🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Die Vorstadt hat heute ein Dino-Problem
📰 Was ist los?
The End of Oak Street läuft seit heute in deutschen Kinos. David Robert Mitchell schickt Anne Hathaway, Ewan McGregor und ihre Filmfamilie nach einem kosmischen Zwischenfall in eine von Dinosauriern bevölkerte Realität.
🐛 Was denken wir?
Der Film klingt wie ziemlich genau das Sommerkino, das gerade gut in unseren Kosmos passt: große Science-Fiction-Idee, Mystery, Dinosaurier und ein Regisseur, der normalerweise deutlich merkwürdigere Dinge macht. Dass die Kritiken nicht geschlossen jubeln, macht ihn eher interessanter.
🦖 The End of Oak Street startet heute: Vorstadt weg, Dinosaurier da
Familie Platt hat Anfang der Achtziger schon genug Probleme, bevor das Universum beschließt, auch noch die komplette Nachbarschaft zu versetzen.

© Warner Bros. Pictures
Seit heute läuft The End of Oak Street in den deutschen Kinos. Der neue Film von It Follows-Regisseur David Robert Mitchell verbindet Familiendrama, Science-Fiction-Mystery und Dinosaurier-Survival zu einem bewusst altmodischen Sommerabenteuer. Anne Hathaway und Ewan McGregor spielen Denise und Greg Platt, deren ohnehin angeschlagenes Familienleben plötzlich erheblich nebensächlicher wird.
🦕 Eine ganze Straße landet im falschen Erdzeitalter
Der Ausgangspunkt ist herrlich simpel. Ein unerklärliches kosmisches Ereignis reißt Oak Street aus ihrem amerikanischen Vorstadtalltag und versetzt die Nachbarschaft an einen unbekannten Ort. Strom und Wasser fallen aus, Pflanzen verändern sich, die Umgebung wird immer fremder – und irgendwann steht fest, dass Dinosaurier inzwischen zum örtlichen Problem gehören.
Mit dabei sind neben Hathaway und McGregor Maisy Stella als Tochter Audrey und Christian Convery als Sohn Brian. Der Film bleibt damit trotz aller Urzeitgefahr bei einer Familie, die schon vor dem kosmischen Zwischenfall Risse hatte und nun gemeinsam funktionieren muss.
Für die Platts bedeutet das immerhin, dass normale Vorstadtprobleme plötzlich erstaunlich übersichtlich wirken.
🎬 Willkommen am Ende der Oak Street
Der deutsche Trailer zeigt den kosmischen Zwischenfall, die Familie Platt und einige Nachbarn, die definitiv nicht im Bebauungsplan standen.
🎬 David Robert Mitchell tauscht Horror gegen großes Sommerkino
Besonders interessant ist der Mann hinter der Kamera. Mitchell wurde 2014 mit It Follows bekannt, ließ 2018 das bizarre Mystery-Noir Under the Silver Lake folgen und hat seitdem keinen neuen Kinofilm inszeniert. The End of Oak Street ist damit seine Rückkehr nach acht Jahren – diesmal mit Warner Bros., Bad Robot und Produzent J.J. Abrams im Rücken.
Die Vorbilder trägt der Film sichtbar mit sich herum. Kritiker ziehen Vergleiche zu E.T., Poltergeist, Jurassic Park und anderem großen amerikanischen Abenteuerkino der Achtziger und frühen Neunziger. VISIONS hebt gerade die klassischen Kameraideen und den relativ zurückhaltenden Einsatz digitaler Effekte hervor.
Das passt zur Grundidee: Die Dinosaurier landen hier eben nicht in einem Forschungspark oder auf einer futuristischen Insel. Sie tauchen zwischen Einfamilienhäusern, Garagen und Familienautos auf.
🍿 Die ersten Kritiken sind stark – aber keineswegs einhellig
Ganz ohne Gegenwind startet der Film nicht. Rotten Tomatoes führt The End of Oak Street derzeit bei 83 Prozent positiven Kritiken aus 99 Besprechungen. Mehrere Stimmen loben die Mischung aus Familiendrama, Dino-Action und nostalgischem Blockbustergefühl. VISIONS landet bei 9 von 12 Punkten und spricht von spannendem, humorvollem und visuell einfallsreichem Sommerkino. Auch AP bewertet den Film grundsätzlich positiv und hebt die Mischung aus Absurdität, Herz und Abenteuer hervor.
Der Guardian kommt dagegen zu einem fast gegenteiligen Ergebnis und kritisiert fehlende emotionale Tiefe sowie einen zu stark aus bekannten Vorbildern zusammengesetzten Film.
Genau deshalb ist das kein Fall für ein vorschnelles „Meisterwerk“-Etikett. Interessant ist vielmehr, dass Mitchell offenbar einen ziemlich klassischen Sommerblockbuster gedreht hat, über dessen Erfolg sich die Kritiker deutlich mehr streiten als über seine Ambition.
🎟️ Ab heute im deutschen Kino
Warner Bros. bringt The End of Oak Street seit dem 13. August in die deutschen Kinos; der US-Start folgt einen Tag später. Der Film läuft rund 100 Minuten und ist in Deutschland ab zwölf Jahren freigegeben.
Für den Fantasykosmos ist das deshalb vor allem ein schöner aktueller Kinotipp: prominente Besetzung, ein Regisseur mit ungewöhnlicher Genre-Vergangenheit und eine Prämisse, die sich angenehm leicht erklären lässt.
Damit startet heute einer der ungewöhnlicheren großen Phantastikfilme des Sommers in Deutschland: Familiendrama, Zeitverschiebung und Dinosaurier-Survival in hundert Minuten. Ob Mitchells Mischung aufgeht, lässt sich ab jetzt im Kino selbst überprüfen.





