The Daily Meme #253 – Die Zukunft der Ernährung
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Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Große Festhalle von Knattermoor, Stand 1 der Zwischenreiche-Nahrungsmesse, direkt vor der Maschine für angeblich revolutionäre Zukunftskost.
Wetter: Warm, dampfig, leicht mehlig, mit kräftiger Brotnote und vereinzeltem Technikstolz in der Luft.
Lagebericht
Zum Welternährungstag zeigt Knattermoor, wie man in den Zwischenreichen über die Zukunft des Essens nachdenkt: mit sehr viel Messing, sehr vielen Rohren und erschreckend viel Vertrauen in Apparate.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine gewaltige Ernährungsmaschine, die aus völlig normalen Zutaten etwas herstellen soll, das nach offizieller Lesart modern, effizient und richtungsweisend ist. Aus Brot, Pilzen, Möhren, Fisch und Kräutern werden dort Glibberwürfel, leuchtende Nährpampe und sonstige Errungenschaften gepresst, bei denen man nicht immer sicher ist, ob man sie essen, untersuchen oder vorsichtshalber isolieren sollte.
Besonders stolz ist der zuständige Goblin-Minister. Er präsentiert das Ergebnis mit jener Begeisterung, die man meist nur bei Menschen sieht, die selbst nichts davon probiert haben. Neben ihm steht ein Zwerg, hebt skeptisch einen dieser perfekt geformten Nahrungswürfel an und blickt so, als prüfe er gerade, ob das Produkt ihn ernähren oder beleidigen will.
Im Vordergrund sitzt die Gegenposition.
Ein Ork.
Mit Brot.
Einem echt mal sehr großen Brot.
Er braucht keine leuchtende Paste, keinen normierten Würfel und keinen dampfenden Ernährungsautomaten. Er braucht nur einen ordentlichen Laib und das beruhigende Wissen, dass man Essen auch dann noch verstehen kann, wenn es nicht vorher durch acht Ventile und drei Ministerien gelaufen ist.
Boneys Urteil
Die Zukunft mag aus der Maschine kommen.
Der Hunger vertraut trotzdem noch immer dem Brot.
9 von 10 Ernährungsrevolutionen verlieren gegen einen Ork mit gesundem Appetit.



