Ein Massaker im Outback kehrt zurück: The Killings at Parrish Station bei HBO Max

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Im Outback bleibt nichts ewig begraben

📰 Was ist los?
The Killings at Parrish Station ist jetzt komplett bei HBO Max verfügbar. Die sechsteilige australische Mystery-Horror-Serie verbindet einen Cold Case aus dem Jahr 1987 mit neuen Morden 37 Jahre später und führt ihre Ermittlungen zunehmend in Richtung Okkultismus und kosmischen Horror.

🐛 Was denken wir?
Der spannendste Ansatz ist die doppelte Zeitebene. Ein Fall, der eine Ermittlerin fast vier Jahrzehnte verfolgt und dann scheinbar identisch wiederkehrt, hat automatisch mehr Gewicht als ein gewöhnlicher Wochenkrimi. Dazu kommt das Outback als ideale Kulisse für Isolation und paranoide Stimmung.

Ein abgelegenes Forschungslager irgendwo in der australischen Wüste, vier tote Wissenschaftler und ein einziger Überlebender, der sofort wie der naheliegende Täter aussieht. The Killings at Parrish Station beginnt wie ein klassischer Cold Case – und schiebt sich dann immer tiefer in Okkultismus, Wahn und übernatürlichen Horror.

Zwei Ermittler stehen neben einem Geländewagen in einer abgelegenen, trockenen Outback-Landschaft aus The Killings: Parrish Station.
In The Killings: Parrish Station beginnt alles mit klassischer Ermittlungsarbeit im australischen Outback, bevor der jahrzehntealte Fall immer stärker in Okkultismus und Horror kippt. © Stan / HBO Max

Die sechsteilige australische Serie ist seit 10. September 2026 vollständig bei HBO Max in Deutschland verfügbar. Alle sechs Episoden stehen gleichzeitig zum Abruf bereit. Damit lässt sich der Fall ohne wöchentliche Pause durchziehen – was bei einer Geschichte, die über 37 Jahre hinweg dieselben Schrecken wieder aufbrechen lässt, vermutlich keine schlechte Idee ist.

🩸 1987 beginnt alles mit vier Leichen

Im Jahr 1987 wird Detective Georgia Cooke zu einer abgelegenen Forschungsstation gerufen. Dort sind vier Wissenschaftler unter grausamen Umständen ums Leben gekommen. Nur ein Mann hat das Massaker überlebt und wird entsprechend schnell zum Hauptverdächtigen.

Doch je tiefer Georgia gräbt, desto weniger passt der Fall in ein normales kriminalistisches Raster. Hinweise auf Rituale, Okkultismus und psychische Entgleisung ziehen sich durch die Ermittlungen, während ihre Suche nach der Wahrheit zunehmend ihr eigenes Leben zerstört.

🎬 Der Fall kehrt nach 37 Jahren zurück

Der offizielle Trailer zu The Killings at Parrish Station zeigt das ursprüngliche Massaker, die späteren Morde und jene Mischung aus Cold Case, Okkultismus und Outback-Horror, die den Fall über Jahrzehnte weiterleben lässt.

⏳ 37 Jahre später beginnt der Albtraum erneut

Der zweite Teil der Geschichte setzt 37 Jahre später ein. Georgia ist inzwischen älter, doch der Fall von Parrish Station hat sie nie wirklich losgelassen. Als neue Morde geschehen, die auffällig stark an die damaligen Taten erinnern, wird sie erneut in die Ermittlungen gezogen.

Damit bekommt die Serie ihren eigentlichen Reiz: Es geht nicht nur darum, wer damals gemordet hat, sondern auch darum, ob das, was 1987 begann, jemals wirklich beendet wurde.

🌑 Cold Case trifft kosmischen Horror

Stan beschreibt die Serie selbst als Mischung aus „cosmic mystery“ und Horror. Genau diese Kombination trennt Parrish Station von einem gewöhnlichen Polizeithriller. Die Forschungsstation, die Wüste und die jahrzehntelange Wiederkehr derselben Muster verleihen dem Fall etwas Größeres und Unheimlicheres als bloße menschliche Gewalt.

Dabei scheint die Serie bewusst lange offenzuhalten, ob hinter den Ereignissen tatsächlich etwas Übernatürliches steckt oder ob die Figuren an Besessenheit, Trauma und Manipulation zerbrechen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🎭 Mia Wasikowska und Heather Mitchell spielen dieselbe Ermittlerin

Eine interessante Entscheidung betrifft die Besetzung von Georgia Cooke. In der 1987er-Zeitebene wird sie von Mia Wasikowska gespielt, in der Gegenwart von Heather Mitchell. Dadurch kann die Serie denselben Fall aus zwei Lebensphasen derselben Figur betrachten.

Zur weiteren Besetzung gehören Xavier Samuel, Robert Taylor, Alan Dale, Emma Lung und Doris Younane. Regie führt Daniel Nettheim. Die Serie wurde von Ben Jenkins geschaffen und geschrieben, mit weiteren Drehbüchern von Tim Pye, Yolanda Ramke und Catherine Smyth-McMullen.

🌵 Das Outback wird selbst zum Teil des Horrors

Das australische Hinterland ist hier mehr als bloße Kulisse. Die Forschungsstation liegt isoliert in einer Landschaft, in der Hilfe weit entfernt ist und jedes seltsame Ereignis automatisch größer wirkt.

Diese Isolation passt hervorragend zum Stoff. Statt klassischer Spukhaus-Enge arbeitet die Serie mit Weite, Hitze, Leere und dem Gefühl, dass irgendwo draußen etwas existiert, das keiner vollständig versteht.

📺 Alle sechs Folgen sind bereits verfügbar

In Australien startete The Killings at Parrish Station bereits am 24. Juni 2026 bei Stan. In Deutschland erfolgte die Premiere am 10. September bei HBO Max; alle sechs Folgen wurden gleichzeitig veröffentlicht.

Die Episoden laufen jeweils ungefähr 45 bis 50 Minuten und erzählen die Geschichte abgeschlossen über eine Staffel.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,
Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.