Teufel von Esslingen sorgt für Aufruhr: Warum auch Haribo-Goldbär, Michelin-Männchen und Käpt’n Iglo zittern müssen
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In Esslingen ist der Teufel los! Eine 2,50 Meter hohe Bronzefigur sorgt für Proteste, Sachbeschädigung und sogar Morddrohungen. Die Polizei ermittelt, der Staatsschutz ist eingeschaltet. In den Zwischenreichen hat der Skandal inzwischen eine regelrechte Säuberungswelle ausgelöst. Besonders bekannte Werbefiguren geraten ins Visier einer neuen Sonderkommission, die offenbar selbst vor Gummibärchen keinen Respekt mehr hat.

😈 Ein Teufel, eine Zwiebel und ein gewaltiger Aufstand
Eigentlich sollte die Bronzefigur des Künstlers Tim Bengel an eine alte Esslinger Sage erinnern. Darin verkauft eine schlaue Marktfrau dem Teufel eine Zwiebel, obwohl dieser einen Apfel verlangt hatte. Der geprellte Höllenfürst verflucht daraufhin die Einwohner und verschwindet. Jahrhunderte später steht er nun wieder vor dem Rathaus und hat inzwischen über 5.600 Menschen gegen sich aufgebracht.
In der Koboldrepublik Knattermoor wurde der Vorfall mit großer Besorgnis aufgenommen. Dort gründete das Ministerium für öffentliche Anstößigkeit umgehend die Sonderkommission zur Überprüfung moralisch fragwürdiger Werbe- und Fantasiegestalten, kurz SÜMWF.
Die Behörde beschäftigt bereits 840 Beamte, von denen 830 an der korrekten Aussprache der Abkürzung arbeiten. Die übrigen zehn haben eine Liste potenziell gefährlicher Figuren erstellt.
🐻 Haribo-Goldbär: Verdacht auf organisierte Kinderverzuckerung
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe gegen den Goldbären. Seit Jahrzehnten lockt er Minderjährige mit bunten Süßigkeiten, verbreitet unbelegbare Glücksversprechen und trägt dabei keinerlei erkennbare Hose.
Die Kommission fordert eine sofortige Überprüfung seiner Vermögensverhältnisse. Ein Bär, der vollständig aus Gold besteht und gleichzeitig Süßwaren bewirbt, könne unmöglich aus ehrlicher Arbeit stammen.
In Knattermoor wird bereits über die Beschlagnahmung sämtlicher Goldbären nachgedacht. Die Beweismittel sollen anschließend von einer eigens gegründeten Untersuchungskommission aufgegessen werden.
🛞 Michelin-Männchen: Ungeklärte Körperverhältnisse
Auch das Michelin-Männchen steht unter Beobachtung. Die Prüfer bemängeln insbesondere seine ungewöhnliche Anatomie und den jahrzehntelangen Versuch, Reifen als Bekleidungsalternative gesellschaftsfähig zu machen.
Eine medizinische Untersuchung ergab, dass die Figur zu 100 Prozent aus Autoreifen besteht. Der zuständige Amtsarzt bezeichnete dies als besorgniserregend und empfahl eine ballaststoffreiche Ernährung. Zusätzlich wird geprüft, ob der Mann seine eigene Winterbereifung ordnungsgemäß angemeldet hat.
🐰 Duracell-Hase: Verdacht auf unerlaubte Unsterblichkeit
Der berüchtigte Batteriehase soll seit Jahrzehnten ununterbrochen trommeln. Nach Auffassung der Sonderkommission verstößt dies gegen sämtliche Ruhezeiten, das Arbeitszeitgesetz und mehrere internationale Abkommen zur Verhütung von Nervenzusammenbrüchen.
Ein Versuch, das Tier durch Entnahme seiner Batterien außer Betrieb zu setzen, scheiterte. Der Hase trommelte einfach weiter. Inzwischen vermutet die Behörde eine Verbindung zu verbotener Nekromantie. Drei Ermittler befinden sich wegen akuter Trommelgeräusche im Kopf in psychologischer Behandlung.
🧽 Meister Proper: Verdächtig sauber und vollkommen haarlos
Besonders misstrauisch macht die Beamten der Umstand, dass Meister Proper seit Jahrzehnten Wohnungen reinigt, ohne jemals eine Rechnung vorzulegen.
Hinzu kommen seine ungewöhnlich muskulöse Erscheinung, die völlige Haarlosigkeit und die Tatsache, dass er bei Bedarf scheinbar aus dem Nichts erscheint.
Das Finanzministerium vermutet Schwarzarbeit, die Magierakademie eine Beschwörungsformel. Der Zoll hat vorsorglich 600 Flaschen Allzweckreiniger sichergestellt und sucht nun nach einer Möglichkeit, den Verdächtigen aus einer davon herauszubekommen.
⚓ Käpt’n Iglo: Illegale Fischerei und verdächtige Tiefkühlpraktiken
Dem weißbärtigen Kapitän droht eine besonders umfangreiche Untersuchung. Nach Berechnungen der Kommission müsste er angesichts der seit Jahrzehnten verkauften Fischstäbchen inzwischen sämtliche Weltmeere leergefischt haben.
Außerdem weigert er sich beharrlich, den genauen Standort seines Heimathafens preiszugeben. Die Behörde vermutet eine schwimmende Steueroase. Ein Ermittler, der an Bord gehen wollte, erhielt lediglich zwölf Fischstäbchen und eine Portion Rahmspinat. Er gilt seither als befangen.
👑 Knattermoor kündigt weitere Maßnahmen an
Der königliche Untersuchungsausschuss will seine Arbeit nun auf sämtliche bekannten Werbefiguren ausdehnen. Besonders verdächtig erscheinen derzeit Ronald McDonald wegen gewerbsmäßiger Clownerie und der Frosch von Krombacher wegen unerlaubter Bierwerbung in unmittelbarer Nähe von Amphibien.
Die Regierung erwägt außerdem, sämtliche öffentlichen Figuren vorsorglich mit blickdichten Säcken zu verhüllen, bis ihre moralische Unbedenklichkeit zweifelsfrei geklärt ist.
Aus Esslingen kam unterdessen die Nachricht, dass die Teufelsstatue trotz aller Proteste stehen bleiben soll.
In Knattermoor löste dies eine weitere Regierungskrise aus. Der zuständige Minister erklärte, man könne unmöglich zulassen, dass ein überführter Zwiebeldieb weiterhin ungehindert vor einem Rathaus herumlungere.
Die Sonderkommission ermittelt inzwischen auch gegen die Zwiebel.





