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Rentner in der Wüste: Die Duffers ziehen um
📰 Was ist los?
Netflix startet am 21. Mai 2026 die Sci-Fi-/Mysteryserie The Boroughs: In einer Seniorenanlage in New Mexico stellt sich eine Gruppe Rentner einem übernatürlichen Gegner, der ihre Zeit stehlen will. Die Serie stammt von Jeffrey Addiss und Will Matthews, die Duffer-Brüder sind als Produzenten an Bord, der Cast ist prominent besetzt.
🐛 Was denken wir?
„Golfcarts statt BMX“ klingt zuerst nach Gag, könnte aber genau der frische Blick sein, den Fantasy-Fernsehen braucht. Wenn The Boroughs Altern nicht zur Pointe macht, sondern zum Kern der Geschichte, könnte hier mehr entstehen als „Stranger Things: Senior Edition“. Wenn nicht, wird es eben der nächste Irgendwas-Streaming-Snack mit Algorithmus-Aroma.
⏳ The Boroughs: Rentner gegen die Zeit
Netflix schickt die Stranger-Things-Macher in die Wüste von New Mexico: Ab 21. Mai 2026 kämpfen in The Boroughs keine Teenies auf BMX-Rädern, sondern Golfwagen-Rentner gegen einen Zeitdieb.
👴 Golfcarts statt BMX: Worum es wirklich geht
Die Ausgangslage klingt wie „Stranger Things“ nach der Reha: Eine scheinbar idyllische Senioren-Siedlung in der Wüste, ein übernatürlicher Feind, der es ausgerechnet auf die letzte Ressource der Bewohner abgesehen hat, nämlich ihre verbleibende Lebenszeit. Eine Gruppe älterer Außenseiter muss zusammenrücken und feststellen, dass die „goldenen Jahre“ eher Endgame als Wellnessprogramm sind.
Kreativ verantwortlich sind Jeffrey Addiss und Will Matthews (The Dark Crystal: Age of Resistance), die auch als Showrunner auftreten. Die Duffer-Brüder hängen als ausführende Produzenten mit ihrem Studio Upside Down Pictures darüber und haben mehrfach betont, dass The Boroughs erzählerische DNA mit Stranger Things teilt, nur eben mit Senioren, die Golfcarts fahren statt Fahrräder.
Beim Cast fährt Netflix schwere Geschütze auf: Bill Pullman, Geena Davis, Alfred Molina, Alfre Woodard, Denis O’Hare, Clarke Peters, Jena Malone, Dee Wallace, Jane Kaczmarek und weitere bekannte Gesichter bevölkern das Heim. Wer jemals Cocoon gesehen hat, hört an dieser Stelle ein sehr leises „Na endlich“.
📺 Stranger Things trifft Cocoon – oder nur Nostalgie-Karaoke?
Spannend ist hier weniger der Plot – „Rentner wehren sich gegen Alien-Zeitdiebe“ schreit nicht gerade nach literarischer Innovation – sondern die Entscheidung, eine Genre-Serie konsequent aus der Perspektive älterer Figuren zu erzählen. Wenn The Boroughs das ernst meint, könnte daraus ein echtes Gegenmodell zum ewigen Teenie-Horror werden.
Die Frage ist nur, ob Netflix den Mut hat, Altern und Verletzlichkeit wirklich zu zeigen, oder ob am Ende doch wieder nur der bekannte Nostalgie-Mix aus Synthie-Sound, Retro-Requisiten und „Hey, weißt du noch?“ übrig bleibt, diesmal mit Hörgerät.
Wenn die Serie mehr wird als Stranger Things im Seniorenheim mit echten Figuren, die nicht nur als Meme-Vorlage für „Rentner opfern sich heldenhaft“ herhalten, dann hat das Format eine Chance, mehr zu sein als ein weiterer Streaming-Algorithmus-Hybrid aus „Golden Girls“ und Monster-of-the-Week.
🎲 Unser Fazit: Zwischen Risiko und Resteverwertung
Unterm Strich wirkt The Boroughs wie ein Testballon: Kann man das Erfolgsrezept „kleine Gruppe gegen kosmischen Horror“ in eine Altersklasse verlagern, die im Genre sonst höchstens als weise Mentoren, tragische Großeltern oder sterbende Propheten existiert?
Die Zutaten stimmen: erfahrene Darsteller, klares Setting, ein übernatürlicher Haken, der mehr verspricht als „Wir haben nochmal ein Portal gefunden“. Gleichzeitig lauert die Gefahr, dass alles aussieht wie ein Pitch-Meeting: „Gebt mir Stranger Things plus Cocoon, aber bitte in acht Folgen und binge-fähig.“
Unsere Prognose: Wenn die Drehbücher den Mut haben, alt gewordene Leben ernst zu nehmen und nicht nur mit Retro-Referenzen zu kaschieren, könnte The Boroughs das interessanteste Duffer-Projekt seit Jahren werden. Wenn nicht, bleibt es ein hübscher Reminder: Auch Streaming-Hits haben irgendwann ihre Halbwertszeit.



