The Daily Meme #244 – Der Lichtschalter fürs Gehirn
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Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Neuroalchemisches Versuchslabor von Eisenfurt, Station 4, direkt neben dem großen Verhaltensumschalter.
Wetter: Trocken, elektrisch, mit leichter Ozonnote und vereinzeltem Gegacker im Innenraum.
Lagebericht
Die großen Durchbrüche der Wissenschaft beginnen bekanntlich mit einer einfachen Idee.
Oder mit einem Zwerg, der sich denkt:
„Was passiert eigentlich, wenn wir dem Ork da drüben einen Schalter ans Gehirn klemmen?“
Vor uns sehen wir das vorläufige Ergebnis moderner Zwischenreiche-Forschung. Ein massiver Ork sitzt unter einem Messinghelm voller Kristalle, Kabel und hochseriös wirkender Apparaturen, während der leitende Zwergenforscher mit professioneller Ruhe den nächsten Modus testet.
Der aktuelle Modus lautet offensichtlich:
Huhn.
Der Ork zeigt bereits erste deutliche Symptome. Die Arme flattern, der Blick ist irritiert und das gesamte Bewegungsmuster deutet darauf hin, dass komplexe Gedanken im Moment einer tieferen Auseinandersetzung mit Körnern, Stallordnung und plötzlichem Fluchtimpuls gewichen sind.
Im Hintergrund notiert ein Goblin-Assistent eifrig die Messergebnisse, wobei nicht ganz klar ist, ob er die Reaktion dokumentiert oder nur Striche zählt, bis der Ork wieder versucht, jemanden zu beißen.
Weitere Schalterstellungen sollen laut Laborbericht unter anderem Schlaf, grundloses Grinsen und spontane musikalische Aktivität auslösen.
Das Forschungsteam spricht bereits von einem Meilenstein.
Der Ork vermutlich eher nicht.
Boneys Urteil
Wissenschaftlich beeindruckend, pädagogisch fragwürdig, unterhaltungstechnisch auf jeden Fall ein Volltreffer.
9 von 10 Forschungsprojekten enden nicht damit, dass ein Ork plötzlich glaubt, er sei Geflügel.



