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The Blood of Dawnwalker: Vampir-Sandbox im Pestjahr 1347
📰 Was ist los?
Rebel Wolves zeigt im neuen 4K-Trailer zu The Blood of Dawnwalker weitere Szenen aus Vale Sangora, bestätigt das Releasefenster 2026 und betont erneut das Konzept der „Narrative Sandbox“. Du spielst Coen, einen Dawnwalker in einem von Vampiren beherrschten Karpatenreich, hast 30 Ingame-Tage, um deine Familie vor der Exekution zu retten, und kombinierst tagsüber realistische Schwertkämpfe mit Hex-Magie und nachts vertikale Vampir-Parkourmechanik.
🐛 Was denken wir?
Die Prämisse „Witcher-Veteranen machen Vampir-RPG“ hätte auch ein faules Marketing-Buzzword sein können. Stattdessen wirkt The Blood of Dawnwalker wie ein bewusst kleineres, dichteres Projekt: kein 400-Stunden-Kartoffelacker, sondern ein 40-Stunden-Abenteuer, in dem Zeit und Entscheidungen wirklich zählen. Wenn Rebel Wolves ihre Versprechen halten, könnte hier ausgerechnet ein Spiel über Blutsauger zeigen, wie lebendig Dark Fantasy 2026 noch sein kann.
🩸 4K-Trailer zu The Blood of Dawnwalker: Vampir-Sandbox-RPG der Ex-Witcher-Devs
Rebel Wolves, das Studio um den ehemaligen Witcher 3-Director Konrad Tomaszkiewicz, hat zum Jahresauftakt einen neuen 4K-Trailer „Launch Year Special“ zu The Blood of Dawnwalker veröffentlicht, inklusive frischer Szenen und der erneuten Bestätigung: Release bleibt 2026, Plattformen sind PC, PS5 und Xbox Series X|S.
🌒 Zwischen Pest, Blutsteuer und Vampir-Monarchie
Spannender als das übliche „Unreal Engine 5, sieht toll aus“ ist der Kontext:
- Das Spiel spielt in einem fiktiven Königreich Vale Sangora im Karpatenraum, anno 1347, also mitten in Krieg und Schwarzer Pest.
- Die Vampire sind hier keine urbanen Clubgänger, sondern haben die Region offen übernommen, erheben eine „Blutsteuer“ und regieren wie ein untoter Adel.
- Du spielst Coen, einen „Dawnwalker“: tagsüber Mensch mit Schwert, nachts Vampir mit Kletterkrallen, Shadowstep-Teleport und bissiger Lebensregeneration.
Das Interessante: Das Ganze ist kein klassischer „Rette die Welt“-Epos, sondern sehr persönlich angelegt – Coen versucht, seine entführte Familie vor der Hinrichtung durch Vampirfürst Brencis zu retten. Dafür hast du 30 Ingame-Tage, in denen du deine Zeit wie eine Ressource verplanst.
⏳ Zeit als Währung, nicht als Stressfaktor
Die 30 Tage klingen nach Persona-Panik, funktionieren aber anders:
- Zeit vergeht nur, wenn du Quests abschließt, Tag/Nacht wechselst oder bestimmte Aktionen triggert – reines Erkunden lässt die Uhr stehen.
- Quests lassen sich in beliebiger Reihenfolge spielen, komplett überspringen oder nie finden. Selbst Nichtstun ist laut Rebel Wolves eine valide Entscheidung.
- Im Schnitt peilen die Entwickler rund 40 bis 50 Stunden pro Durchlauf an, also dicht gepackte Kampagne statt „400-Stunden-Checkliste“.
Das ist der eigentliche Unterschied zum üblichen AAA-Vampir-Futter: The Blood of Dawnwalker will eher ein „Narrative Sandbox“ sein als noch ein Karton Map-Marker.
🗡️ Soulslike-Schwert, Vampir-Nächte und Hex-Magie
Auch spielerisch ist im neuen Material mehr zu erkennen als nur Nebelwälder in 4K:
- Am Tag lehnt sich das Schwertkampfsystem sichtbar an „Kingdom Come“ und Soulslikes an: Ausdauerleiste, gerichtetes Blocken und gezielte Schläge, bei denen man sich die Animationen des Gegners merken muss.
- Je länger du durchhältst, desto mehr „Charges“ sammelst du für Hex-Magie oder finstere Execution-Moves.
- Nachts kippt das Ganze in Parkour-Vampirismus: Wände hochlaufen, über Dächer pirschen, Shadowstep in bester Dishonored-Tradition, dazu Krallenangriffe und Bisse zur Heilung.
Und weil das Team aus Witcher– und Cyberpunk-Veteranen gelernt hat, gibt es bewusst keine überdimensionierte Welt, sondern eine kompaktere Karte mit mehreren Schichten und Konsequenzen – „lieber Tiefe als Fläche“, wie sie in Interviews betonen.
🎥 The Blood of Dawnwalker – Launch Year Special (4K)
Einblick in Vale Sangora, Coens Dualität und den aktuellen Entwicklungsstand – direkt von Rebel Wolves.
🧛 Unser Fazit: Zwischen „Witcher mit Vampiren“ und eigener Identität
Ja, auf dem Papier klingt viel nach „Witcher, aber mit Vampiren“. Allerdings:
- historische 14.-Jahrhundert-Kulisse statt generischer Fantasy,
- Carpathian-Gothic mit Blutsteuer und Pest,
- Zeit als Ressource und keine Mainquest im klassischen Sinn.
Das alles zusammen riecht eher nach einem ziemlich raffinierten Versuch, Pen-&-Paper-Freiheit in ein fokussiertes AA-RPG zu pressen, als nach dem nächsten 08/15-Open-World-Batzen. Wenn Rebel Wolves die Entscheidungsfreiheit wirklich durchziehen, könnte The Blood of Dawnwalker 2026 das Spiel sein, das all den „Du hast 500 Fragezeichen übersehen“-Titeln leise die Luft ablässt.



