The Daily Meme #241 – Die Kuschelstaffel rückt aus
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Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Hauptgasse von Knatterstedt, direkt vor dem Ausrücken der neu aufgestellten Kuschelstaffel.
Wetter: Trocken, kühl, mit leichter Eisenluft und unerwartet hohem Plüschanteil.
Lagebericht
Die Stadtwache von Knatterstedt war bislang vor allem für drei Dinge bekannt: harte Rüstungen, schlechte Laune und eine Gesprächskultur, die stark in Richtung massive Einschüchterung tendierte.
Nun kommt ein vierter Punkt hinzu:
Teddybären.
Nach neuer Dienstanweisung trägt ab sofort jeder Streifenork einen kleinen Plüschbegleiter bei sich, um in belastenden Lagen beruhigend eingreifen zu können. Das führt im Straßenbild zu einer bemerkenswerten Mischung aus maximaler Drohkulisse und irritierender Fürsorge.
Vorne marschiert der Hauptmann mit der Miene eines Wesens, das schon komplette Aufstände mit einer Faust niedergerungen hat und nun versucht zu begreifen, warum der kleine Bär am Gürtel plötzlich Teil seiner Einsatzgrundausstattung ist. Links und rechts daneben prüfen seine Männer ihre neue Zusatzbewaffnung aus Stoff, Knopfaugen und roter Schleife mit jener Skepsis, die sonst eher fremden Belagerungsmaschinen vorbehalten ist.
Die Bevölkerung reagiert gemischt.
Einige Kinder fühlen sich sofort sicherer.
Andere fragen sich, ob man sich mehr vor den Orks oder vor der Vorstellung fürchten soll, dass einer von ihnen gleich mit ernster Stimme sagt: »Hier, der ist für dich.«
Fest steht: Die Kuschelstaffel ist einsatzbereit.
Und Knatterstedt erlebt zum ersten Mal den seltenen Anblick einer Einheit, die gleichzeitig aussieht, als würde sie entweder ein Stadttor stürmen oder sehr behutsam Trost spenden.
Boneys Urteil
Hart im Zugriff, weich im Herzen, völlig verstörend im Gesamtbild.
9 von 10 Einsätzen profitieren von Hellebarde und Teddybär zugleich.



