Elijah Wood: Warum Gollums Jagd kein neuer Ringkrieg ist

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Kein neuer Ringkrieg, nur ein dunkler Umweg

📰 Was ist los?
Elijah Wood sagt im Podcast Happy Sad Confused, dass The Hunt for Gollum nicht an Peter Jacksons Trilogie gemessen werden müsse, weil der Film eher eine kanonische Nebenstory sei. Der Film startet am 17. Dezember 2027, wird von Andy Serkis inszeniert und bringt mit Jackson, Walsh und Boyens große Teile des alten Kreativkerns zurück.

🐛 Was denken wir?
Das ist womöglich die vernünftigste Mittelerde-News seit Langem. Dieser Film hat nur dann eine Chance, wenn er aufhört, sich wie ein verlorener vierter Krönungsakt zu benehmen, und lieber ein düsterer Seitenpfad mit echtem Profil wird.

🧌 Elijah Wood: Warum Gollums Jagd kein neuer Ringkrieg ist

Die klügste Aussage zum kommenden The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum kam nicht aus der marketinabteilung des Studios, sondern von Elijah Wood. Im Podcast Happy Sad Confused sagt der frühere Frodo-Darsteller, der Film müsse gar nicht in den Schatten von Peter Jacksons Trilogie treten, weil er eben nicht dieselbe Last trage. Er nennt das Projekt ausdrücklich eine „side quest“, also eine Nebenmission, eine Seitenstory im Kanon. Das ist fast schon entwaffnend vernünftig.

⚔️ Endlich sagt mal jemand das Offensichtliche

Genau daran hängt nämlich alles. The Hunt for Gollum kann gar nicht gewinnen, wenn man daraus den nächsten heiligen Großwurf von Mittelerde machen will. Die Jackson-Trilogie war kein beliebig reproduzierbarer Apparat, sondern ein Ausnahmefall aus Zeit, Technik, Besetzung und Größenwahn im richtigen Mischungsverhältnis. Wood formuliert nun ziemlich klar, was viele ohnehin dachten: Dieser Film funktioniert eher als kleinere kanonische Erzählung denn als weiterer Monolith mit Erlösungsauftrag.

🎬 Das Projekt ist ohnehin auf kleineres Gewicht gebaut

Offiziell kommt The Hunt for Gollum am 17. Dezember 2027 ins Kino. Andy Serkis übernimmt Regie und spielt erneut Gollum, während Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens wieder an Bord sind. Schon diese Konstellation wirkt weniger wie der Versuch, noch einmal die ganz große Trilogie zu beschwören, sondern eher wie ein gezielter Rückgriff auf eine vertraute kreative Achse für eine engere Geschichte.

🧠 Boyens denkt den Film ohnehin eher psychologisch als monumental

Dazu passt, dass Co-Autorin Philippa Boyens den Film zuletzt als Abenteuergeschichte mit starkem psychologischen, inneren Kern beschrieben hat. Zeitlich soll die Handlung in jenem Abschnitt liegen, der nach Bilbos Geburtstagsfeier und vor Moria spielt. Das ist kein Material für einen neuen Weltuntergangszyklus, sondern eher für eine verdichtete Jagdgeschichte, bei der Perspektive, Verfolgung und Figurenfokus wichtiger sind als die ganz große Schlachtenliturgie. Genau deshalb klingt Woods „side quest“-Formulierung nicht nach Herabstufung, sondern nach realistischer Selbstrettung.

🧭 Unser Fazit: Kleiner ist hier kein Makel, sondern die Rettung

Die beste Version von The Hunt for Gollum ist nicht „Der Herr der Ringe nochmal“. Die beste Version ist ein enger, unheimlicher, kluger Mittelerde-Abzweig, der nicht so tut, als müsse er drei Filme, elf Oscars und ein ganzes Generationengedächtnis überbieten. Wenn Elijah Wood recht hat, dann liegt die Chance dieses Projekts gerade darin, nicht mehr sein zu wollen als eine gute Nebenstory. Und ehrlich gesagt klingt das sehr viel besser als das übliche Franchise-Gewitter, bei dem man aus jedem Seitenpfad sofort einen neuen Kontinent pressen will.

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