The Exorcist: Martyrs – Scarlett Johansson jagt eine Mordserie aus der Hölle
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😈 Tot. Hingerichtet. Immer noch verdächtig.
📰 Was ist los?
Der erste große Trailer zu Mike Flanagans The Exorcist: Martyrs enthüllt endlich die Geschichte. Scarlett Johansson spielt Detective Julie Miller, die dreizehn Jahre nach der Hinrichtung des satanistischen Serienkillers Father Sunday mit neuen Ritualmorden konfrontiert wird. Gemeinsam mit Father William und Detective Gina Restrepo stößt sie auf eine Verbindung zwischen Mördern verschiedener Generationen – und auf etwas, das weit über gewöhnliche menschliche Gewalt hinausgeht.
🐛 Was denken wir?
Oh yes, das ist genau der eigene Ansatz, den der Film brauchte. Polizeithriller, Ritualmorde und dämonische Besessenheit geben Flanagan die Möglichkeit, den Namen The Exorcist zu benutzen, ohne einfach noch einmal dasselbe Schlafzimmer aufzubauen. Wenn der Film sein Geheimnis lange genug bewahrt, kann das ziemlich finster werden.
Ein satanistischer Serienkiller ist seit Jahren tot. Trotzdem beginnt plötzlich wieder jemand nach seinem Muster zu töten. Und damit auch wirklich keine Missverständnisse entstehen, schreibt der neue Täter den Namen jener Polizistin, die ihn einst gefasst hat, mit dem Blut eines Ministranten an die Wand einer Kirchengruft.

Der erste große Trailer zu Mike Flanagans The Exorcist: Martyrs zeigt endlich, was für ein Film hier tatsächlich entsteht. Scarlett Johansson spielt die New Yorker Mordermittlerin Julie Miller, die in eine neue Serie ritueller Verbrechen gezogen wird – und feststellen muss, dass zwischen berüchtigten Serienmördern möglicherweise etwas existiert, das erheblich älter und dunkler ist als jeder einzelne Täter.
🔪 Der Mann, den Julie bereits getötet hat
Dreizehn Jahre vor der eigentlichen Handlung beendete Julie Miller die Mordserie von Father Sunday, einem satanistischen Serienkiller, der New York terrorisiert hatte. Der Fall machte sie zur Heldin und bestimmte anschließend große Teile ihres Lebens.
Father Sunday wurde gefasst und schließlich hingerichtet. Für Julie hätte damit zumindest dieser Teil ihrer Vergangenheit abgeschlossen sein müssen. Dann beginnt jemand wieder zu töten. Und diesmal richtet sich die Botschaft direkt an sie.
🎬 The Exorcist: Martyrs – offizieller Trailer
Ritualmorde, ein längst hingerichteter Serienkiller und eine Spur weit über das Menschliche hinaus: Der erste große Trailer zeigt Mike Flanagans düsteren neuen Ansatz für The Exorcist.
🩸 Ihr Name steht an der Wand
Der neue Fall beginnt denkbar persönlich. In einer Kirchengruft wird ein Ministrant ermordet, und Julies Name steht mit seinem Blut an der Wand.
Damit gibt es kaum noch die Möglichkeit, die Parallelen zu Father Sunday als Zufall abzutun. Jemand kennt den alten Fall, kennt Julie und möchte ausdrücklich, dass sie sich erneut damit beschäftigt.
Nur führt die Spur offenbar nicht einfach zu einem Nachahmungstäter. Je tiefer die Ermittlungen gehen, desto deutlicher wird, dass Father Sunday womöglich selbst nur ein Teil von etwas wesentlich Größerem war.
⛓️ Father Sunday ist tot. Seine Geschichte nicht.
John Leguizamo spielt Father Sunday – und der Trailer macht deutlich, dass seine Präsenz trotz seines Todes über der gesamten Handlung liegt.
Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei Father William, gespielt von Chiwetel Ejiofor. Der ehemalige Gefängniskaplan hörte Father Sundays letzte Beichte und besitzt damit Wissen, das für Julies neuen Fall entscheidend werden könnte.
Plötzlich bekommt eine Hinrichtung Jahre später ein zweites Leben. Was hat Sunday vor seinem Tod gesagt? Was wusste er? Und war das, was Julie damals für das Ende einer Mordserie hielt, möglicherweise nur ein einzelnes Glied in einer viel längeren Kette?
🕸️ Eine Linie durch die Geschichte des Mordens
Hier wird Flanagans Ansatz besonders interessant. Julie entdeckt Hinweise auf eine Verbindung zwischen mehreren Serienmördern, die sich über Generationen erstrecken soll. Selbst reale Namen wie H. H. Holmes und der Zodiac Killer werden innerhalb dieser Spur genannt.
Der Film behauptet damit innerhalb seiner Geschichte nicht bloß, dass ein weiterer Satanist Menschen ermordet. Er stellt eine wesentlich unangenehmere Frage:
Was, wenn bestimmte Mörder über Jahrhunderte hinweg von derselben übernatürlichen Kraft berührt wurden?
Damit bekommt das Böse eine andere Dimension. Es besitzt keinen einzelnen Körper mehr, den man einsperren oder hinrichten kann. Es bewegt sich durch Menschen hindurch.
👮 Eine Polizistin statt eines Exorzisten
Scarlett Johanssons Julie Miller steht deshalb im Zentrum einer ungewöhnlichen Perspektive für das Franchise. Sie ist keine Theologin und keine professionelle Dämonenjägerin, sondern Mordermittlerin. Ihre Werkzeuge sind Tatorte, Aussagen, Beweise, Muster und Verdächtige. Das Übernatürliche dringt erst nach und nach in diese vertraute Logik ein.
Genau daraus kann Martyrs seine stärkste Spannung gewinnen. Wenn ein Ermittler erkennt, dass sämtliche Beweise zusammenpassen, nur die daraus folgende Erklärung unmöglich sein dürfte, wird aus einem Polizeifall langsam etwas, gegen das eine Dienstwaffe ausgesprochen nutzlos wirkt.
🚔 Eine Anfängerin steigt mit ein
An Julies Seite ermittelt Gina Restrepo, gespielt von Sasha Calle. Die junge Detective bringt damit eine zweite Perspektive in den Fall. Julie trägt dreizehn Jahre Geschichte mit Father Sunday auf den Schultern, während Gina wesentlich unbefangener in die neue Mordserie gerät.
Das kann gerade bei einem Fall interessant werden, in dem Vergangenheit und Gegenwart immer stärker verschwimmen. Julie sieht überall den Mann, den sie einst zur Strecke brachte. Gina kann zunächst noch fragen, ob die Antworten vielleicht ganz woanders liegen. Bis offenbar auch für sie die gewöhnlichen Antworten ausgehen.
⛪ Zwei Priester, zwei Zugänge
Mit Chiwetel Ejiofors Father William ist außerdem Laurence Fishburne als Father Nichol dabei, ein hoch angesehener Geistlicher. Damit baut Flanagan neben der polizeilichen Ebene eine zweite Achse auf. Julie und Gina verfolgen Mordspuren, während William und Nichol Zugang zu jener religiösen und übernatürlichen Dimension besitzen, die hinter diesen Verbrechen liegen könnte.
Das dürfte entscheidend werden. The Exorcist funktioniert schließlich am besten, wenn Glaube und Zweifel gleichzeitig im Raum stehen. Ein Dämon ist als Monster vergleichsweise einfach. Schwieriger wird es, wenn niemand mehr sicher sagen kann, wo das Menschliche endet und das Böse beginnt.
👩👦 Der Fall kommt mit nach Hause
Julie besitzt außerdem ein Leben außerhalb der Ermittlungen. Diane Lane spielt ihre Mutter Mary, die bei ihr eingezogen ist und bei der Erziehung von Julies Sohn Max hilft, dargestellt von Jacobi Jupe. Damit besitzt die neue Bedrohung automatisch einen persönlichen Angriffspunkt.
Universal beschreibt ausdrücklich, dass Julie auf etwas stößt, das alles und jeden verderben könnte, den sie liebt. Der Fall bleibt also kaum sauber hinter Polizeiband und Kirchentüren eingeschlossen.
Wenn eine Macht tatsächlich seit Generationen Menschen korrumpiert, wird Julies Familie irgendwann zwangsläufig interessant. Und das verheißt bei einem Film mit Exorcist im Titel selten etwas Gutes.
🕯️ Flanagan baut einen Kriminalhorror
Der Trailer zeigt nun deutlich, wie Mike Flanagan seine Version der Reihe von vielen vorherigen Filmen absetzt. The Exorcist: Martyrs ist ausdrücklich als übernatürlicher Crime-Thriller angelegt. Tatorte, Ermittlungen und Serienmörderlogik bilden das Gerüst, während sich langsam etwas Dämonisches hineinschiebt.
Das ist ein kluger Weg, um nicht einfach noch einmal dieselben Besessenheitsbilder nachzustellen, die das Horrorkino seit 1973 unzählige Male kopiert hat. Flanagan braucht keine weitere Version derselben Treppe, desselben Schlafzimmers und desselben Priesters mit Weihwasser. Er baut sich seinen eigenen Tatort.
😈 Das Böse braucht keinen festen Namen
Besonders stark wirkt daran, dass der Trailer die übernatürliche Bedrohung noch nicht sauber katalogisiert. Wir bekommen Rituale, religiöse Bilder, verstörende Erscheinungen und eine Verbindung zwischen Tätern. Der Film sagt allerdings noch nicht einfach: Das hier ist Dämon X, hier sind seine drei Regeln, viel Spaß beim Endkampf.
Das Geheimnis bleibt größer. Und genau das braucht The Exorcist. Sobald das Böse vollständig erklärt, vermessen und mit einem Bossbalken versehen werden kann, verliert es einen beträchtlichen Teil seiner Wirkung.
🎭 Flanagans halbes Ensemble kommt mit
Neben Johansson, Ejiofor, Calle, Leguizamo, Fishburne, Lane und Jupe ist der Film auffällig dicht besetzt. Scoot McNairy spielt den auf Bewährung entlassenen Clay Silver, während Gil Bellows als Peter Nicks auftaucht, ein ehemaliger Anhänger Father Sundays.
Darüber hinaus sind zahlreiche bekannte Flanagan-Gesichter beteiligt, darunter Carla Gugino, Kate Siegel, Rahul Kohli, Hamish Linklater, Samantha Sloyan, Robert Longstreet, Carl Lumbly und John Gallagher Jr.
Welche Bedeutung einige dieser Figuren für das eigentliche Rätsel besitzen, wird bislang bewusst zurückgehalten. Bei diesem Cast darf man allerdings davon ausgehen, dass nicht alle lediglich vorbeikommen, um in einer Kirchenbank nervös auszusehen.
🧠 Besessenheit bekommt eine neue Bedeutung
Besonders spannend ist der Begriff „Besessenheit“ in diesem Aufbau. Normalerweise bedeutet er im Exorcist-Kosmos, dass eine dämonische Macht Besitz von einem Menschen ergreift. Martyrs könnte das Prinzip breiter interpretieren: Was, wenn das Böse nicht nur einzelne Körper übernimmt, sondern Ideen, Gewalt und ganze Generationen miteinander verbindet?
Ein Serienkiller stirbt. Dann erscheint der nächste. Die Namen ändern sich, die Methode vielleicht ebenfalls.
Doch irgendwo läuft derselbe Faden weiter. Das ist wesentlich unheimlicher als irgendein Möbelstück, das plötzlich quer durch ein Schlafzimmer fliegt.
🎬 Kein Believer 2
Wichtig ist außerdem: The Exorcist: Martyrs setzt The Exorcist: Believer von 2023 nicht fort.
Mike Flanagan erzählt eine eigenständige neue Geschichte innerhalb des Exorcist-Kosmos und schreibt und inszeniert den Film selbst. Die Figuren gehen letztlich auf William Peter Blattys ursprüngliche Schöpfung zurück, doch Julie Miller und ihr Fall bilden einen neuen Einstieg.
Damit muss niemand vorher eine halbe Reihe nachholen. Wer weiß, was ein Exorzismus ist, erfüllt vermutlich bereits die wichtigste Zugangsvoraussetzung.
📅 Deutschland bekommt ihn einen Tag früher
Universal startet The Exorcist: Martyrs in den USA am 12. März 2027. Für Deutschland wird der Film derzeit bereits für Donnerstag, den 11. März 2027 unter Universal Pictures International Germany geführt.
Das bedeutet: Wenn der Termin hält, dürfen wir Father Sunday hierzulande sogar einen Tag früher wiedersehen. Ob das tatsächlich ein Vorteil ist, muss jeder selbst entscheiden.
🩸 Endlich wissen wir, was Flanagan vorhat
Bislang war The Exorcist: Martyrs vor allem eine Kombination aus großem Franchise, starkem Regisseur und beeindruckendem Cast. Der neue Trailer liefert jetzt den fehlenden Teil: eine erkennbare eigene Idee.
Scarlett Johansson untersucht eine Mordserie. Ein längst hingerichteter Satanist scheint weiterhin Spuren zu hinterlassen. Mehrere Generationen von Killern könnten miteinander verbunden sein. Priester, Polizei und Familie geraten in ein Netz, dessen Ursprung womöglich überhaupt nicht menschlich ist.
Damit versucht Flanagan etwas ziemlich Wichtiges. Er fragt nicht, wie man The Exorcist noch einmal drehen kann. Er fragt, wo das Böse heute lauern würde.








