The Hunt for Gollum: Peter Jackson lässt Andy Serkis in Gollums Kopf kriechen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Wenn der Ring ruft, geht Serkis ans Telefon

📰 Was ist los?
Peter Jackson führt bei The Hunt for Gollum nicht Regie. Stattdessen übernimmt Andy Serkis, der Gollum erneut spielt und den Film inszeniert. Jackson bleibt als Produzent beteiligt.

🐛 Was denken wir?
Das ist ausnahmsweise keine schlechte Franchise-Logik. Wer Gollum jahrzehntelang gespielt, gehaucht, gekrümmt und innerlich zersägt hat, darf ihn jetzt auch filmisch durchleuchten. Schlimmer wäre gewesen, wenn Warner Gollum vorsorglich von einem sehr jungen Aragorn emotional hätte erklären lassen.

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🧌 The Hunt for Gollum: Peter Jackson lässt Andy Serkis in Gollums Kopf kriechen

Peter Jackson hat erklärt, warum er The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum nicht selbst inszeniert. Die kurze Fassung: Er hätte es machen können, aber er findet Andy Serkis für diese spezielle Geschichte spannender. Der Film spielt zwischen Der Hobbit und Der Herr der Ringe und soll sich stark um Gollums Psychologie und seine Sucht drehen. Jackson produziert, will Serkis aber möglichst viel Freiheit lassen.

Eine kleine gebrochene Gestalt kauert in einer dunklen Höhle vor goldenem Licht, während zwei gegensätzliche Schatten an der Felswand erscheinen.

Das ist ziemlich logisch. Wenn es eine Figur in Mittelerde gibt, bei der man nicht einfach „mehr Landschaft, mehr Orks, mehr traurige Streicherblicke“ bestellen sollte, dann Gollum. Dieser Stoff braucht keinen touristischen Rundflug über Neuseeland, sondern jemanden, der weiß, wie es klingt, wenn eine Kreatur gleichzeitig Opfer, Monster, Komiker, Junkie und tragischer Restmensch ist.

🪓 Gollum als Psychodrama, nicht als Schatzsuche mit Hobbitschweiß

Interessant ist Jacksons Betonung: The Hunt for Gollum soll offenbar keine reine Zwischenkapitel-Verwaltung werden, sondern eine innere Geschichte über Gollums Zerrissenheit, Abhängigkeit und Besessenheit. Genau da liegt die Chance. Gollum ist nicht bloß ein bekannter Name, den man wieder aus der Franchise-Schublade zieht. Er ist eine der wenigen Figuren, bei denen ein neuer Film tatsächlich etwas graben könnte, ohne sofort wie ein nostalgischer Souvenirshop zu wirken.

Natürlich bleibt Vorsicht angebracht. Mittelerde ist inzwischen ein Gebiet, in dem jedes neue Projekt erst einmal beweisen muss, dass es mehr ist als ein Geschäftsmodell mit Elbenschrift. Aber Serkis als Regisseur ist hier zumindest keine beliebige Wahl. Er kennt die Figur, er kennt die Welt, und er hat als Regisseur bereits große Effektstoffe umgesetzt.

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Dass Ian McKellen als Gandalf und Elijah Wood als Frodo zurückkehren sollen, während Jamie Dornan als jüngerer Aragorn vorgesehen ist, zeigt zugleich: Warner will vertraute Gesichter, aber auch neu sortieren. Der Film ist derzeit für den 17. Dezember 2027 angesetzt.

🧌 Kleines Urteil aus der Höhle

The Hunt for Gollum bleibt ein riskantes Projekt. Niemand braucht Mittelerde als endlose Randnotizen-Verfilmung, bei der irgendwann auch noch der Stammbaum eines besonders wichtigen Elben-Zaunpfahls eigene Betrachtungen bekommt.

Aber diese Entscheidung hat Charme. Jackson tritt zurück, ohne zu verschwinden. Serkis übernimmt eine Figur, die er besser kennt als jeder andere Mensch außerhalb eines sehr verschlossenen Tolkien-Forums. Und Gollum als psychologische Fantasytragödie klingt deutlich interessanter als der nächste große Schlachtenaufguss mit digitalem Donner.

Wenn Warner hier nicht nur Namen melkt, sondern wirklich in Gollums beschädigte Seele hinabsteigt, könnte The Hunt for Gollum tatsächlich mehr werden als ein weiterer Ring im Franchise-Schlüsselbund.

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