Diese Stadt läuft einfach weg: The Crab is Walking baut Königreiche auf Riesenkrabben
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Stadtplanung mit Scheren
📰 Was ist los?
Hypnohead und tinyBuild haben The Crab is Walking angekündigt. Der Roguelite-Kingdom-Builder lässt Spieler eine komplette Siedlung auf dem Rücken gigantischer Kreaturen errichten, Gebäude kombinieren, eine Armee aufbauen und bei jedem Lauf zwischen sicheren und riskanteren Routen wählen.
🐛 Was denken wir?
Wir mögen vor allem, wie klar die Grundidee ins Gameplay übersetzt wird. Der begrenzte Rücken der Kreatur ist gleichzeitig Weltidee, Baufläche und permanentes Ressourcenproblem. Wenn die Routenwahl und das Gebäudepuzzle genug Tiefe bekommen, kann daraus deutlich mehr werden als nur ein guter Gag mit Riesenkrabbe.
Wer beim Städtebau bislang vor allem über Straßen, Mauern und Platzmangel nachdenken musste, bekommt mit The Crab is Walking ein neues logistisches Problem: Die Stadt bewegt sich.

tinyBuild und Hypnohead, das Team hinter The King is Watching, haben beim aktuellen tinyBuild Connect ihr nächstes Spiel angekündigt. The Crab is Walking ist ein Roguelite-Kingdom-Builder mit Autobattler-Elementen, bei dem die eigene Siedlung auf dem Rücken einer gigantischen Kreatur durch eine postapokalyptische Einöde reist.
🏰 Der Bauplatz hat Beine
Der zentrale Kniff steckt direkt im Namen. Die eigene Stadt steht auf dem Rücken eines riesigen Krustentiers und zieht permanent weiter. Der verfügbare Platz ist dadurch begrenzt, und jedes Gebäude muss sinnvoll auf dem Panzer untergebracht werden.
Hypnohead beschreibt das System so, dass Gebäude unterschiedliche Formen besitzen und deshalb wie Bauteile auf eine begrenzte Fläche gesetzt werden. Sie lassen sich kombinieren, aufwerten und neu anordnen. Dadurch wird der Städtebau selbst zu einem Puzzle, bei dem nicht nur Ressourcen, sondern auch Geometrie zählt.
🎬 Eine ganze Stadt auf dem Rücken einer Riesenkrabbe
Der offizielle Trailer zu The Crab is Walking zeigt den ungewöhnlichen Mix aus Roguelite, Kingdom Builder und Autobattler – inklusive Stadtplanung auf dem Rücken einer gigantischen Kreatur.
🧩 Gebäude werden zusammengesetzt und verbessert
Das erinnert in Teilen an den kompakten Aufbau von The King is Watching, geht diesmal aber deutlich stärker in Richtung wandernde Siedlung. Gebäude können miteinander verschmolzen und weiterentwickelt werden, während die Stadt auf ihrem gigantischen Träger immer weiter durch die Welt zieht.
Damit entsteht eine interessante Spannung: Man baut keine dauerhafte Hauptstadt mit endlos viel Platz, sondern eine mobile Festung, deren Rückenfläche irgendwann schlicht voll ist. Irgendwann heißt Stadtplanung dann vermutlich tatsächlich: Die Schmiede muss weg, weil die Krabbe keinen Platz mehr hat.
⚔️ Autobattler und Armeeaufbau gehören dazu
The Crab is Walking bleibt nicht beim Bauen. Spieler stellen eine eigene Armee zusammen und schicken diese in Kämpfe gegen Gefahren entlang der Route. tinyBuild führt das Spiel deshalb ausdrücklich auch als Autobattler.
Wie stark man einzelne Einheiten direkt beeinflusst oder ob der Schwerpunkt vollständig auf Zusammenstellung und Vorbereitung liegt, ist bislang noch nicht im Detail erklärt. Klar ist aber, dass Stadtentwicklung und militärischer Fortschritt direkt zusammengehören.
🛣️ Sicherer Weg oder große Belohnung?
Zwischen den Abschnitten entscheidet man, welche Route die wandernde Stadt nimmt. Hypnohead spricht ausdrücklich von sichereren Wegen und riskanteren Routen mit besseren Belohnungen.
Das passt perfekt zum Roguelite-Aufbau. Jeder Lauf dürfte dadurch andere Entscheidungen erzwingen: Welche Gebäude werden priorisiert, welche Armee nimmt man mit, und wie viel Risiko verträgt die aktuelle Krabbenstadt?
Wenn die Hauptstadt ohnehin Beine hat, kann man schließlich auch schlechte Nachbarschaften einfach verlassen.
🌋 Durch eine postapokalyptische Welt
Die Reise führt durch eine postapokalyptische Einöde. Schon das erste Material zeigt riesige Kreaturen und überdimensionierte Landschaften, in denen menschliche Siedlungen wie kleine Aufbauten auf wandernden Kolossen wirken.
Gerade dadurch bekommt The Crab is Walking einen schönen Fantasy-Haken. Es ist kein klassischer Mittelalter-Kingdom-Builder, sondern eine Welt, in der komplette Gesellschaften offenbar auf gigantischen Kreaturen überleben.
👑 Vom beobachtenden König zur laufenden Krabbe
Der Entwicklername dürfte vielen durch The King is Watching bekannt sein. Das Spiel arbeitet ebenfalls mit stark komprimiertem Ressourcen- und Aufbau-Management und zwingt Spieler dazu, sehr bewusst zu entscheiden, welche Produktionsbereiche gerade aktiv sind.
The Crab is Walking übernimmt offenbar Teile dieser Philosophie, erweitert sie aber um Bewegung, Route und begrenzten Bauplatz auf dem Rücken der Kreatur. Hypnohead stellt zugleich klar, dass das neue Projekt nicht bedeutet, dass The King is Watching abgeschlossen wäre. Für das ältere Spiel sind weiterhin neue Inhalte geplant.
📅 Einen Release-Termin gibt es noch nicht
The Crab is Walking ist bereits auf Steam gelistet, besitzt aber bislang keinen Veröffentlichungstermin. Das Spiel ist aktuell für PC angekündigt und kann bereits auf die Wunschliste gesetzt werden.
Damit bleibt noch offen, wie tief die einzelnen Systeme tatsächlich werden. Die Grundidee trägt allerdings schon jetzt erstaunlich weit.
Eine Stadt bauen ist schließlich einfach.
Eine Stadt bauen, während der Baugrund davonkrabbelt, klingt wesentlich herausfordernder.





