The Daily Meme #231 – Der Mülltonnen-Mimic
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Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Festsaal von Großverschwendern, direkt zwischen reich gedeckter Tafel, offenem Mimic-Maul und dem Punkt, an dem jeder normale Menschenverstand längst den Raum verlassen hat.
Wetter: Warm, festlich, mit schwerem Bratenduft und einer dichten Front aus kollektiver Maßlosigkeit.
Lagebericht
In den Zwischenreichen gibt es viele Wege, mit überschüssigem Essen umzugehen.
Man könnte Reste aufheben.
Man könnte Bedürftige versorgen.
Man könnte wenigstens kurz darüber nachdenken, ob ein ganzer Braten wirklich im Müll landen muss.
Hier entschied man sich stattdessen für Variante vier:
Man schmeißt alles in einen widerwärtigen Mülltonnen-Mimic.
Vor der Tafel läuft das große Wegwerfen bereits auf Hochtouren. Ganze Brote, Käseräder, Obstkörbe und stattliche Fleischberge verschwinden im Schlund eines Behälters, der nicht nur furchtbar gierig wirkt, sondern ganz offensichtlich längst verstanden hat, dass der wahre Reichtum dieser Welt nicht in Gold, sondern in gedankenlos entsorgtem Festessen liegt.
Besonders bitter wird die Sache unten rechts.
Dort sitzt ein ausgehungerter Goblin und schaut mit jenem Blick auf das Schauspiel, den man nur entwickelt, wenn gerade ein halbes Bankett in eine lebendige Mülltonne wandert, während der eigene Tagesplan bislang aus Hoffen, Betteln und einige wenigen Krümeln bestand.
Die Gäste ringsum wirken zufrieden.
Der Mimic ebenfalls.
Nur die Vorstellung, dass all das auch wahrhaft Bedürftige hätten essen können, bekommt in diesem Saal sichtbar keinen Sitzplatz mehr.
Boneys Urteil
Kulinarisch reich, moralisch stark verdorben.
9 von 10 Festessen enden hier im Maul statt auf dem Teller.



