The Daily Meme #166 – Flora und Fauna der Zwischenreiche: Das Fifantrum

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🧅 The Daily Meme #166 – Flora und Fauna der Zwischenreiche: Das Fifantrum

Kurioses Fantasy-Naturfoto im Hochformat: Eine widerliche zweiköpfige Stadionkreatur hockt am Rand eines WM-Innenraums und kaut genüsslich auf einer roten Karte. Einer der Köpfe grinst ölig, der andere wirkt laut und aufgedunsen. Im Hintergrund flieht ein panischer Schiedsrichter über den Rasen. Überall liegen Pfeife, Kartenfetzen und zerknüllte Zettel. Die Szene wirkt wie eine echte Naturdoku-Aufnahme eines turnierverderbenden Parasiten.
Boney Jones an seinem Schreibtisch. Hier schreibt er sein Meme Logbuch.

Boneys Logbuch-Eintrag

Position: Stadionrand zwischen VIP-Zone, Spielertunnel und jener schmierigen Randlage, in der aus Sport langsam Veranstaltung wird.

Wetter: Schwül, laut, verdorben. Die Luft riecht nach Flutlicht, Plastiklächeln und einer Entscheidung, die eben noch da war.


Lagebericht

Willkommen zurück zu „Flora und Fauna der Zwischenreiche“, jener Bildungsreihe, in der wir uns mit Wesen befassen, die jedes Turnier in einen Sumpf aus Lärm, Macht und heißer Luft verwandeln.

Unser heutiges Exemplar heißt Fifantrum.
Die Gelehrten nennen es Duocapita mundialis cartavorax.

Das bedeutet frei übersetzt:
„zweiköpfiger Turnierverderber mit Kartenfraß.“

Das Fifantrum ist kein gewöhnliches Stadiontier. Es lebt nicht vom Ball, nicht vom Spiel und schon gar nicht vom Fairnessgedanken. Es nährt sich von Nähe zur Macht, von Kamerablick und von jener feisten Gewissheit, dass Regeln im Zweifel etwas für andere sind.

Sein Lebensprinzip ist einfach:

Alles, was rollt, wird ausgeschlachtet.
Alles, was strittig ist, wird verbogen.
Alles, was rot ist, wird gefressen.

Heutiges Exemplar:

Das hier dokumentierte Tier wurde kurz nach einer höchst bemerkenswerten Kartenlage gesichtet. Es hockte breit und schmierig am Spielfeldrand, eine rote Karte halb im Maul, den Blick satt und vollkommen schamfrei.

Das ist typisch für die Art.
Das Fifantrum greift keine Spieler an. Es frisst Entscheidungen.

Auffällig ist vor allem die Doppelnatur des Wesens. Der eine Kopf plustert sich auf, der andere lächelt schmierig ins Nichts. Gemeinsam erzeugen sie jene spezielle Turnieratmosphäre, bei der plötzlich keiner mehr weiß, ob hier noch Fußball läuft oder schon der Machtfolklore-Kanal im Monster TV.

Im Hintergrund sieht man den panischen Schiedsrichter, offenbar sämtlicher Karten verlustig. Auch das passt. Wo das Fifantrum auftaucht, werden Karten weich, Pfeifen leise und Rückgrate auffällig biegsam.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

Boneys Urteil

Das Fifantrum ist kein Sportfreund.
Eigentlich ist es auch kein Funktionär im engeren Sinn.
Und es hasst alles, was nach sauberen Abläufen aussieht.

Es ist das, was entsteht, wenn Eitelkeit, Einfluss und Turnierglanz lange genug in derselben warmen Loge gären.

Mit anderen Worten:
ein Stadionparasit mit Kartenappetit.

Und natürlich gehört es damit in diese Reihe.

Abschließende Notiz an euch naive Turnierfreunde

Wenn ihr bei der WM das Gefühl habt, eine rote Karte sei eben noch da gewesen und jetzt nur noch als feuchter Papierfetzen am Spielfeldrand herumliegt, dann schaut euch um.

Nicht jedes Monster lauert im Strafraum.
Manche sitzen näher an der Macht.

Das Fifantrum beißt selten ins Spiel.
Es kaut lieber an dessen Regeln.

Das macht es so zutiefst widerwärtig und verachtenswert.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
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