The Killing Stone: Wer mit dem Teufel Karten spielt, sollte vorher das Regelblatt lesen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

😈 Die Hölle mischt die Karten neu

📰 Was ist los?
The Killing Stone verlässt am 21. Oktober 2026 den Early Access und erscheint gleichzeitig für PS5 und Xbox Series X|S. Das okkulte Fantasy-Kartenspiel erhält mit The Reckoning sein abschließendes viertes Kapitel. Dazu kommen weitere Geschichten, neue strategische Möglichkeiten und überarbeitete Dämonenverträge, deren Konsequenzen bis ins Finale reichen.

🐛 Was denken wir?
Die Idee, Deckbuilding mit dämonischen Verhandlungen und einer verzweigten Familiengeschichte zu verbinden, hat ordentlich Potenzial. Besonders die lebendigen Figuren auf dem Ritualbrett und das Vertragssystem machen neugierig. Wenn Entscheidungen tatsächlich spürbare Folgen haben, könnte The Killing Stone deutlich mehr bieten als eine weitere Runde Kartenkloppen mit finsteren Monstern.

Mit dem Teufel zu verhandeln, ist grundsätzlich eine schlechte Idee. Noch problematischer wird es, wenn der Herr der Unterwelt auf ein Kartenspiel besteht und die eigene Seele als Spieleinsatz betrachtet. Genau darum geht es in The Killing Stone, dem düsteren Fantasy-Kartenabenteuer von Question, das am 21. Oktober 2026 den Early Access verlässt und gleichzeitig für PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheint.

Gameplay-Screenshot aus The Killing Stone mit drei beschworenen Kreaturen auf einem magischen Spielbrett, drei Handkarten und einer reich verzierten Benutzeroberfläche.
In The Killing Stone erwachen magische Spielfiguren auf einem okkulten Ritualbrett zum Leben. Mit Kreaturen, Zauberkarten und cleveren Kombinationen versuchen Spieler, dämonische Gegner zu besiegen. © Question / The Killing Stone

Die Vollversion bringt das große Finale der okkulten Familiengeschichte, zusätzliche Handlungsstränge und überarbeitete Spielmechaniken. Wer schon immer wissen wollte, ob sich jahrhundertealte Familienflüche mit cleverem Deckbuilding beseitigen lassen, bekommt damit endlich Gelegenheit, die Rechtsauffassung der Hölle persönlich kennenzulernen.

🩸 Eine verfluchte Familie und ein ausgesprochen schlechter Vertrag

Im Mittelpunkt steht die Familie Svangård, deren Mitglieder im 17. Jahrhundert unter einem furchtbaren Fluch leiden. Ihre Seelen stehen auf dem Spiel, und die Dämonen scheinen keinerlei Interesse an einer gütlichen Einigung zu besitzen.

Spieler übernehmen die Rolle des Maven, eines Meisters der dunklen Künste, der die Familie vor ihrem Schicksal bewahren soll. Dafür untersucht er den rätselhaften Tod von Mariken Svangård, befragt Familienmitglieder und tierische Vertraute und setzt nach und nach die Hintergründe des Fluchs zusammen.

Die entscheidenden Auseinandersetzungen finden auf einem zeremoniellen Spielbrett statt. Dort gilt es, Dämonenfürsten durch magische Kartenduelle zu besiegen und ihnen die verpfändeten Seelen wieder abzunehmen. Eine Aufgabe, bei der man vermutlich besser abschneidet, wenn man sowohl die Spielregeln als auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Unterwelt gelesen hat.

🎬 The Killing Stone – Release-Trailer

Dämonische Kartenduelle, verfluchte Seelen und die letzte Abrechnung: Der neue Trailer zeigt das große Finale des okkulten Fantasy-Abenteuers.

🃏 Wenn die Spielfiguren lebendig werden

Das Herzstück von The Killing Stone ist ein ungewöhnliches Kampfsystem rund um die Fanghella, den titelgebenden Killing Stone. Auf diesem magischen Brett werden Kreaturenfiguren zum Leben erweckt, während Zaubersprüche, Beschwörungen und sorgfältig zusammengestellte Kartendecks über Sieg und Niederlage entscheiden.

Eine besondere Rolle spielt das Reserve-System. Kreaturen lassen sich für spätere Spielzüge zurückhalten, Zauber können verstärkt und taktische Möglichkeiten vorbereitet werden. Dadurch geht es um mehr als das bloße Ausspielen der gerade stärksten Karte.

Zusätzliche Komplexität bringen die Verhandlungen mit Dämonen. Wer einen Pakt eingeht, kann mächtige Vorteile erhalten, muss allerdings möglicherweise dauerhafte Nachteile hinnehmen. Diese beeinflussen das eigene Deck und können bis zum entscheidenden Ritual erhalten bleiben.

Der Teufel gibt schließlich nichts umsonst. Und wenn doch, sollte man dringend misstrauisch werden.

🔥 The Reckoning bringt das große Finale

Seit Februar 2026 ist The Killing Stone auf dem PC im Early Access verfügbar. Bislang konnten Spieler drei große Handlungsstränge absolvieren, eigene Kartendecks entwickeln und sich auf den abschließenden Konflikt vorbereiten.

Mit Version 1.0 erscheint nun das vierte und letzte Kapitel namens The Reckoning. Darin werden die zuvor aufgebauten Decks zusammengeführt und in entscheidenden Ritualen eingesetzt, die über das Schicksal der Familie Svangård bestimmen.

Question hat außerdem zusätzliche optionale Geschichten, neue strategische Karten, erweiterte Sprachausgabe und Verbesserungen am Kampf- und Belohnungssystem angekündigt. Besonders interessant sind die erweiterten Entscheidungsmöglichkeiten, durch die einzelne Familienmitglieder unterschiedliche Schicksale erleiden können.

Damit soll das Finale tatsächlich von den zuvor getroffenen Entscheidungen abhängen. Wer während seiner Reise jeden dämonischen Vertrag begeistert unterschrieben hat, darf sich also auf eine möglicherweise lehrreiche Schlussabrechnung freuen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

📜 Dämonische Verträge mit historischer Sprachausgabe

Auch erzählerisch setzt The Killing Stone auf eine ungewöhnliche Idee. Die vollständige Geschichte lässt sich wahlweise in modernem Englisch oder in einer historisch angelehnten Sprachfassung des 17. Jahrhunderts erleben. Beide Varianten verfügen über eigene Dialogtexte und entsprechende Vertonung.

Zu den Sprechern gehören Emma Gregory, bekannt aus Baldur’s Gate 3, und Liam O’Brien, dessen Stimme unter anderem Fans von Critical Role vertraut sein dürfte.

Die Atmosphäre wird durch die düstere Folk-Horror-Inszenierung, magische Spielfiguren und die Perspektive aus der ersten Person getragen. Deutsche Menüs und Untertitel sind für die PC-Version ebenfalls vorhanden.

Wer seine Seele schon an einen Dämon verliert, kann sich die verheerenden Vertragsbedingungen immerhin in verständlicher Sprache anzeigen lassen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

💻 Am 21. Oktober auch für PlayStation und Xbox

The Killing Stone erscheint am 21. Oktober 2026 als Vollversion für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Auf dem PC wird das Spiel über Steam, den Epic Games Store und den Microsoft Store angeboten. Der angekündigte Preis liegt bei 19,99 US-Dollar.

Entwickelt wird das Abenteuer von Question, dem Studio hinter The Magic Circle und The Blackout Club. Mit dem Abschluss der Early-Access-Phase soll nun die vollständige Geschichte samt überarbeiteter Spielsysteme zur Verfügung stehen.

😈 Die Hölle hat eine Rechtsabteilung

The Killing Stone besitzt eine reizvolle Mischung aus okkulter Erzählung, taktischem Kartenspiel und makabrem Humor. Besonders das Zusammenspiel aus langfristigen Deckentscheidungen und dämonischen Verträgen könnte dafür sorgen, dass jede Begegnung Konsequenzen über den einzelnen Kampf hinaus besitzt.

Die lebendigen Spielfiguren verleihen dem Spiel zudem einen unverwechselbaren visuellen Charakter. Wenn das neue Finale die erzählerischen Versprechen einlöst, könnte hier ein bemerkenswert eigenständiges Fantasy-Kartenspiel auf seinen Abschluss zusteuern.

Eine Frage bleibt allerdings offen: Wenn man den Teufel beim Kartenspiel besiegt, akzeptiert er das Ergebnis? Oder schickt er anschließend seine berühmten Anwälte?

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