The Daily Meme #177 – THE REAL STEAL: Der Fußball gehört jetzt ihnen

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.


Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🎢 The Daily Meme #177 – THE REAL STEAL: Der Fußball gehört jetzt ihnen

Düstere politische Fußball-Satire im Hochformat: Donald Trump und Gianni Infantino stehen in schwarzen, goldverzierten Herrschergewändern auf einem monumentalen Thronpodest und präsentieren den WM-Pokal wie erbeutete Beute. Hinter ihnen ragt ein goldener Strahlenkranz auf, während riesige Hände auf Stadionleinwänden Fußballspieler wie Marionetten lenken. Spanische und argentinische Spieler verlassen mit gesenkten Köpfen die finstere Arena. Oben steht in großen goldenen Buchstaben „THE REAL STEAL“.
Boney Jones an seinem Schreibtisch. Hier schreibt er sein Meme Logbuch.

Boneys Logbuch-Eintrag

Position: Tief unter dem Finalstadion, Abteilung Trophäenübernahme, zwischen rotem Teppich und einer Tür mit der Aufschrift „Fußball bitte draußen lassen“.

Wetter: Schwarzgold. Leichter Schwefelgeruch. Ideale Bedingungen für eine Siegerehrung ohne Sieger.


Lagebericht

Spanien bezwang Argentinien im Spiel um den Weltmeistertitel, das zugleich nur Rahmenprogramm einer fulminanten Show war, natürlich der größten ever.

Wie erbärmlich.

Während unten noch gerannt, gegrätscht und gelitten wird, haben die wahren Champions längst den Pokal übernommen.

Trump hebt ihn hoch.

Infantino lächelt.

Der Fußball steht daneben und darf applaudieren oder einfach gehen, wenn es ihm nicht passt.

Ja, diese WM hatte alles: aufgeblähte Spielpläne, gigantische Shows, politische Selbstinszenierung und genug Geld, um selbst einen Eckstoß in eine Markenpartnerschaft zu verwandeln.

Am Ende gewinnt eigentlich Spanien. Aber das Turnier gehört jemand anderem.

Die Spieler liefern das Drama. Die Fans liefern die Gefühle. Die Funktionäre streichen ihr Schweigegeld ein und erklären anschließend, es sei alles ein wahres Fest der Menschheit gewesen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

Boneys Urteil

Früher war eine WM ein Fußballturnier mit Begleitprogramm.

Inzwischen ist der Fußball das Begleitprogramm.

2030 zieht der Zirkus durch Spanien, Portugal und Marokko, ergänzt um Jubiläumsspiele in Südamerika. 2034 folgt Saudi-Arabien. Dort dürften wir bei über 100 zahlungsfreudigen Teilnehmern angekommen sein. Dann kann der Fußball endgültig ausverkauft, poliert und sandgestrahlt werden.

Vielleicht findet eine Weltmeisterschaft irgendwann wieder in einem einzigen Land statt, das etwas mit der Geschichte, Entwicklung oder gesellschaftlichen Verankerung dieses Sports zu tun hat. Und reduziert auf 24 wirklich fähige Teams, die den Begriff weltmeisterlich mit Sinn erfüllen.

Bis dahin gilt: Der Ball gehört allen. Der Pokal schon lange nicht mehr. Es sei denn, wir Fans erobern ihn endlich für den Fußball zurück.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
Der Banner für das Fantasykosmos Feuilleton mit lesendem Drachen hinter Zeitung.