Eine Elfenprinzessin zwischen Mana und Raumschiffen: The Heir of Time will heute abheben

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Jetzt muss die Zeitmagie liefern

📰 Was ist los?
The Heir of Time soll am 29. August seinen 3D-animierten Pilotfilm veröffentlichen und parallel die Kickstarter-Kampagne Act One starten. Das internationale Indieprojekt verbindet eine Elfenprinzessin mit Zeitmagie, interstellaren Machtkämpfen, Raumschiffen und militärischer Science-Fiction.

🐛 Was denken wir?
Elfen im Weltall sind zunächst nur eine schräge Kombination. Spannend wird das Projekt durch den ernsthaften Versuch, Magie, galaktische Politik und indonesisch beeinflussten Weltbau wirklich zu einem gemeinsamen Universum zu verbinden. Der Pilot muss jetzt zeigen, ob daraus mehr wird als eine ziemlich gute Konzeptmappe.

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🧝 Eine Elfenprinzessin zwischen Mana und Raumschiffen: The Heir of Time will heute abheben

Eine Elfenprinzessin mit Zeitmagie wäre für sich genommen noch keine besonders ungewöhnliche Kombination. Ok, gut, zumindest nicht für unsere fantastischen Verhältnisse. Schwieriger wird die Sache jedoch, wenn über ihrem Königreich plötzlich Kriegsschiffe im Orbit hängen, militärische Allianzen um ganze Sternensysteme kämpfen und Magie ebenso selbstverständlich zur geopolitischen Machtfrage gehört wie Technologie.

Eine elfisch wirkende Frau mit weißem Haar hebt ein leuchtendes Schwert in einer futuristischen Stadt, während bewaffnete Soldaten sie und einen Begleiter umzingeln und rote Zielstrahlen durch die Szene ziehen.
Magie trifft Militärtechnik: The Heir of Time verbindet Elfen, futuristische Metropolen und galaktische Machtkämpfe zu einer ungewöhnlichen Science-Fantasy-Welt. © Just Just Productions

Genau dort setzt The Heir of Time an. Die unabhängige 3D-Animationsserie von Just Just Productions soll am heutigen 29. August mit ihrem Pilotfilm den nächsten großen Schritt machen. Parallel ist der Start einer Kickstarter-Kampagne vorgesehen, mit der das internationale Team die weitere Produktion der Serie finanzieren will. Die offiziellen Projektseiten für Pilot und Crowdfunding sind inzwischen bereits freigeschaltet.

Das Projekt existiert schon länger und ist deshalb keine Neuankündigung. Interessant wird es jetzt, weil aus Trailern, Weltbau und jahrelanger Indieproduktion erstmals eine vollständige Probe entstehen soll, an der sich beurteilen lässt, ob diese eigentümliche Mischung aus High Fantasy und militärischer Space Opera tatsächlich zusammenpasst.

⏳ Sel kann die Zeit beeinflussen – leider beeinflusst sie auch Sel

Im Zentrum steht Sel, Prinzessin des Armelion Empire und Erbin einer mächtigen elfischen Monarchie. Sie wurde mit einer uralten magischen Fähigkeit geboren, die ihre Wahrnehmung der Zeit verzerrt. Was zunächst nach einer ausgesprochen praktischen Superkraft klingt, funktioniert deshalb eher wie eine Krankheit, die Sel ebenso bedroht wie diejenigen, die ihre Macht kontrollieren möchten.

🚀 Elfenmagie trifft auf galaktischen Krieg

Der offizielle Trailer zu The Heir of Time stellt Prinzessin Sel, ihre gefährliche Zeitmagie und eine Welt vor, in der elfische Reiche, Raumschiffe und interstellare Machtblöcke längst zur selben Geschichte gehören.

Ihre Familie macht die Sache nicht leichter. Das Armelion Empire befindet sich mitten in politischen Machtkämpfen, während Sel zwischen ihren Eltern und den Interessen ihrer Monarchie zum möglichen politischen Werkzeug wird. Gleichzeitig sieht sie Fragmente einer katastrophalen Zukunft und muss lernen, ihre Fähigkeit zu beherrschen, bevor sie selbst daran zerbricht.

Das ist für die Grundidee wichtiger als die übliche Auserwähltenmechanik. Zeitmagie wird hier offenbar nicht einfach als besonders große Kanone benutzt, sondern als Belastung für die Figur. Schon die offizielle Leitfrage der Serie dreht sich deshalb weniger darum, ob Sel die Vergangenheit verändern kann, sondern darum, ob sie es überhaupt sollte. Wer Zugriff auf die Zeitleiste bekommt, erhält eben leider keine automatische Sicherungskopie.

🚀 Drei Mächte kämpfen zwischen Mana und Maschinen

Die Welt dahinter macht The Heir of Time erst richtig ungewöhnlich. Das Armelion Empire ist eine elfische Hegemonie, deren Wirtschaft, Waffen und Magie auf Mana beruhen. Die Federation of Independent Systems bildet dagegen eine menschliche Militärallianz aus fast 500 Planeten und setzt vor allem auf Technologie, Industrie und die Sicherung ihrer Handelswege. Dazwischen steht Xalgoria, eine technologisch und magisch hochentwickelte multikulturelle Macht, die zumindest offiziell Frieden zwischen den konkurrierenden Reichen schaffen möchte.

Damit landet die Serie irgendwo zwischen High Fantasy, Space Opera und militärischer Science-Fiction. Elfen fliegen nicht deshalb durchs All, weil ein Zauberportal versehentlich falsch abgebogen ist. Raumschiffe, interstellare Politik und Magie gehören von Anfang an zur selben Welt.

Gerade das dürfte beim Pilotfilm die eigentliche Feuerprobe werden. Solche Mischungen können herrlich eigenständig aussehen, sie können aber ebenso schnell wirken, als hätten zwei vollkommen verschiedene Rollenspielrunden versehentlich dasselbe Regelbuch benutzt.

Das Team denkt seine Welt entsprechend größer als eine einzelne Episode. Bereits jetzt existieren ergänzende Audio-Geschichten, Lore-Material und Pläne für eine D&D-One-Shot-Runde sowie eine Dokumentation über die Entstehung der Animation.

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🌏 Indonesien steckt mitten im galaktischen Weltbau

Besonders interessant ist, dass The Heir of Time seine Fantasywelt nicht ausschließlich aus den üblichen europäischen Vorbildern zusammensetzt. Regisseur und Produzent Marco Jonathan stammt aus Indonesien, und das Projekt greift bewusst kulturelle Einflüsse aus seiner Heimat auf.

Fraktionen, Kampfstile, Kostüme sowie bestimmte Begrüßungsformen und soziale Interaktionen wurden unter anderem von Traditionen aus Java und Sumatra beeinflusst. Auch die geopolitische Struktur der Welt soll Aspekte der Geschichte des indonesischen Archipels aufgreifen. Damit steckt hinter den Elfenreichen und Sternenallianzen zumindest der Versuch, bekannte Science-Fantasy-Bilder durch eine andere kulturelle Perspektive zu brechen.

Gleichzeitig ist die Produktion selbst international. Die offizielle Seite nennt mehr als 70 Kreative, das Team verteilt sich unter anderem auf Indonesien, Großbritannien, die USA, Taiwan, Deutschland, Mexiko, die Ukraine und Italien. Einzelne Beteiligte haben zuvor an Produktionen im Umfeld von Sony, Netflix und weiteren Studios gearbeitet.

Für eine unabhängige Serie ist das ein bemerkenswerter Unterbau. The Heir of Time entsteht nicht in einem großen Animationsstudio, sondern in einer über Ländergrenzen verteilten Produktion, die ihre Mittel entsprechend anders einsetzen muss.

🛠️ Blender statt Hollywood-Pipeline

Technisch setzt Just Just Productions vollständig auf Blender als Grundlage der 3D-Animation. Das Team spricht offen darüber, dass gerade die kostenlose Open-Source-Software die Produktion für ein Indieprojekt überhaupt in dieser Größenordnung zugänglich macht. Für die Charakterbewegungen kommt zusätzlich sensorbasiertes Motion Capture zum Einsatz, das anschließend von Animatoren weiterbearbeitet wird.

Orkenfeuer Kaffemischung aus Mordor als Bannerwerbung vor dem Schicksalsberg.

Das ist kein nebensächliches Making-of-Detail. Der Pilot soll schließlich nicht nur eine Geschichte verkaufen, sondern zugleich beweisen, dass das gewählte Produktionsmodell langfristig funktioniert.

Genau darum geht es auch beim Kickstarter. Die Kampagne trägt den Titel The Heir of Time: Act One und soll die weitere Entwicklung der Serie finanzieren. Das Team will also nicht einfach Geld für eine Idee sammeln, sondern zunächst zeigen, was es über Jahre aufgebaut hat, und danach versuchen, aus dem Pilot eine fortlaufende Produktion zu machen.

🌌 Heute entscheidet sich, ob aus einer Welt tatsächlich eine Serie wird

Damit ist der 29. August für The Heir of Time deutlich wichtiger als ein gewöhnlicher Trailertermin. Konzeptzeichnungen, Lore, Sprecher, Teaser und Weltbau gibt es längst. Jetzt muss die Serie zeigen, ob Figuren, Animation, Dialoge und ihre eigenwillige Mischung aus Elfenmagie und galaktischem Krieg auch über eine längere Laufzeit tragen.

Das macht das Projekt gerade für einen Indie-Fund interessant. Hier versucht niemand, eine bestehende Millionenmarke ein weiteres Mal zu verlängern. Mehr als 70 Kreative haben stattdessen eine eigene Welt aufgebaut, deren elfisches Imperium Mana in seine Waffen steckt, während menschliche Militärbündnisse über hunderte Planeten verfügen.

Ob daraus irgendwann eine komplette Serie wird, dürfte zu einem guten Teil davon abhängen, wie Pilot und Crowdfunding jetzt aufgenommen werden.

Sel kann schließlich die Zeit beeinflussen. Für die Zukunft von The Heir of Time muss heute trotzdem erst einmal die Gegenwart funktionieren.

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