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Kommt Gollum im Dreierpack?
📰 Was ist los?
Für „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum“ gibt es einen offiziellen Kinostart am 17. Dezember 2027. Darüber hinaus kursiert nun das Gerücht, der Film könne der Auftakt einer neuen Mittelerde-Trilogie sein. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht.
🐛 Was denken wir?
Ein weiterer Mittelerde-Film ist nachvollziehbar. Eine neue Trilogie über ein Stoffloch zwischen bekannten Ereignissen klingt dagegen verdächtig nach „Wir hatten noch Regalplatz im Franchise-Schrank“. Erstmal also: skeptische Augenbraue hoch und Ringfinger unten lassen.
💍 Noch mehr Mittelerde: The Hunt for Gollum als Trilogie?
Warner Bros. hat mit „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum“ bereits einen neuen Kinofilm für den 17. Dezember 2027 datiert. Regie führt Andy Serkis, produziert wird wieder mit Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens im kreativen Umfeld der alten Filmtrilogien. Offiziell ist das also kein Phantom, sondern ein reales Rückkehr-Projekt mit großem Weihnachtskino-Stempel.
Neu ist jetzt das Gerücht, dass „The Hunt for Gollum“ nicht nur ein Einzelabenteuer, sondern womöglich der Start einer neuen „Herr der Ringe“-Trilogie sein könnte. Diese Spur kommt aktuell vor allem über Jeff Sneider beziehungsweise Aggregatoren, die seine Aussagen aus „The Hot Mic“ weiterreichen. Und genau da beginnt das übliche Franchise-Ballett: viel Gemurmel, viel „insiderisch“, null offizielle Bestätigung.
🧙 Offiziell ist nur: Warner will mehr als einen Film
Ganz aus der Luft gegriffen ist die Sache allerdings nicht. Bereits 2024 wurde berichtet, dass Warner Bros. mehr als nur einen neuen Live-Action-Mittelerdefilm plant. Branchenberichte sprachen früh von einer neuen Charge an Live-Action-Filmen, und selbst die offizielle Kommunikation rund um The Hunt for Gollum klang nie nach „einmal noch schnell Gollum, dann Schluss“. Das Problem ist nur: „mehrere Filme“ ist noch lange nicht dasselbe wie „eine neue Trilogie“. Genau diesen Unterschied verwischt das aktuelle Gerücht mit der Eleganz eines Orks im Porzellanladen.
🪓 Warum die Reaktion vieler Fans so frostig ausfällt
Die Nervosität kommt nicht von ungefähr. Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie gilt für viele bis heute als nahezu sakrosanktes Fantasy-Kulturgut, während die „Hobbit“-Trilogie für einen erheblichen Teil des Publikums eher als Lehrfilm darüber in Erinnerung blieb, wie man aus einem schlanken Stoff sehr viel Laufzeit presst. Wenn dann ausgerechnet ein Film über die Gollum-Jagd womöglich zum Startschuss einer weiteren Dreierpackung werden soll, denken viele nicht an epische Notwendigkeit, sondern an den alten Industriesatz: Wenn ein Stoff einmal Geld gedruckt hat, wird er so lange gesegnet, bis er knistert. Das sieht man auch an der deutlich vorsichtigen bis skeptischen Fan-Stimmung in einschlägigen Diskussionsräumen.
📜 Der eigentliche Knackpunkt ist der Stoff, nicht die Zahl
Man kann aus Tolkiens Anhängen und Zwischenräumen absolut gute Filme bauen. Die Frage ist nur, ob man eine Geschichte erzählt, weil sie erzählenswert ist, oder ob man sie aufbläst, weil „Trilogie“ schöner auf Investorenfolien aussieht. The Hunt for Gollum hat als Brückenerzählung zunächst einmal einen konkreten Reiz: Gandalf, Aragorn, Gollum, Schattenreich-Atmosphäre, Spurenlesen statt Weltuntergangsdauerfeuer. Das könnte als fokussierter Film sogar ziemlich gut funktionieren. Als Trilogie klingt es dagegen erstmal wie eine kreative Dehnübung, bei der man hofft, dass das Publikum mit der Nostalgie beschäftigt ist, während hinten jemand an der Laufzeit zieht.
🧾 Fazit: Der Herr des Box Office
Die saubere Version der Lage lautet: Offiziell bestätigt ist derzeit „The Hunt for Gollum“ für Dezember 2027. Offiziell bestätigt ist außerdem, dass Warner Bros. grundsätzlich mehr Mittelerde-Kino will. Nicht offiziell bestätigt ist, dass daraus jetzt konkret eine neue Trilogie wird. Das Trilogie-Gerücht ist also kein Fakt, sondern ein Franchise-verdächtiger Rauchfaden. Und die leicht genervte Fan-Reaktion ist nur allzu verständlich: Mittelerde ist ein Ort, an dem große Geschichten wohnen. Aber nicht jeder Schatten zwischen zwei Kapiteln muss automatisch drei Weihnachtsstarts lang werden.



