The Hunt for Gollum: KI darf mit, aber nicht den Ring tragen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Mittelerde bekommt eine digitale Verjüngung

📰 Was ist los?
Andy Serkis hat bestätigt, dass The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum KI-Technologie für Teile der digitalen Verjüngung einsetzen soll. Vollständig künstlich erzeugte Schauspieler oder komplette KI-Szenen sind nach seiner Aussage derzeit nicht vorgesehen.

🐛 Was denken wir?
Ein Werkzeug für einzelne Gesichter ist noch kein Orkheer aus dem Rechner. Solange echte Darsteller, saubere Rechte und menschliche Effektarbeit das Fundament bleiben, muss Mittelerde nicht sofort nach Mordor ausgelagert werden.

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💍 The Hunt for Gollum: KI darf mit, aber nicht den Ring tragen

Mittelerde bekommt digitale Unterstützung. Bei The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum soll KI-Technologie für einzelne Verjüngungseffekte eingesetzt werden. Regisseur Andy Serkis spricht allerdings nicht von künstlichen Schauspielern, automatisch erzeugten Szenen oder einem Film, den ein Rechenzentrum zwischen zwei Befehlen ausspuckt.

Die deutlich nüchternere Aussage lautet: Einige Darsteller sollen digital jünger gemacht werden. KI ist dabei ein Werkzeug innerhalb der visuellen Effekte. Damit schrumpft die große Erzählung vom angeblich „mit KI gedrehten“ Mittelerde-Film auf ein Gebiet zusammen, das Hollywood schon seit Jahren mit wechselnden technischen Methoden bearbeitet.

Ein Darsteller wird am Set von The Hunt for Gollum für eine begrenzte digitale Verjüngung aufgenommen, während Gollum im Hintergrund beobachtet.

🧙 Alte Gefährten, jüngere Gesichter

The Hunt for Gollum spielt zeitlich vor den Ereignissen von Der Herr der Ringe. Dadurch müssen bekannte Figuren jünger aussehen als in der ursprünglichen Filmtrilogie. Genau an dieser Stelle soll die Technik helfen.

Serkis formuliert dabei eine klare Grenze: Der Einsatz dürfe weder ausbeuterisch sein noch Menschen ersetzen oder ihre Abbilder ohne Zustimmung verwenden. Werden Gesichter digital bearbeitet, müssten die entsprechenden Rechte geklärt und die Darsteller beteiligt sein. KI soll also nicht heimlich einen Schauspieler nachbauen, sondern eine bestehende Darstellung optisch anpassen.

Völlig neu ist das Grundprinzip nicht. Digitale Verjüngung, Gesichtsersetzung und umfangreiche Nachbearbeitung gehören längst zum Werkzeugkasten großer Filmproduktionen. Neu ist vor allem das Reizwort, das inzwischen aus jeder Effektaufnahme augenblicklich eine Grundsatzschlacht über die Zukunft des Kinos macht.

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👁️ Gollum war schon immer ein digitales Geschöpf

Gerade bei Andy Serkis wirkt eine strikte Trennung zwischen echter Schauspielkunst und digitaler Technik ohnehin etwas künstlich. Seine Darstellung von Gollum entstand nie allein vor der Kamera und ebenso wenig allein im Computer. Sie lebte vom Zusammenspiel aus Körper, Stimme, Mimik, Performance Capture und den Künstlern, die daraus die fertige Figur erschufen.

Diese Verbindung möchte Serkis offenbar beibehalten. Die Technik bearbeitet die Darstellung, soll sie aber nicht ersetzen. Das klingt wesentlich bodenständiger als die Vorstellung, Mittelerde werde künftig von einer Maschine bevölkert, die zuvor sämtliche Anhänge Tolkiens eingelesen hat und anschließend zwölf neue Orks pro Sekunde erzeugt.

Trotzdem bleibt die entscheidende Frage offen: Wie sichtbar wird die Verjüngung im fertigen Film? Gute digitale Effekte verschwinden hinter der Figur. Schlechte sorgen dafür, dass ein vertrautes Gesicht aussieht, als wäre es in Lothlórien kurz in einen Wachsbrunnen gefallen.

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🔥 Ein Werkzeug ist noch kein neuer Ring

Der begrenzte Einsatz von KI nimmt der Debatte nicht jede Berechtigung. Digitale Abbilder, Vergütung und die mögliche Ersetzung kreativer Arbeit bleiben wichtige Themen. Serkis beschreibt für The Hunt for Gollum jedoch zunächst ein eng umrissenes Einsatzgebiet mit menschlichen Darstellern als Grundlage.

Mittelerde wird also digital verjüngt, aber nicht vollständig neu errechnet. Entscheidend bleibt, wer das Werkzeug führt und ob es der Geschichte dient. Selbst ein kleiner technischer Ring kann schließlich nützlich aussehen. Man sollte ihn nur nicht gleich zum Herrn der gesamten Produktion machen.

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