Zwei Ermittler, mehrere Wahrheiten, zu viele Geister: The Eventide eröffnet die Behörde fürs Unfassbare

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Zwei Ermittler sehen mehr, nur selten dasselbe

📰 Was ist los?
The Eventide ist ein übernatürliches Detektivabenteuer von ehemaligen Entwicklern hinter Mass Effect, Dragon Age und The Long Dark. Für jeden paranormalen Fall werden zwei Ermittler ausgewählt, deren Fähigkeiten und Weltsicht bestimmen, welche Spuren entdeckt und wie sie gedeutet werden.

🐛 Was denken wir?
Die Idee, den Ermittler selbst zu einem Teil des Beweises zu machen, besitzt gewaltigen Reiz. Eine Kryptozoologin, ein ehemaliger Polizist und eine wandelnde Wünschelrute für seelische Rückstände können denselben Geist betrachten und zu drei verschiedenen Wahrheiten gelangen. Endlich eine Behörde, in der Meinungsverschiedenheiten wahrscheinlich wirklich aus einer anderen Existenzebene stammen.

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👻 Zwei Ermittler, mehrere Wahrheiten, zu viele Geister: The Eventide eröffnet die Behörde fürs Unfassbare

Kanada besitzt offenbar neben Ahornsirup, Eishockey und ausgesprochen höflichen Menschen auch ein wachsendes Problem mit Geistern. In The Eventide leiten Spieler eine geheime Behörde, die paranormale Vorfälle in einer neonbeleuchteten Großstadt untersucht. Das Debüt von Studio Reset entsteht für den PC und befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Eine Frau mit tragbarem Analysegerät und ein älterer Mann mit Notizbuch untersuchen nachts eine Telefonzelle, in deren beschlagener Scheibe eine durchscheinende Gestalt erscheint.

Die Eventide Agency kümmert sich um Erscheinungen, Wesen aus der Folklore, fremde Existenzebenen und rätselhafte Signale im städtischen Rauschen. Weil sich derartige Phänomene nur selten an geregelte Bürozeiten halten, wächst der Stapel ungeklärter Fälle beständig. Für jeden Auftrag müssen zwei Ermittler ausgewählt werden. Wer dabei gemeinsam ausrückt, verändert den gesamten Blick auf den Fall.

🔦 Jeder Ermittler findet eine andere Wahrheit

Das zentrale System nennt sich Parallax Deduction. Jeder Agent besitzt eigene Kenntnisse, Erfahrungen, Überzeugungen und blinde Flecken. Dadurch werden am selben Tatort unterschiedliche Spuren sichtbar und bereits gefundene Beweise verschieden interpretiert.

Die Kryptozoologin Evelyn „Eve“ Atwood betrachtet übernatürliche Wesen durch Biologie, materielle Spuren und erkennbare Systeme. Der ehemalige Polizist Sam „Brass“ Hingle liest Menschen, Motive und Widersprüche. Kira, deren genaue Stellung in der Behörde vorerst geschwärzt bleibt, nimmt psychische und emotionale Rückstände wahr, die ihren Kollegen verborgen bleiben.

Weitere Agenten sollen alte Schriften entschlüsseln, ätherische Ebenen betreten oder unbekannte Energiesignaturen mit technischer Ausrüstung untersuchen können. Zwei Figuren besuchen damit denselben Schauplatz und kehren möglicherweise mit völlig verschiedenen Erklärungen zurück. Die schwierigste Entscheidung fällt folglich bereits vor der Abfahrt: Schickt man die Frau mit dem Laborbesteck, den ehemaligen Polizisten oder jene Kollegin, die beim Bürokopierer das Leiden der letzten drei Papierstaus spüren kann?

🎬 Die Nachtschicht der Geisterbehörde beginnt

Der Ankündigungstrailer stellt die Eventide Agency, ihre ersten Ermittler und mehrere paranormale Fälle vor. Zwischen Neonlicht, Geistererscheinungen und geschwärzten Akten zeigt sich schnell: In dieser Behörde gehört eine abweichende Wahrnehmung ausdrücklich zur Stellenbeschreibung.

🌃 Die Geister wohnen zwischen Neonreklame und Mietskasernen

Die Fälle verteilen sich über Wohnblocks, Büros, Hinterzimmer, Bars, Gassen und vergessene Winkel einer stilisierten kanadischen Großstadt. Dort kann ein Geist an einem gewöhnlichen Gegenstand haften, eine Erscheinung ihre eigene Natur vergessen haben oder ein Wesen aus alten Volkserzählungen zwischen den Häusern auftauchen.

The Eventide kombiniert dreidimensionale Erkundung mit festen Kameraperspektiven. Hinweise werden gesammelt, miteinander verglichen und über ein wortbasiertes System zu Schlussfolgerungen verbunden. Am Ende entsteht ein Fallbericht, dessen Inhalt von den eingesetzten Agenten und deren Erkenntnissen abhängt.

Studio Reset will dabei auf willkürliche Rätsellogik verzichten. Lösungen sollen sich aus Beobachtung, Kontext und nachvollziehbaren Verbindungen ergeben. Der obligatorische Adventure-Moment, in dem eine Büroklammer, ein toter Aal und das linke Ohr einer Statue gemeinsam einen Fahrstuhl öffnen, darf damit vermutlich in einer benachbarten Existenzebene bleiben.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🗃️ Die Wahrheit wartet in der Personalakte

Hinter Studio Reset stehen Entwickler, die zuvor an Mass Effect, Dragon Age, The Long Dark, Anthem und Nightingale beteiligt waren. Das deutlich kleinere Team arbeitet mit Unreal Engine 5 und betrachtet The Eventide als Ausgangspunkt für eine längerfristig angelegte eigene Welt.

Einen Erscheinungstermin gibt es bislang ebenso wenig wie bestätigte Konsolenversionen. Das Einzelspielerabenteuer ist derzeit ausschließlich für den PC über Steam angekündigt.

Bis zur Veröffentlichung dürfte der Aktenstapel der Eventide Agency noch erheblich wachsen. Geister lösen sich schließlich selten von allein auf. Meistens füllen sie vorher wenigstens drei Formulare falsch aus.

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