Sechs Reiche, sechs Kämpfer, viel Karma: TARAE bringt östliche Dark Fantasy ins Action-RPG

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Blood Of My Blood: Baby Fraser im Anmarsch

📰 Was ist los?
Blood of My Blood erzählt die Liebesgeschichten der Eltern von Jamie und Claire in Schottland und im England des Ersten Weltkriegs. Showrunner Matthew B. Roberts hat bestätigt, dass das Prequel endet, wenn Jamie Fraser geboren wird. Staffel 1 ist gestartet, Staffel 2 ist bereits bestellt, während die Hauptserie Outlander mit Staffel 8 im Jahr 2026 abschließt.

🐛 Was denken wir?
Ein Prequel mit klarer Ziellinie wirkt angenehm altmodisch in einer Zeit, in der viele Serien nur auf Verlängerung spielen. Wenn Blood of My Blood den Weg zur Geburt von Jamie wirklich konsequent geht, könnte das Fraser-Universum einen runden Abschluss bekommen statt einer ewigen Zeitschleife rund um die Steine.

Top-down-Kamera, Horden von Gegnern, Ausrüstung auf dem Boden und ein Boss, der vermutlich mehrere Bildschirmbreiten für sich beansprucht – auf den ersten Blick könnte TARAE: The Unbound problemlos im üblichen Diablo-Verwandtschaftskreis landen.

Ein Kämpfer entfesselt in TARAE: The Unbound einen kreisförmigen Feuerangriff gegen mehrere Gegner in einer düsteren, verwüsteten Fantasylandschaft.
Düster, schnell und deutlich von östlicher Mythologie geprägt: TARAE: The Unbound verbindet klassische Action-RPG-Strukturen mit einer eigenständigen Fantasywelt. © KRAFTON / Boundary

Der interessante Teil beginnt dort, wo die Ähnlichkeiten aufhören. Entwickler Boundary baut seine Dark-Fantasy-Welt um ostasiatische Mythologie, traditionelle Ästhetik und buddhistische Vorstellungen von Karma und Wiedergeburt auf. Die Welt von TARAE entstand aus dem Zerbrechen der sechs Reiche, und genau deren Ordnung sollen die Spieler wiederherstellen.

☸️ Der Kreislauf der Wiedergeburt ist Teil des Spielsystems

Im Zentrum steht Taegwido, eine Insel, die entstand, nachdem ein Wesen namens Agasa die Grenzen zwischen den sechs Reichen zerstörte. Die sogenannten Sources, mit denen sich der Kreislauf der Wiedergeburt wiederherstellen lässt, sind über die Insel verstreut. Sechs Seekers machen sich auf die Suche danach, jeweils mit eigener Vergangenheit, eigenem Karma und eigenen Gründen, warum sie überhaupt dort sind.

Das klingt zunächst nach klassischem Fantasy-Lore. Boundary will diese Konzepte allerdings auch mechanisch verwenden. Yin und Yang, die fünf Elemente, Karma und Wiedergeburt sollen Einfluss auf Charakterentwicklung, Ausrüstung und Builds nehmen. Damit steckt die Philosophie der Welt direkt im Progressionssystem.

🎬 TARAE zeigt seine östliche Dark Fantasy

Der offizielle Reveal-Trailer zu TARAE: The Unbound zeigt Taegwido, die sechs Seekers und das schnelle Top-down-Kampfsystem zwischen Mythologie, Karma und Wiedergeburt.

⚔️ Sechs Klassen statt Krieger, Magier und Schurke

Auch die Klassen orientieren sich stärker an ostasiatischen Traditionen. Geplant sind sechs Seekers: Samurai, Chakhogapsa, Tugwi, Kunoichi, Mansin und Feng Shui Master. Jeder bekommt eigene Ressourcen und Kampfsysteme.

Besonders interessant wirkt der Samurai, den Niche Gamer auf der Gamescom ausprobieren konnte. Er wechselt zwischen drei Haltungen: schnellen Doppelklingen, einer offensiveren Rush-Stance und einer langsameren Draw-Stance für schwere Treffer. Das zwingt stärker zur Anpassung an Gegner und Situation, als man es von vielen klassischen Loot-ARPGs gewohnt ist.

🩸 Hier soll man Gegner tatsächlich lesen müssen

Der aktuelle Gamescom-Eindruck beschreibt das Kampfsystem als deutlich anspruchsvoller als simples Hordenmähen. Ausweichen kostet Ausdauer, perfekt getimte Dodges geben einen Teil davon zurück, und selbst normale Gegner können unvorsichtige Angriffe bestrafen.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

Besonders deutlich wurde das beim gezeigten Bosskampf. Der Boss verdunkelte große Teile der Arena und zwang den Spieler, beleuchtete Bereiche zu suchen, während gleichzeitig ein schneller Sturmangriff drohte. Positionierung, Timing und Ressourcenmanagement spielten damit eine deutlich größere Rolle als reiner Schadensoutput.

Boundary plant mehr als 80 Bosse, viele davon mit mehreren Phasen und eigenen Arenamechaniken. Wenn das Niveau der Gamescom-Demo hält, könnte genau dieser Bereich einer der stärksten Punkte des Spiels werden.

🏯 Mehr Tempel, weniger gotische Kathedrale

Visuell setzt TARAE bewusst auf einen anderen Dark-Fantasy-Baukasten. Tempel, zerstörte Zitadellen, östliche Städte, mythologische Kreaturen und Figuren aus Folklore ersetzen weitgehend das übliche westliche Arsenal aus Burgen, Dämonenkathedralen und Totenschädeln.

Das wirkt bislang erfreulich eigenständig. Gerade weil das ARPG-Genre optisch gern immer wieder denselben dunklen europäischen Keller ausräumt, fällt TARAE allein durch seine Bildsprache deutlich auf.

🎮 Release 2027

TARAE: The Unbound soll 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Ein exakter Termin fehlt noch.

Für uns ist das deshalb weniger „Breaking News“ und mehr ein Spiel, das nach der Gamescom plötzlich auf der Beobachtungsliste steht.

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