerkenswert unbequeme Ausgangslage.
🎭 Thomasin McKenzie, Finn Cole und Antony Starr
Die Hauptrolle übernimmt Thomasin McKenzie, die unter anderem durch Jojo Rabbit und Last Night in Soho bekannt wurde. Sie verkörpert jene junge Frau, deren verzweifelter Rettungsversuch das vertraute Bild von Robin Hood erschüttert.
Neu zur angekündigten Besetzung gehören Finn Cole, bekannt aus Peaky Blinders, und Antony Starr, der als skrupelloser Homelander in The Boys internationale Bekanntheit erlangte.
Welche Figuren Cole und Starr konkret spielen, ist bislang nicht verlässlich bestätigt. Gerade bei Starr dürfte die Frage allerdings für einige Spekulationen sorgen. Schließlich hat er bereits eindrucksvoll bewiesen, dass man einen vermeintlichen Helden auch ausgesprochen unangenehm gestalten kann.
Die eigentliche Hauptfigur bleibt jedoch McKenzies junge Frau. Ihre Entscheidungen sollen die Geschichte vorantreiben, statt die bekannten Abenteuer des Räuberhauptmanns lediglich aus einer weiteren Perspektive nachzuerzählen.
🌲 Sherwood Forest entsteht in Nordrhein-Westfalen
Eine weitere Besonderheit betrifft die Produktion. Ein großer Teil des legendären Sherwood Forest soll in Nordrhein-Westfalen entstehen.
Bereits im Juli 2026 erhielt das Projekt unter seinem ursprünglichen Titel The Tale of Robin Hood eine Produktionsförderung von 1,2 Millionen Euro durch die Film- und Medienstiftung NRW.
Hinter dem Film steht RO Co-Production, eine Tochtergesellschaft der Kölner augenschein Filmproduktion. Auch das ZDF ist an der Produktion beteiligt. Für den deutschen Verleih ist Wild Bunch vorgesehen.
Regisseur Patrick Vollrath wurde 2016 für seinen Kurzfilm Alles wird gut für einen Oscar nominiert. Das Drehbuch zu The Lie of Sherwood Forest stammt von Harris Kaufmann und Joachim Hedden.
Dass der berühmteste Wald Englands nun teilweise in Deutschland entsteht, ist eine durchaus reizvolle Vorstellung. Solange nicht plötzlich ein Hinweisschild nach Wuppertal zwischen den mittelalterlichen Eichen auftaucht, dürfte der Ortswechsel dem Abenteuer kaum schaden.
⚔️ Ein Robin Hood ohne einfache Helden?
Die Geschichte des Robin Hood wurde unzählige Male verfilmt. Mal war er romantischer Abenteurer, mal rebellischer Volksheld, mal abgekämpfter Krieger. Fast immer stand allerdings der Kampf gegen eine ungerechte Obrigkeit im Mittelpunkt.
The Lie of Sherwood Forest wählt offenbar einen anderen Ansatz. Nicht die Frage, ob Robin Hood ein guter Bogenschütze ist, steht im Zentrum, sondern was Gerechtigkeit überhaupt bedeutet, wenn Loyalität und Überleben miteinander kollidieren.
Das könnte der Legende eine ungewohnte Schärfe verleihen. Andererseits wird sich erst zeigen müssen, ob die bekannte Figur mehr ist als ein wirkungsvoller Hintergrund für eine andere Geschichte.
Einen bestätigten Kinostart gibt es bislang nicht. Mit der erweiterten Besetzung und der Vorbereitung des internationalen Verkaufs nimmt das Projekt aber weiter Gestalt an.
Vielleicht braucht Sherwood Forest tatsächlich keine weitere Geschichte über den besten Bogenschützen Englands. Sondern endlich eine über jene Menschen, die zwischen seinen Pfeilen überleben müssen.





