The Daily Meme #165 – Nekromantie Heute: Trendthema Selbstauferstehung

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🧅 The Daily Meme #165 – Nekromantie Heute: Trendthema Selbstauferstehung

Düsteres Fantasy-Magazincover mit dem Titel „Nekromantie Heute“: Eine bleiche Nekromantin im Profil trägt dunkle, bestickte Kleidung und okkulten Schmuck. Das Cover wirkt wie ein ernstes Psychologie- oder Kulturmagazin aus den Zwischenreichen. Die Hauptzeile lautet „Selbstauferstehung – Warum sie uns verändert – und wann sie kippt“.
Boney Jones an seinem Schreibtisch. Hier schreibt er sein Meme Logbuch.

Boneys Logbuch-Eintrag

Position: Wartezimmer der Akademie für Spätfolgen, Finsterdorn, dritter Zyklus. Neben mir sitzt ein Skelett und liest die Ausgabe von vor 180 Jahren. Es nickt immer noch zustimmend.

Wetter: Kühl, schwer, leichter Gruftdruck. Draußen hängt Nebel in den Gassen, drinnen riecht es nach altem Papier, kaltem Tee und Leuten, die den Tod für eine persönliche Entwicklungsphase halten.


Lagebericht

Nekromantie Heute ist genau das Magazin, das entstehen musste, sobald in den Zwischenreichen jemand beschlossen hat, Wiederkehr sei kein Fluch, sondern ein Lebensstil.

Oder Nachlebensstil.

Auf dem Cover: eine Nekromantin mit dem Blick eines Wesens, das schon drei Könige, sieben Kulte und eine tödlich anstrengende Selbstfindungsgruppe überlebt hat. Dazu die große Titelgeschichte: „Selbstauferstehung – Warum sie uns verändert – und wann sie kippt“.

Das ist natürlich wichtig. Denn wer sich selbst aus dem Grab zurückholt, sollte vorher wissen, ob er danach noch derselbe ist. Oder nur dieselbe Person mit schlechterer Durchblutung, besserem Zeitmanagement und einem neuen Hang zu schwarzen Vorhängen.

Auch die Nebenthemen sitzen: Romantik mit Wiedergängern klingt nach einer Kolumne, die entweder rührend endet oder eben mit einer Schaufel. Und die Frage, ob der Lichkönig ein Auslaufmodell ist, dürfte in gewissen Palästen für äußerst frostige Frühstücksstimmung sorgen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

Boneys Urteil

Das Cover trifft, weil es Nekromantie nicht als Knochenspektakel verkauft, sondern als Lifestyle-Magazin für Leute, die ihre Endlichkeit für verhandelbar halten.

Sehr seriös. Sehr düster. Sehr „Ich arbeite gerade an mir, aber mein Körper arbeitet nicht mehr mit“.

Boney würde sagen: Wer nach dem Tod immer noch ein Abo abschließt, hat entweder echte Interessen. Oder ein Problem mit endgültigen Abschieden.

Also, solltet ihr euch demnächst selbst auferwecken wollen: Hebt die Quittung auf.

Man weiß nie, ob man sich später nicht doch noch reklamieren möchte.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
Der Banner für das Fantasykosmos Feuilleton mit lesendem Drachen hinter Zeitung.