The Body: Katholische Schülerinnen rufen den Teufel – und eine ganze Stadt verliert den Verstand

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

😈 Regionalmeisterschaft wäre einfacher gewesen

📰 Was ist los?
Netflix startet The Body am 11. November. Bei der Aufnahmezeremonie eines katholischen Schultanzteams gerät ein satanischer Scherz mit Drogen vollkommen außer Kontrolle. Danach erleben die Mädchen prophetische Visionen, Grace verhält sich zunehmend seltsam und in der gesamten Stadt breitet sich eine religiös aufgeladene Hysterie aus.

🐛 Was denken wir?
Doch, doch. Der Mix gefällt uns. The Body wirft Coming-of-Age, Y2K-Teenagerkino, katholische Schuld und übernatürlichen Horror zusammen, ohne bislang eindeutig zu verraten, ob wirklich der Teufel beteiligt ist. Genau diese Unsicherheit könnte das Ganze erheblich interessanter machen.

Wer hat das nicht selbst schon erlebt? Halloween an einer katholischen Mädchenschule. Das Tanzteam möchte sein neuestes Mitglied aufnehmen, also organisieren die älteren Schülerinnen eine Zeremonie mit Drogen, religiösen Symbolen und einer ziemlich schlechten Idee: Grace soll bei einem gespielten satanischen Ritual als Opfer herhalten.

Eine Gruppe junger Frauen in dunklen Trainingsanzügen steht nachts dicht zusammen und blickt ernst nach vorn.
In The Body kippt die Aufnahmezeremonie eines katholischen Schultanzteams in Visionen, Angst und religiös aufgeladene Massenhysterie. © Netflix / The Body

Am nächsten Morgen ist nichts mehr so, wie es sein sollte. Grace verhält sich merkwürdig, mehrere Mädchen erleben prophetische Visionen und innerhalb der Kleinstadt breitet sich eine Hysterie aus, bei der bald niemand mehr weiß, ob wirklich etwas Übernatürliches geschehen ist. Genau diesen Mix aus Teenagerdrama, katholischem Horror und schwarzem Humor zeigt Netflix jetzt erstmals ausführlich im großen Trailer zu The Body.

💃 Eine Aufnahmeprüfung geht vollständig daneben

Das Zentrum der Geschichte bilden die Lions, das Tanzteam einer katholischen Schule. Die beiden Captains Anya und Elise führen ein Leben irgendwo zwischen Messe, Training, Partys und all den Dingen, die ihre Schule vermutlich lieber nicht genauer kennen möchte.

Als Grace neu in die Gruppe aufgenommen werden soll, eskaliert das traditionelle Initiationsritual. Die Mädchen stehen unter Drogeneinfluss und inszenieren eine satanische Zeremonie, bei der Grace zur symbolischen Opfergabe wird. Was als vollkommen überzogener Teenagerstreich beginnt, scheint anschließend Konsequenzen zu haben, mit denen keine von ihnen gerechnet hat.

🎬 The Body – offizieller Trailer

Katholische Schule, satanische Mutprobe und eine Stadt im Ausnahmezustand: Der offizielle Netflix-Trailer zeigt, wie eine Aufnahmezeremonie vollkommen entgleist.

👁️ Was ist mit Grace passiert?

Grace steht nach dieser Nacht im Mittelpunkt des Rätsels. Im Trailer wirkt sie zunehmend entrückt, während gleichzeitig auch die anderen Mädchen Dinge sehen, die eigentlich nicht existieren dürften.

Aus einzelnen Visionen entwickelt sich schließlich ein Problem für die gesamte Stadt. Gerüchte verbreiten sich, Erwachsene beginnen nach Antworten zu suchen und über allem hängt dieselbe Frage: Was ist in dieser Nacht wirklich mit Grace passiert?

Netflix hält dabei bewusst offen, wie viel davon tatsächlich übernatürlichen Ursprungs ist. Genau das könnte für die Serie wichtig werden, denn religiöser Horror funktioniert oft am besten, wenn Glaube, Schuldgefühl und reale Bedrohung kaum noch voneinander zu trennen sind.

⛪ Katholische Schuld trifft Teenagerwahnsinn

Schöpferin Quinn Shephard beschreibt The Body als Mischung aus rauem Camp, Teenager-Psychodrama und katholischem Horror. Diese Kombination ist im Trailer ziemlich deutlich zu erkennen: Kreuze, Gebete und religiöse Rituale stehen direkt neben Sexualität, Gruppendruck, Drogenerfahrungen und dem verzweifelten Wunsch, irgendwo dazuzugehören.

Damit benutzt die Serie Religion weniger als reine Dämonendekoration. Entscheidend scheint vielmehr zu sein, was passiert, wenn Jugendliche mit Schuld, Begehren und strengen moralischen Erwartungen aufwachsen und anschließend etwas erleben, das all diese Ängste gleichzeitig bestätigt. Ein satanisches Ritual ist in dieser Umgebung fast schon die denkbar schlechteste Mutprobe.

📼 Die frühen 2000er sind zurück

The Body spielt bewusst mit dem Look und Lebensgefühl der späten Neunziger und frühen Zweitausender. Shephard nennt unter ihren Einflüssen unter anderem Carrie, Jennifer’s Body, Heavenly Creatures, Mean Girls und Arthur Millers The Crucible.

Das erklärt die ungewöhnliche Mischung ziemlich gut. Hier steckt Highschool-Gruppendynamik ebenso drin wie religiöse Massenhysterie, schwarze Komödie und die Angst davor, dass sich ein kleiner Vorfall innerhalb einer Gemeinschaft plötzlich verselbstständigt.

Gerade The Crucible ist dabei ein interessanter Bezugspunkt. Eine Stadt, die überzeugt ist, etwas Dämonisches entdeckt zu haben, kann schließlich auch ganz ohne echten Dämon erstaunlich gefährlich werden.

👭 Anya und Elise haben ein ziemlich großes Geheimnis

Kristina Bogic spielt Anya, Sara Boustany übernimmt Elise und Sofia Wylie ist als Grace zu sehen. Die beiden Teamcaptains sitzen nach der verhängnisvollen Nacht mit einem Problem da, das sich kaum noch als harmlose Aufnahmezeremonie verkaufen lässt.

Zum Kernensemble gehören außerdem Geena Meszaros, Shirley Chen und Gabby Windey. Nnamdi Asomugha spielt Father Franklin, während Louisa Krause, Jackson Kelly, Marcel Ruiz, Orlando Norman und weitere Darsteller die Schule, Familien und das Umfeld der Stadt erweitern.

Die Serie besitzt insgesamt acht Episoden. Damit dürfte genügend Raum bleiben, um die Hysterie langsam anwachsen zu lassen, statt nach der ersten Vision sofort sämtliche Dämonentüren aufzureißen.

🧠 Coming-of-Age mit ziemlich viel Verdrängung

Für Shephard ist die Serie gleichzeitig eine sehr persönliche Geschichte. Sie verarbeitet darin Erfahrungen mit jugendlicher Unsicherheit, religiöser und sexueller Verdrängung sowie dem Gefühl, sich ständig in ein vorgegebenes Bild einpassen zu müssen.

Das erklärt auch, weshalb die Mädchen offenbar nicht einfach als leichtsinnige Horrorfutter-Figuren funktionieren sollen. Ihr Verhalten ist teilweise absurd und rücksichtslos, doch dahinter stehen Gruppenzwang, Begehren, Rivalitäten und eine Umgebung, die von ihnen erwartet, gleichzeitig brav und vollkommen kontrolliert zu sein.

Irgendwann explodiert dieser Widerspruch. Vielleicht sogar übernatürlich.

🔥 Satanic Panic mit Smartphone-Zeitalter im Rücken

Besonders spannend könnte werden, wie The Body mit Massenhysterie umgeht. Die Grundidee erinnert an historische Hexenjagden und die Satanic-Panic-Wellen des 20. Jahrhunderts, wird hier aber auf eine moderne Jugendgemeinschaft übertragen.

Eine Gruppe Schülerinnen erlebt etwas Seltsames, erzählt davon und plötzlich beginnt eine ganze Stadt, ihre eigenen Ängste in den Vorfall hineinzulesen. Ob die Visionen tatsächlich prophetisch sind oder die Panik irgendwann selbst zum eigentlichen Monster wird, scheint genau zu jener Unsicherheit zu gehören, die der Trailer bewusst erhält.

Das ist für mich wesentlich interessanter als eine Serie, die nach fünf Minuten eindeutig erklärt, welcher Dämon aus welchem Höllenkreis gerade Dienst hat.

📅 Acht Folgen ab November

The Body startet am 11. November 2026 bei Netflix. Die Staffel umfasst acht Episoden und stammt vollständig unter der kreativen Leitung von Quinn Shephard, die als Schöpferin, Showrunnerin und Regisseurin beteiligt ist.

Zu den Executive Producern gehören außerdem Riley Keough, Gina Gammell, Sacha Ben Harroche, Peter Chernin, Amy Israel, Josh Stern und Blair Breard. Shephard und Keough arbeiteten bereits bei Under the Bridge zusammen.

😈 Vielleicht war das mit dem Teufel doch keine gute Idee

Der Trailer verkauft The Body erfreulicherweise weder als reine Dämonenserie noch als gewöhnliches Highschooldrama. Beides scheint ständig ineinanderzugreifen, während Grace und die Lions immer tiefer in die Folgen jener Halloween-Nacht geraten.

Gerade darin steckt der Reiz. Vielleicht haben ein paar katholische Schülerinnen tatsächlich den Teufel gerufen. Vielleicht haben sie lediglich eine Stadt davon überzeugt, dass sie es getan haben.

Für acht Folgen Horror reicht beides wohl vollkommen aus.