The Daily Meme #234 – 137 Jahre Nintendo: Auch in Knattermoor wird gefeiert
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Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Jahrmarktbühne von Knattermoor, direkt zwischen Pappkulisse, Schrottkarre und kultureller Grenzüberschreitung.
Wetter: Staubig, heiter, mit leichter Windlast auf der Strohperücke.
Lagebericht
Vor 137 Jahren fing bei Nintendo alles mit Spielkarten an.
In den Zwischenreichen hielt man das offenbar für eine Einladung, die gesamte Firmengeschichte mit ein paar kaputten Brettern, zwei Farbeimern und einer Truppe zweifelhafter Laiendarsteller nachzustellen.
Im Zentrum der Aufführung steht ein Ork, der mit bewundernswerter Ernsthaftigkeit eine Prinzessin gibt. Das rosa Kleid spannt, die Krone sitzt schief und die blonde Perücke sieht aus, als sei sie kurz zuvor aus einem missglückten Heuballen geschnitzt worden.
Davor lauern zwei Goblins in roten und grünen Kappen, die weniger wie heldenhafte Brüder als vielmehr wie erfahrene Kellereinbrecher wirken. Einer hat bereits das Brecheisen bereit, der andere den Gesichtsausdruck eines Wesens, das sich selbst im Pilzkönigreich zuerst nach unzureichend gesicherten Fenstern umsehen würde.
Rechts wird es nicht besser.
Dort sitzt ein Troll mit improvisierter Stachelschale und jener majestätischen Mischung aus Größenwahn und Restintelligenz, die große Gegenspieler schon immer auszeichnete. Daneben grinst ein kleiner Finsterdrachling in die Gegend, als habe man ihm gerade erklärt, dass er heute ein Reittier spielt und er diese Information für grundsätzlich plausibel hält.
Im Vordergrund steht schließlich noch die große Krönung des Ganzen: eine zusammengeflickte Schrottkarre, die aussieht, als sei sie aus Wagenresten, Müll und zwei sehr schlechten Entscheidungen zusammengenagelt worden.
Die Menge ist begeistert.
Wahrscheinlich aus Mitleid.
Boneys Urteil
Historisch fragwürdig, handwerklich bedenklich, unterhaltungstechnisch ohnehin voll daneben.
9 von 10 Jubiläen enden nicht mit dieser Menge Stroh, Schrott und falsch angeklebten Schnurrbärten.



